Klinische Physiologie, Kachel 04 · Stufe PJ

Plasmatische Gerinnung und Gerinnungstests

Wie aus wenigen Molekülen Gewebefaktor innerhalb von Minuten ein quervernetztes Fibringerüst entsteht und warum die Laborwerte davon nur einen Ausschnitt abbilden.

Lernziele
  • Die Gerinnungsfaktoren nach Bildungsort, Vitamin-K-Abhängigkeit und Halbwertszeit ordnen und daraus das zeitliche Verhalten von Mangelzuständen ableiten.
  • Erklären, warum ionisiertes Calcium und negativ geladene Phospholipidoberflächen für die Bildung der Gerinnungskomplexe unentbehrlich sind.
  • Den Start über den Gewebefaktor und die Verstärkerschleife des Thrombins beschreiben.
  • Begründen, warum die Einteilung in ein inneres und ein äußeres System heute vor allem die Labortests ordnet und nicht den Vorgang im verletzten Gefäß.
  • Prothrombinzeit, aktivierte partielle Thromboplastinzeit, Fibrinogen und Thrombozytenzahl mit ihren Normwerten deuten und ihre Grenzen benennen.
  • Angeborene und erworbene Faktormängel an ihrem Testmuster erkennen und klinisch einordnen.

Zu dieser Lerneinheit

  1. Zehn Lektionen mit einer Abbildung, einer Tabelle der Gerinnungsfaktoren, einer Tabelle der Gerinnungstests, Merksätzen, vier Aufgaben mit Lösungen 7 Übungsfragen in den Lektionen, einem klinischen Fall mit drei Fragen und einem Abschlussquiz.
  2. Die Einheit setzt die primäre Hämostase des vorangehenden Unterkapitels voraus; Calciumsignalwege und Membranaufbau stehen in Kachel 01.
  3. Zur Vertiefung folgt unmittelbar die Einheit zu Gerinnungshemmung und Fibrinolyse; das Vorgehen am blutenden Patienten steht in der Einheit Gerinnung des Moduls Allgemeinanästhesie.

Lektion 1

Warum das klinisch zählt

Kaum ein Laborbefund wird so oft angefordert und so oft falsch gelesen wie das Gerinnungsprofil. Eine normale Prothrombinzeit vor der Spinalpunktion beruhigt, obwohl sie über die Thrombozytenfunktion nichts aussagt. Eine verlängerte aktivierte partielle Thromboplastinzeit alarmiert, obwohl sie bei einem isolierten Mangel an Faktor XII ohne jede Blutungsneigung auftritt. Und ein Patient mit schwerer Leberzirrhose blutet manchmal nicht, obwohl sein Quickwert bei 35 Prozent liegt, weil ihm zugleich die Hemmstoffe fehlen. Wer die plasmatische Gerinnung als Vorgang an Zelloberflächen versteht und nicht als Kaskade auf dem Papier, liest diese Befunde richtig.

Der zweite Grund ist unmittelbar praktisch. Fast jede Maßnahme, mit der wir in die Gerinnung eingreifen, hat einen definierten Angriffspunkt in dieser Physiologie: Calcium bei der Massivtransfusion, Fibrinogen als erster Faktor, der bei Verdünnung unter den kritischen Wert fällt, Vitamin K bei den vier abhängigen Faktoren, Prothrombinkomplexkonzentrat bei genau diesen vier. Auch das Zeitverhalten folgt der Physiologie: Faktor VII hat eine Halbwertszeit von etwa fünf Stunden, Faktor XIII von etwa zehn Tagen. Deshalb fällt der Quickwert bei akutem Leberversagen früh ab, während die Quervernetzung des Fibrins noch lange funktioniert.

Lektion 2

Die Gerinnungsfaktoren: Bildungsort, Vitamin K und Halbwertszeit

Mit Ausnahme des ionisierten Calciums sind alle Gerinnungsfaktoren Proteine. Sie zirkulieren als inaktive Vorstufen, sogenannte Zymogene, und werden erst durch begrenzte proteolytische Spaltung in die aktive Form überführt; die aktivierte Form wird durch den angehängten Buchstaben a gekennzeichnet. Der ganz überwiegende Teil entsteht in der Leber. Zwei Ausnahmen sind klinisch bedeutsam: Faktor VIII wird zu einem erheblichen Anteil im Endothel gebildet und fällt deshalb bei Lebererkrankung nicht ab, sondern steigt als Akutphaseprotein sogar an. Der Gewebefaktor wiederum ist überhaupt kein Plasmaprotein, sondern ein integrales Membranprotein der Zellen außerhalb der Strombahn, vor allem der Fibroblasten der Gefäßadventitia.

Vier Faktoren benötigen zu ihrer Fertigstellung Vitamin K: Prothrombin sowie die Faktoren VII, IX und X. Vitamin K dient dabei als Kofaktor einer Carboxylase, die nach der Übersetzung des Proteins eine Reihe von Glutamatresten am aminoterminalen Ende mit einer zweiten Carboxylgruppe versieht. Erst diese Gammacarboxyglutamatreste binden Calcium mit hoher Affinität und verankern den Faktor an einer Membran. Ein Faktor ohne diesen Schritt wird gebildet und ins Blut abgegeben, ist aber funktionslos, weil er die Membran nicht mehr findet. Dieselbe Carboxylierung betrifft die Hemmstoffe Protein C und Protein S, was für das Verständnis der Vitamin-K-Antagonisten entscheidend ist und im folgenden Unterkapitel aufgegriffen wird.

Die biologischen Halbwertszeiten reichen von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen und erklären die Reihenfolge, in der Faktoren bei gestörter Synthese ausfallen. Faktor VII verschwindet als erster, Fibrinogen und Faktor XIII als letzte.

Tabelle 1: Die Gerinnungsfaktoren: Bildungsort, Vitamin K und Halbwertszeit
FaktorGebräuchlicher NameBildungsortVitamin K nötigHalbwertszeit
IFibrinogenLeberneinetwa 96 Stunden
IIProthrombinLeberjaetwa 72 Stunden
IIIGewebefaktorgefäßwandständige Zellen, kein Plasmaproteinneinzellgebunden
IVionisiertes Calciumkein Proteinneinentfällt
VProakzelerinLeber, auch Thrombozytenneinetwa 20 Stunden
VIIProkonvertinLeberjaetwa 5 Stunden
VIIIantihämophiles Globulin Aüberwiegend Endothelneinetwa 12 Stunden
IXantihämophiles Globulin BLeberjaetwa 24 Stunden
XFaktor XLeberjaetwa 30 Stunden
XIPlasmathromboplastinvorstufeLeberneinetwa 48 Stunden
XIIKontaktfaktorLeberneinetwa 50 Stunden
XIIIfibrinstabilisierender FaktorLeber, Thrombozytenneinetwa 250 Stunden

Übung 2.1

Lektion 3

Calcium und Phospholipidoberflächen als Bühne der Komplexbildung

Die entscheidende Einsicht der modernen Gerinnungsphysiologie lautet: Die Reaktionen laufen nicht frei im Plasma ab, sondern auf Membranen. Ein Enzym, sein Kofaktor und sein Substrat müssen sich gleichzeitig auf derselben kleinen Fläche befinden, damit die Umsetzung schnell genug ist. Genau das leisten die Gammacarboxyglutamatreste der Vitamin-K-abhängigen Faktoren: Sie greifen über ionisiertes Calcium wie über eine Brücke nach den negativ geladenen Kopfgruppen bestimmter Phospholipide. Die Reaktionsgeschwindigkeit steigt dadurch um mehrere Zehnerpotenzen gegenüber der Umsetzung in Lösung. Ohne Membranbindung findet die Gerinnung theoretisch statt und praktisch nicht.

Die passende Oberfläche entsteht erst bei Bedarf. Die Membran einer ruhenden Zelle trägt das negativ geladene Phosphatidylserin auf der Innenseite; die Außenseite ist elektrisch weitgehend neutral und damit gerinnungsinaktiv. Wird ein Thrombozyt aktiviert, kehrt ein Enzym, die Scramblase, diese Asymmetrie um und bringt Phosphatidylserin nach außen. Aus der neutralen Oberfläche wird eine prokoagulatorische Plattform, und zwar genau dort, wo die Plättchen haften, also am Leck. Diese räumliche Kopplung ist der wichtigste Schutz vor einer Gerinnung im gesunden Gefäß.

Praktisch folgt daraus zweierlei. Erstens verhindert jeder Stoff, der Calcium bindet, die Gerinnung im Reagenzglas vollständig; Citrat und Ethylendiamintetraessigsäure in den Blutröhrchen nutzen genau diesen Mechanismus, und deshalb muss das Gerinnungslabor das Citrat vor der Messung wieder durch Calcium ausgleichen. Zweitens wird bei der Transfusion großer Mengen citrathaltiger Konserven so viel Calcium gebunden, dass das ionisierte Calcium des Patienten kritisch fällt. Die Folge ist eine Gerinnungsstörung, die kein Faktorenmangel ist und sich nicht mit Plasma, sondern mit Calcium behandeln lässt.

Übung 3.1

Lektion 4

Der Start über den Gewebefaktor und die Verstärkerschleife des Thrombins

Solange das Endothel intakt ist, sind Blut und Gewebefaktor räumlich getrennt. Reißt die Gefäßwand ein, kommt der Gewebefaktor der subendothelialen Zellen mit dem Plasma in Kontakt und bindet den kleinen Anteil an Faktor VII, der bereits in aktivierter Form zirkuliert. Auf der Phospholipidoberfläche entsteht unter Mitwirkung von Calcium ein Komplex aus Gewebefaktor und Faktor VIIa, oft als extrinsische Tenase bezeichnet. Dieser Komplex aktiviert die Faktoren IX und X. Faktor Xa bildet mit Faktor Va, Calcium und Membran den Prothrombinasekomplex und spaltet daraus die ersten, sehr geringen Mengen Thrombin.

Diese Startmenge reicht nicht entfernt aus, um ein Gerinnsel zu bilden. Ihre Aufgabe ist eine andere: Thrombin wirkt auf seine eigene Entstehung zurück. Es aktiviert die Kofaktoren V und VIII, aktiviert Faktor XI und damit den Weg über Faktor IX, aktiviert die Thrombozyten und schafft so zusätzliche Membranfläche. Aus einem schwachen Anstoß wird binnen Sekunden eine lawinenartige Thrombinbildung, der sogenannte Thrombinburst. Dieses Prinzip der positiven Rückkopplung erklärt, warum die Gerinnung nicht linear, sondern nahezu schlagartig einsetzt, sobald eine Schwelle überschritten ist. Es erklärt zugleich, warum sie ebenso entschlossen gebremst werden muss, sobald das Leck verschlossen ist.

Schema der plasmatischen Gerinnung mit Start über den Gewebefaktor, Bildung von Faktor Xa, Prothrombinasekomplex, Verstärkerschleife des Thrombins und Quervernetzung des Fibrins durch Faktor XIIIa
Abbildung 1: Start und Verstärkung der Gerinnung: Der Komplex aus Gewebefaktor und Faktor VIIa erzeugt auf der Membran nur eine Spur Thrombin; erst die Rückkopplung auf die Faktoren V, VIII und XI und auf die Thrombozyten führt zum Thrombinschub, der Fibrinogen spaltet und Faktor XIII aktiviert. Eigene Darstellung

Übung 4.1

Lektion 5

Inneres und äußeres System: eine Einteilung für das Labor

Die klassische Darstellung kennt zwei getrennte Wege. Der äußere Weg beginnt mit dem Gewebefaktor, der innere Weg mit der Kontaktaktivierung von Faktor XII an einer fremden Oberfläche; beide münden in die gemeinsame Endstrecke über Faktor X, Prothrombin und Fibrinogen. Dieses Schema ist historisch aus der Beobachtung entstanden, dass Blut im Reagenzglas auch ohne Gewebe gerinnt, und es hat für das Labor bis heute Bestand.

Als Beschreibung des Vorgangs im Körper ist es überholt. Menschen mit einem angeborenen Mangel an Faktor XII, an Präkallikrein oder an hochmolekularem Kininogen zeigen eine deutlich verlängerte aktivierte partielle Thromboplastinzeit und trotzdem keinerlei Blutungsneigung. Die Kontaktaktivierung spielt für die Blutstillung am verletzten Gefäß also keine Rolle. Bedeutung hat sie dort, wo Blut tatsächlich auf Fremdoberflächen trifft: im Reagenzglas, an Gefäßprothesen, an Kathetern, an Oxygenatoren und Schlauchsystemen der extrakorporalen Verfahren. Umgekehrt beweist der schwere Verlauf der Hämophilie, dass die Faktoren VIII und IX für die Blutstillung unentbehrlich sind, obwohl sie im Schema auf dem angeblich entbehrlichen inneren Ast liegen.

Behalten Sie die Einteilung deshalb als Landkarte der Labortests, nicht als Beschreibung der Wirklichkeit. Die Prothrombinzeit prüft den äußeren Ast und die Endstrecke, die aktivierte partielle Thromboplastinzeit den inneren Ast und die Endstrecke. Welcher Faktor fehlt, lässt sich aus dem Muster beider Tests eingrenzen; wie stark ein Patient blutet, lässt sich daraus nicht ablesen.

Übung 5.1

Lektion 6

Fibrinbildung und Quervernetzung durch Faktor XIII

Fibrinogen ist mit einer Plasmakonzentration von etwa 2 bis 4 Gramm je Liter das mit Abstand häufigste Gerinnungsprotein. Thrombin spaltet von seinen Ketten kurze Peptide ab; dadurch werden Bindungsstellen frei, und die entstandenen Fibrinmonomere lagern sich spontan zu Fasern zusammen. Dieses Netz ist zunächst nur durch nichtkovalente Kräfte zusammengehalten, also löslich und mechanisch wenig belastbar. Es entspricht einem Gerinnsel, das sich unter Scherkräften wieder auflösen kann.

Den letzten Schritt leistet Faktor XIII, den Thrombin zusammen mit Calcium aktiviert. Faktor XIIIa ist eine Transglutaminase: Er knüpft kovalente Brücken zwischen den Seitenketten benachbarter Fibrinfasern und bindet zusätzlich Alpha-2-Antiplasmin in das Netz ein, wodurch das Gerinnsel gegen die Auflösung geschützt wird. Aus dem löslichen wird ein unlösliches, quervernetztes Fibrin. Erst jetzt ist der Verschluss mechanisch stabil. Anschließend ziehen die Thrombozyten über ihr Aktinskelett das Netz zusammen, die sogenannte Retraktion, und pressen Serum aus dem Gerinnsel heraus; der Wundrand wird dadurch angenähert.

Klinisch ist dieser Schritt leicht zu übersehen, denn ein isolierter Faktor-XIII-Mangel verlängert weder die Prothrombinzeit noch die aktivierte partielle Thromboplastinzeit. Beide Tests messen nur die Zeit bis zum ersten Fibringerinnsel und enden genau vor dem Schritt, der die Stabilität herstellt. Typisch sind Nachblutungen Stunden nach zunächst trockenem Situs sowie Wundheilungsstörungen. Der Verdacht wird durch eine gezielte Bestimmung der Faktor-XIII-Aktivität geklärt, nicht durch die Standardgerinnung.

Übung 6.1

Lektion 7

Die Gerinnungstests und ihre Aussagekraft

Die Prothrombinzeit wird gemessen, indem dem citrierten Plasma Calcium und eine große Menge Gewebefaktor zugesetzt werden. Sie prüft Faktor VII sowie die Endstrecke aus Faktor X, Faktor V, Prothrombin und Fibrinogen. Angegeben wird sie als Quotient in Prozent einer Normalprobe, also als Quickwert von etwa 70 bis 130 Prozent, oder als international normalisiertes Verhältnis von 0,8 bis 1,2, das durch Einrechnung der Reagenzempfindlichkeit zwischen Laboren vergleichbar wird. Weil Faktor VII die kürzeste Halbwertszeit hat, reagiert dieser Test als erster auf Leberfunktionsstörung, Vitamin-K-Mangel und Vitamin-K-Antagonisten.

Die aktivierte partielle Thromboplastinzeit verwendet statt Gewebefaktor einen Kontaktaktivator und Phospholipid. Sie prüft die Faktoren XII, XI, IX und VIII sowie dieselbe Endstrecke und liegt normal bei etwa 25 bis 35 Sekunden, abhängig vom Reagenz. Sie ist der Test für die Hämophilien und für die Wirkung von unfraktioniertem Heparin. Das Fibrinogen wird gesondert bestimmt, weil es als einziger Faktor als Konzentration angegeben werden kann und weil es bei Blutung und Verdünnung als erster Faktor unter den kritischen Bereich fällt. Die Thrombozytenzahl schließlich ergänzt die plasmatische Seite um die zelluläre; sie sagt allerdings nichts über die Funktion der Plättchen aus.

Tabelle 2: Die Gerinnungstests und ihre Aussagekraft
TestNormbereichErfasstBlinde Flecken
Prothrombinzeit als Quickwertetwa 70 bis 130 ProzentFaktor VII, X, V, II, FibrinogenFaktor VIII, IX, XI, XIII; Thrombozytenfunktion
Prothrombinzeit als normalisiertes Verhältnis0,8 bis 1,2Steuerung der Vitamin-K-Antagonistenfür direkte orale Antikoagulanzien nicht geeignet
Aktivierte partielle Thromboplastinzeitetwa 25 bis 35 SekundenFaktor XII, XI, IX, VIII, X, V, II, FibrinogenFaktor VII und XIII; Thrombozytenfunktion
Fibrinogen2 bis 4 Gramm je LiterMenge des GerinnselbaustoffsQuervernetzung und Festigkeit des Gerinnsels
Thrombozytenzahl150 bis 400 mal 10 hoch 9 je Literzelluläre Seite, MengeFunktion der Plättchen, Wirkung von Hemmstoffen

Die viskoelastischen Verfahren setzen an einer anderen Stelle an. Sie messen nicht die Zeit bis zum ersten Fibrinfaden in zellfreiem Plasma, sondern die mechanische Festigkeit, die ein Gerinnsel in Vollblut über die Zeit entwickelt und wieder verliert. Ein Stempel oder ein Becher bewegt sich gegen die entstehende Struktur, und die Gegenkraft wird fortlaufend aufgezeichnet. Aus der Kurve lassen sich die Zeit bis zum Gerinnungsbeginn, die Geschwindigkeit des Aufbaus, die maximale Festigkeit und ein vorzeitiger Abfall der Festigkeit ablesen. Durch Zusatz eines Thrombozytenhemmers lässt sich der Beitrag des Fibrinogens von dem der Plättchen trennen. Damit beantworten diese Verfahren am Bett genau die Fragen, die die klassischen Tests offenlassen: ob die Festigkeit für die Fibrinogenmenge zu gering ist, ob die Plättchen beitragen und ob sich das Gerinnsel vorzeitig wieder auflöst.

Übung 7.1

Lektion 8

Funktionelles Modell

Das tragfähigste Denkmodell ist das zellbasierte Modell der Gerinnung. Es ersetzt die zwei parallelen Wege durch drei aufeinanderfolgende Phasen, die jeweils an eine bestimmte Zelloberfläche gebunden sind. In der Initiierung kommt eine gewebefaktortragende Zelle außerhalb der Strombahn mit Plasma in Kontakt. Auf ihrer Membran entsteht der Komplex aus Gewebefaktor und Faktor VIIa, und es wird eine kleine, streng lokal begrenzte Menge Thrombin gebildet. Diese Phase liefert das Signal, nicht das Gerinnsel.

In der Amplifikation wechselt der Schauplatz auf die Thrombozyten, die bereits am Subendothel haften. Das Startthrombin aktiviert sie, kehrt ihre Membranasymmetrie um und lädt die aktivierten Kofaktoren Va und VIIIa sowie Faktor XIa auf der neu entstandenen Oberfläche ab. Am Ende dieser Phase ist die Bühne gerüstet, ohne dass nennenswert Fibrin entstanden wäre. In der Propagation läuft die Maschine schließlich an: Auf der Plättchenmembran bilden Faktor IXa und VIIIa die Tenase, diese erzeugt große Mengen Faktor Xa, und der Prothrombinasekomplex aus Xa und Va setzt den Thrombinschub frei, der Fibrinogen spaltet und Faktor XIII aktiviert.

Der Gewinn dieses Modells ist die Ortsgebundenheit. Gerinnung geschieht dort, wo eine aktivierte Plättchenoberfläche liegt, und nur dort. Daraus folgt unmittelbar, warum die Thrombozytenzahl auch die plasmatische Gerinnung begrenzt, warum ein Mangel an Faktor VIII oder IX trotz normaler Prothrombinzeit schwer blutet, und warum ein Laborwert aus zellfreiem Plasma den entscheidenden Reaktionsort systematisch nicht erfassen kann.

Lektion 9

Klinische Übersetzung

Was verändert die Anästhesie?

  • Hypothermie verlangsamt jede enzymatische Reaktion der Gerinnung und stört zusätzlich die Plättchenfunktion. Das Labor bemerkt davon nichts, weil jede Probe bei 37 Grad Celsius gemessen wird. Eine Kerntemperatur von 34 Grad Celsius erzeugt eine reale Gerinnungsstörung bei normalem Befund.
  • Azidose hemmt die Bildung der Faktorkomplexe auf den Membranen. Zusammen mit Hypothermie und Verdünnung entsteht daraus die bekannte Trias, die eine chirurgisch beherrschbare Blutung in eine diffuse verwandelt.
  • Verdünnung durch kristalloide und kolloidale Lösungen senkt Fibrinogen zuerst, weil sein Ausgangswert relativ am dichtesten an der kritischen Schwelle liegt. Kolloide stören zusätzlich die Fibrinpolymerisation.
  • Citrathaltige Blutprodukte binden ionisiertes Calcium. Bei rascher Transfusion ist die Messung des ionisierten Calciums in der Blutgasanalyse Teil der Gerinnungsführung.
  • Extrakorporale Kreisläufe bieten dem Blut große Fremdoberflächen. Hier wird die Kontaktaktivierung, die im Körper bedeutungslos ist, klinisch relevant und erfordert eine gezielte Antikoagulation mit eigener Überwachung.

Wann wird diese Physiologie klinisch sichtbar?

  • Hämophilie A und B, also der angeborene Mangel an Faktor VIII oder IX: verlängerte aktivierte partielle Thromboplastinzeit bei normaler Prothrombinzeit, Einblutungen in Gelenke und Muskeln, verzögerte Nachblutungen nach Eingriffen.
  • Vitamin-K-Mangel bei Malabsorption, langer parenteraler Ernährung, Antibiotikatherapie oder Cholestase: Abfall der Faktoren II, VII, IX und X, zuerst sichtbar am Quickwert, korrigierbar durch Substitution innerhalb von Stunden.
  • Leberfunktionsstörung: Abfall fast aller Faktoren, jedoch nicht des im Endothel gebildeten Faktors VIII. Weil zugleich die Hemmstoffe fehlen, sagt ein niedriger Quickwert hier wenig über das tatsächliche Blutungsrisiko aus.
  • Isolierter Faktor-XIII-Mangel, angeboren oder bei Verbrauch nach großen Eingriffen: unauffällige Standardgerinnung, aber Nachblutung nach zunächst trockenem Operationsgebiet und gestörte Wundheilung.
  • Verlängerte aktivierte partielle Thromboplastinzeit ohne Blutungsneigung bei Mangel an Faktor XII, Präkallikrein oder hochmolekularem Kininogen sowie bei Lupusantikoagulans, das im Gegenteil mit einem erhöhten Thromboserisiko einhergeht.
  • Verlustkoagulopathie bei Massivblutung: Fibrinogen fällt zuerst unter den kritischen Bereich, während Quickwert und aktivierte partielle Thromboplastinzeit noch lange scheinbar tolerabel bleiben.
Vorsicht

Eine normale Prothrombinzeit und eine normale aktivierte partielle Thromboplastinzeit schließen weder eine Thrombozytenfunktionsstörung noch einen Faktor-XIII-Mangel noch die Wirkung eines direkten oralen Antikoagulans zuverlässig aus. Die strukturierte Blutungsanamnese bleibt das empfindlichste Instrument der präoperativen Einschätzung.

Aktuelle Evidenz

Die klassischen Gerinnungstests sind für die Frage entwickelt worden, welcher Faktor fehlt, nicht für die Frage, ob ein Patient blutet. Sie messen in zellfreiem Plasma, bei 37 Grad Celsius und bis zum ersten Fibrinfaden. Thrombozytenfunktion, Hypothermie, Azidose und die Festigkeit des entstandenen Gerinnsels gehen in das Ergebnis nicht ein. Genau hier setzen die viskoelastischen Verfahren an: Eine Metaanalyse aus sieben Studien mit 1 043 herzchirurgischen Patienten zeigte, dass viskoelastisch gesteuerte Algorithmen den Verbrauch an Blutprodukten um 0,86 Einheiten senken.1 Die europäische Leitlinie zur schweren perioperativen Blutung knüpft die Gabe von Fibrinogenkonzentrat an die Kombination aus klinisch relevanter Blutung und einem Plasmafibrinogen unter 2 Gramm je Liter, also an einen Schwellenwert und nicht an einen Globaltest.2

Umgekehrt kann ein Test auch das Falsche anzeigen. Die aktivierte partielle Thromboplastinzeit und die aktivierte Gerinnungszeit steuern die Heparinwirkung, setzen dafür aber ausreichend Antithrombin voraus. Eine Heparinresistenz wird in der Herzchirurgie je nach Definition bei 4 bis 26 Prozent der Patienten beobachtet; ein Antithrombinmangel wird dabei ab einer Aktivität unter 80 Prozent angenommen.3 Wer in dieser Lage nur die Heparindosis steigert, behandelt den Messwert und nicht die Ursache.

Auch die Thrombozytenzahl, der scheinbar einfachste Wert des Profils, ist mehr als eine Mengenangabe. Auf der Intensivstation gilt eine Thrombozytopenie ab einem Wert unter 150 mal 10 hoch 9 je Liter oder bei einem Abfall um 30 bis 50 Prozent vom Ausgangswert als unabhängiger Prädiktor eines ungünstigen Verlaufs.4 Der relative Abfall ist dabei aussagekräftiger als der Absolutwert, und über die Funktion der verbliebenen Plättchen sagt keiner von beiden etwas aus.

Übung 9.1

Lektion 10

Typische Fehlannahmen

  • Die Gerinnung laufe als Kaskade frei im Plasma ab. Sie läuft auf Membranen ab. Ohne Calcium und ohne negativ geladene Phospholipidoberfläche entsteht kein wirksamer Faktorkomplex.
  • Inneres und äußeres System seien zwei getrennte Wege im Körper. Sie sind die Landkarte der Labortests. Im Gefäß startet die Gerinnung über den Gewebefaktor und wird über die Thrombinschleife verstärkt.
  • Eine verlängerte aktivierte partielle Thromboplastinzeit bedeute Blutungsgefahr. Bei Mangel an Faktor XII fehlt jede Blutungsneigung, und beim Lupusantikoagulans besteht sogar ein erhöhtes Thromboserisiko.
  • Der Quickwert bilde das Blutungsrisiko ab. Er misst die Zeit bis zum ersten Fibrinfaden in zellfreiem Plasma bei 37 Grad Celsius. Thrombozytenfunktion, Hypothermie, Azidose und Gerinnselfestigkeit gehen nicht ein.
  • Fibrinogen sei nur einer von vielen Faktoren. Es ist der Baustoff selbst, liegt in der höchsten Konzentration vor und fällt bei Blutung und Verdünnung dennoch als erster unter den kritischen Bereich.

Lektion 11

Klinischer Fall, Merksätze und Aufgaben

Fall 1: Diffuse Blutung nach Polytrauma

Ein 34-jähriger Patient wird nach einem Verkehrsunfall mit instabilem Becken und stumpfem Bauchtrauma aufgenommen. Bei Ankunft im Schockraum liegt der arterielle Mitteldruck bei 55 mmHg, die Herzfrequenz bei 128 pro Minute, die Kerntemperatur bei 34,4 Grad Celsius. Bis zur Laparotomie erhält er 2 500 ml balancierte Vollelektrolytlösung und sechs Erythrozytenkonzentrate. Intraoperativ blutet es zunehmend diffus aus allen Wundflächen, ohne dass eine chirurgisch fassbare Quelle zu finden ist. Das erste Labor zeigt einen Quickwert von 61 Prozent, eine aktivierte partielle Thromboplastinzeit von 39 Sekunden, ein Fibrinogen von 1,1 Gramm je Liter, eine Thrombozytenzahl von 112 mal 10 hoch 9 je Liter, ein ionisiertes Calcium von 0,78 mmol pro Liter und einen pH-Wert von 7,21.

Fall 1, Frage 1

Fall 1, Frage 2

Fall 1, Frage 3

Merksätze

  • Gerinnung findet auf Membranen statt. Calcium ist die Brücke, Phosphatidylserin der Landeplatz, und ein aktivierter Thrombozyt stellt ihn bereit.
  • Vitamin K betrifft vier Faktoren, nämlich II, VII, IX und X, sowie die Hemmstoffe Protein C und Protein S. Faktor VII fällt zuerst aus, weil seine Halbwertszeit die kürzeste ist.
  • Der Gewebefaktor startet, das Thrombin verstärkt sich selbst. Ohne diese Rückkopplung bleibt es bei einer Spur Thrombin ohne Gerinnsel.
  • Erst Faktor XIII macht aus einem löslichen Netz ein belastbares Gerinnsel, und genau diesen Schritt messen die Standardtests nicht.
  • Die Gerinnungstests messen eine Zeit, nicht eine Festigkeit, und sie messen in Plasma, nicht in Vollblut. Was sie nicht erfassen, müssen Anamnese und viskoelastische Diagnostik beantworten.

Aufgaben

Aufgabe 1: Welche beiden Größen prüfen Sie

Gegeben:
Ein Patient erhält innerhalb von 40 Minuten zwölf Erythrozytenkonzentrate und vier Einheiten Plasma. Die diffuse Blutung im Operationsgebiet nimmt zu, obwohl Quickwert und aktivierte partielle Thromboplastinzeit nur mäßig verändert sind.

Frage:
Welche beiden Größen prüfen Sie zuerst, und warum?

Lösung

Zuerst das ionisierte Calcium und das Fibrinogen. Die Konserven sind mit Citrat antikoaguliert, das ionisiertes Calcium bindet; ohne Calcium können die Vitamin-K-abhängigen Faktoren nicht an die Phospholipidoberfläche binden, und die Komplexbildung unterbleibt. Das Fibrinogen wiederum fällt bei Blutung und Verdünnung als erster Faktor unter den kritischen Bereich, während die Globaltests noch unauffällig erscheinen. Beide Störungen sind gezielt behandelbar, die eine mit Calcium, die andere mit Fibrinogen. Zusätzlich sind Temperatur und Säure-Basen-Status zu prüfen, weil Hypothermie und Azidose die Reaktionen an den Membranen hemmen, ohne dass das Labor dies anzeigt.

Aufgabe 2: Wie gehen Sie vor?

Gegeben:
Bei einer präoperativen Routineuntersuchung fällt eine aktivierte partielle Thromboplastinzeit von 62 Sekunden auf. Der Quickwert ist normal, die Blutungsanamnese vollständig leer, auch nach Zahnextraktionen und einer früheren Operation.

Frage:
Wie gehen Sie vor?

Lösung

Das Muster aus verlängerter aktivierter partieller Thromboplastinzeit bei normaler Prothrombinzeit spricht für eine Störung im Bereich der Faktoren XII, XI, IX oder VIII oder für ein Lupusantikoagulans. Die vollständig leere Blutungsanamnese macht eine relevante Hämophilie sehr unwahrscheinlich und lenkt den Verdacht auf einen Mangel an Faktor XII, an Präkallikrein oder an hochmolekularem Kininogen sowie auf ein Lupusantikoagulans; keine dieser Konstellationen geht mit Blutungsneigung einher, das Lupusantikoagulans sogar mit erhöhtem Thromboserisiko. Sinnvoll ist ein Plasmatauschversuch zur Unterscheidung von Faktormangel und Hemmkörper und anschließend die gezielte Einzelfaktorbestimmung. Der Eingriff muss dafür in aller Regel nicht verschoben werden, die Abklärung sollte aber dokumentiert erfolgen.

Aufgabe 3: Wie begründen Sie Ihre Haltung

Gegeben:
Eine Patientin mit dekompensierter Leberzirrhose hat einen Quickwert von 34 Prozent. Der Chirurg fordert vor der Anlage eines zentralen Venenkatheters die Gabe von Plasma.

Frage:
Wie begründen Sie Ihre Haltung physiologisch?

Lösung

Der niedrige Quickwert bildet bei Leberzirrhose den Ausfall der in der Leber gebildeten Faktoren ab, nicht aber den gleichzeitigen Ausfall der ebenfalls hepatisch gebildeten Hemmstoffe Antithrombin, Protein C und Protein S. Faktor VIII stammt überwiegend aus dem Endothel und ist häufig sogar erhöht. Daraus entsteht ein neues, wenn auch labiles Gleichgewicht, das der Test nicht abbilden kann, weil er nur die Zeit bis zum ersten Fibrinfaden misst. Eine prophylaktische Plasmagabe allein wegen des Zahlenwerts ist deshalb nicht begründet; sie erhöht das Volumen und damit den Pfortaderdruck und kann die Blutungsneigung eher verstärken. Aussagekräftiger sind Fibrinogen, Thrombozytenzahl und ein viskoelastischer Befund.

Aufgabe 4: Woran denken Sie, und wie

Gegeben:
Ein Jugendlicher blutet nach einer Tonsillektomie am Abend des Operationstages nach, obwohl der Situs intraoperativ trocken war. Prothrombinzeit, aktivierte partielle Thromboplastinzeit, Fibrinogen und Thrombozytenzahl liegen im Normbereich.

Frage:
Woran denken Sie, und wie lässt sich der Verdacht sichern?

Lösung

An einen Mangel an Faktor XIII. Beide Globaltests enden mit der Bildung des ersten, noch löslichen Fibringerinnsels und erfassen die anschließende kovalente Quervernetzung nicht. Fehlt Faktor XIII, entsteht ein Gerinnsel, das mechanisch instabil ist und außerdem der Fibrinolyse weniger widersteht, weil Alpha-2-Antiplasmin nicht in das Netz eingebaut wird. Typisch sind genau solche verzögerten Nachblutungen und gestörte Wundheilung. Der Verdacht wird durch die gezielte Bestimmung der Faktor-XIII-Aktivität gesichert, nicht durch eine Wiederholung der Standardgerinnung.

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Abschlussquiz, etwa 8 Minuten

Abschlussquiz

Acht Fragen. Bestanden ab 80 %.

Zum Nachschlagen

Begriffe und Literatur

BegriffBedeutung
ZymogenInaktive Vorstufe eines Gerinnungsfaktors, die erst durch begrenzte proteolytische Spaltung wirksam wird.
GammacarboxyglutamatDurch Vitamin K entstandener Rest der Faktoren II, VII, IX und X, der Calcium bindet und den Faktor an der Membran verankert.
GewebefaktorMembranprotein gefäßwandständiger Zellen außerhalb der Strombahn; startet die Gerinnung gemeinsam mit Faktor VIIa.
ProthrombinasekomplexVerbund aus Faktor Xa, Faktor Va, Calcium und Phospholipidoberfläche, der Prothrombin zu Thrombin spaltet.
ThrombinschubLawinenartige Thrombinbildung durch Rückkopplung des Startthrombins auf die Faktoren V, VIII und XI sowie auf die Thrombozyten.
Faktor XIIIaTransglutaminase, die die Fibrinfasern kovalent vernetzt und Alpha-2-Antiplasmin in das Gerinnsel einbaut.
ProthrombinzeitTest mit Gewebefaktor und Calcium; prüft Faktor VII und die Endstrecke, angegeben als Quickwert oder als normalisiertes Verhältnis.
Viskoelastische VerfahrenMessung der Gerinnselfestigkeit in Vollblut über die Zeit; erfassen Aufbau, maximale Festigkeit und vorzeitige Auflösung.

Literatur

  1. Khallikane S, Didi M, Kbiri H et al. Thromboelastography or thromboelastometry to guide haemostatic management versus usual care in adults undergoing cardiac surgery: a systematic review and meta-analysis. F1000Research. 2025;14:731. doi:10.12688/f1000research.167167.1
  2. Kietaibl S, Ahmed A, Afshari A et al. Management of severe peri-operative bleeding: guidelines from the European Society of Anaesthesiology and Intensive Care, second update 2022. Eur J Anaesthesiol. 2023;40(4):226-304. doi:10.1097/EJA.0000000000001803
  3. Butt SP, Kakar V, Kumar A et al. Heparin resistance management during cardiac surgery: a literature review and future directions. J Extra Corpor Technol. 2024;56(3):136-144. doi:10.1051/ject/2024015
  4. Pène F, Russell L, Aubron C. Thrombocytopenia in the intensive care unit: diagnosis and management. Ann Intensive Care. 2025;15(1):44. doi:10.1186/s13613-025-01447-x

Standardwerke

  • Silbernagl S, Despopoulos A, Draguhn A. Taschenatlas Physiologie. 9. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2018. Grundlagen und Zellphysiologie.
  • Pape HC, Kurtz A, Silbernagl S (Hrsg.). Physiologie. 9. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2019.
  • Boron WF, Boulpaep EL. Medical Physiology. 3. Auflage. Philadelphia: Elsevier; 2017.
  • Rassow J, Hauser K, Netzker R, Deutzmann R. Duale Reihe Biochemie. 5. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2022.
  • Gropper MA, Cohen NH, Eriksson LI et al. (Hrsg.). Miller’s Anesthesia. 9. Auflage. Philadelphia: Elsevier; 2020.

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