Masterclass · Clinical Mystery · Fall 22
Nachbesprechung
Nach dem Fall folgen Hintergrund, Aufgaben, Abschlussquiz und Literatur in der Seitenleiste.
Masterclass · Clinical Mystery · Fall 22
Warum der Fall lehrreich ist
Eine Phäochromozytom-Krise bei einem vor zwei Jahren als Zufallsbefund beschriebenen, nie abgeklärten Tumor der linken Nebenniere, ausgelöst durch Dexamethason und Metoclopramid, kompliziert durch eine Katecholaminkardiomyopathie mit Takotsubo-Muster, in der jeder Betablocker vor etablierter Alphablockade den Verlauf verschlechtert.
- Erklären, warum ein Betablocker bei Katecholaminexzess ohne vorherige Alphablockade die Nachlast steigert, und eine hypertensive Krise mit Tachykardie deshalb nicht reflexhaft mit Metoprolol behandeln.
- Hinweise auf einen Katecholaminexzess aktiv sammeln: Anfallsanamnese, Blässe statt Rötung, spontane Druckwellen, Hyperglykämie, Hypokaliämie, Hämokonzentration, Auslöser und alte Befunde.
- Auslösende Medikamente kennen, gezielt nach neuen Medikamenten fragen und das Kontrastmittel der CT richtig einordnen.
- Die Krise mit Alphablockade, Magnesium und Volumen unter laufender Blockade behandeln und begründen, warum sie kein chirurgischer Notfall ist.
- Die Katecholaminkardiomyopathie mit Takotsubo-Muster erkennen, ohne weitere Katecholamine behandeln und mechanische Kreislaufunterstützung als Brücke einordnen.
- Vorbereitung, Zielwerte und Nachsorge bis zur elektiven Adrenalektomie planen, einschließlich Hypotonie und Hypoglykämie nach Tumorentfernung.
Um 21:18 Uhr sitzt ein Mann in der fünften Lebensdekade im Schockraum, blass, schweißnass, zitternd, mit 236/128 mmHg und einer Frequenz von 128/min. Der Kollege der Notaufnahme hält eine Spritze hoch: „Metoprolol, fünf Milligramm, schon aufgezogen. Frequenz und Druck runter, oder?“ Der Vorschlag klingt nach Physiologie und ist bei einem hypertensiven Notfall mit Tachykardie sogar oft richtig. Hier ist er der schwerste Fehler des Falles, denn er nimmt einem katecholaminüberfluteten Kreislauf die einzige Gegenregulation und lässt die Alpha-Wirkung ungehemmt.
Jeder Hinweis auf die Ursache hat eine harmlose Erklärung. Die Anfälle seit einem Jahr heißen beim Hausarzt „Panikattacken“, der Zucker ist „leicht erhöht“, das Kalium kommt vom Thiazid, das Troponin vom Stress, die Raumforderung der Nebenniere war ein Inzidentalom. Die beiden Auslöser stehen in keiner Übergabe: Dexamethason 8 mg i.m. um 08:30 Uhr beim Hausarzt gegen Rückenschmerzen und Metoclopramid-Tropfen um 20:10 Uhr aus dem Vorrat der Ehefrau. Wer in den ersten zehn Minuten Haut, Anfallsanamnese und neue Medikamente erfragt, hat die Diagnose vor der Entscheidung über den Betablocker.
Der Fall endet nicht mit der Diagnose. Unter Alphablockade fällt der Druck, weil das Gefäßbett leer ist; in der Nacht folgt die Katecholaminkardiomyopathie mit Lungenödem, und die Takotsubo-Standardtherapie, die die Kardiologin am Morgen vorschlägt, enthält denselben Betablocker. Die Chirurgin bietet eine Operation am nächsten Tag an. Der Fall trainiert, bei jeder dieser Stationen dieselbe Physiologie anzuwenden.
Masterclass · Clinical Mystery · Fall 22
Hintergrund
Pathophysiologie: Rezeptoren und der Fehler mit dem Betablocker
Ein Phäochromozytom setzt Noradrenalin und Adrenalin frei, oft in Schüben. Über α1-Rezeptoren kontrahieren sie die Gefäße: Die Nachlast steigt, die Haut wird blass und kalt, und das Gefäßbett schrumpft, sodass eine Volumenkontraktion mit Hämokonzentration entsteht. Die Leitlinie der Endocrine Society begründet damit, warum die Vorbereitung auf die Operation salzreiche Kost und Flüssigkeit einschließt. Über β1-Rezeptoren steigen Frequenz und Kontraktilität, über β2-Rezeptoren erweitern sich Gefäße, und es entstehen die metabolischen Zeichen: Hyperglykämie, Hypokaliämie und Laktat. Im Fall liegen die Glukose bei 248 mg/dl, das Kalium bei 3,3 mmol/l, das Hämoglobin bei 17,1 g/dl mit einem Hämatokrit von 51 % und das Laktat bei 3,4 mmol/l, ohne Schock und ohne bekannten Diabetes.
Ein Betablocker ohne vorherige Alphablockade nimmt die β2-vermittelte Gefäßerweiterung und die kardiale Kompensation weg; die α-Wirkung bleibt ungehemmt, Nachlast und Wandspannung steigen. Das Konsenspapier der European Society of Hypertension erlaubt Betablocker deshalb nur bei bereits bestehender Alphablockade. Die Evidenz dafür ist ehrlich betrachtet dünn: In einer Fallserie von Sibal und Mitarbeitern wurden fünf Patienten nach Beginn einer Betablockertherapie bei unerkanntem Tumor intensivpflichtig, bei vier verschlechterte der Betablocker die Hämodynamik, und nur einer der fünf war bei Aufnahme hyperton. Die Übersicht zu Nebenwirkungen führt Betablocker unter den Hochrisikoklassen. Eine kontrollierte Studie oder eine belastbare Inzidenz gibt es nicht; die Regel beruht auf Pharmakologie, Fallserien und Konsens, und sie ist trotzdem eindeutig.
Die Katecholamine schädigen auch das Myokard. In einer Kohorte von 140 konsekutiven Patienten mit Phäochromozytom oder funktionellem Paragangliom hatten 15 (11 %) eine akute Katecholaminkardiomyopathie, 12 davon ein Lungenödem, 10 einen kardiogenen Schock; sechs zeigten ein Takotsubo-artiges Muster, die Koronarien waren stets unauffällig, und die mediane LVEF stieg bis zur Operation von 30 auf 71 %. In 200 publizierten Krisen war das Herz in 99,0 % beteiligt, die Lunge in 44,0 %, die Niere in 21,5 %, und die Mortalität lag bei 13,8 %.
Für die Praxis heißt das: Bei Hypertonie mit Tachykardie, Blässe und Schweiß ist der Betablocker nicht die erste Wahl, solange ein Katecholaminexzess möglich ist. Die Frequenz ist Folge und Kompensation, nicht das Ziel; gesenkt wird zuerst die Nachlast über eine Alphablockade.
Erkennen: Hinweise sammeln und Differenzialdiagnosen trennen
Die Krise wird in Typ A, hämodynamische Instabilität mit Endorganschaden, und Typ B, anhaltende Hypotonie, Schock und Multiorganversagen, eingeteilt. Der Patient kommt mit Typ A und kann im Verlauf in Typ B übergehen. Kopfschmerz war in den 200 publizierten Krisen das häufigste Symptom (39,5 %), Übelkeit und Erbrechen waren mit höherer Mortalität verbunden. Beides berichtet der Patient seit dem Abend.
Die Hinweise liegen in drei Quellen. Erstens die Anamnese: Seit einem Jahr Anfälle mit Herzrasen, hämmerndem Kopf, Schweiß und Zittern, die nach zwanzig Minuten vorbei sind; die Ehefrau ergänzt, er sei dabei „kreidebleich, richtig grau, nicht rot“. Dazu eine Hypertonie seit drei Jahren, mit drei Wirkstoffen nicht einstellbar, ein neu erhöhter Zucker und fünf Kilo Gewichtsverlust. Zweitens der Verlauf im Schockraum: Nach etwa 18 Minuten steigt der Druck ohne Zutun auf etwa 290 mmHg, mit Extrasystolen, und fällt von selbst zurück: „Genau so fängt es immer an. Nur schlimmer.“ Bei tiefer Palpation der linken Flanke steigt er ebenfalls. Drittens die alten Befunde: Im Kliniksystem liegt ein Brief der Notaufnahme von vor zwei Jahren mit einer 4,1 cm großen Nebennierenraumforderung links, nativ 34 HE, nie abgeklärt; jetzt misst sie 5,4 cm und kontrastiert inhomogen kräftig. In einer deutschen Multicenterauswertung wurde jede neunte Person mit Phäochromozytom (11 % von 135) wegen eines unerkannten Tumors intensivpflichtig, am häufigsten wegen Takotsubo-Kardiomyopathie; bei lebensbedrohlichen Ereignissen waren die Tumoren größer (7,0 gegenüber 4,5 cm).
| Erklärung | Was dafür spricht | Was nicht passt |
|---|---|---|
| Hypertensiver Notfall bei essenzieller Hypertonie | bekannte Hypertonie mit drei Wirkstoffen, Ansprechen auf Urapidil | Tachykardie bleibt trotz Senkung, Blässe, spontane Wellen, Glukose, Kalium, Hämatokrit |
| Akutes Koronarsyndrom | Brustenge, ST-Senkungen, steigendes Troponin | glatte Koronarien, Druckwellen; vor Antikoagulation Aortensyndrom ausschließen |
| Akutes Aortensyndrom | Brust- und Flankenschmerz, Druck über 230 mmHg | CT-Angiographie ohne Dissektion und ohne intramurales Hämatom |
| Thyreotoxische Krise | Tremor, Schweiß, 37,9 °C, Gewichtsverlust | kalte, blasse Haut, keine Struma, TSH und fT4 normal |
| Sympathomimetika | adrenerges Bild, Angst | Screening negativ, Pupillen mittelweit, Anfälle seit einem Jahr |
| Panikstörung | Hausarztdiagnose, Besserung der Angst nach Midazolam | Druck über 200 mmHg unter Sedierung, Hyperglykämie, Troponin, Raumforderung |
| Primärer Hyperaldosteronismus | Hypokaliämie, Nebennierenraumforderung | erklärt weder Anfälle noch Tachykardie noch Hyperglykämie |
Die Brustenge verlangt Sorgfalt in beide Richtungen. Ein Troponin über der 99. Perzentile mit Anstieg zeigt einen akuten Myokardschaden, nicht seine Ursache; die ESC-Leitlinie nennt Takotsubo unter den Ursachen einer Troponinerhöhung ohne Typ-1-Infarkt. Beim Takotsubo-Syndrom ist das Troponin meist nur mäßig, das BNP oft deutlich erhöht, und das Phäochromozytom ist ausdrücklich als Auslöser genannt. Vor ASS und Heparin muss bei Brust- und Flankenschmerz mit Hypertonie ein Aortensyndrom ausgeschlossen sein; Fehldiagnosen mit unangemessener antithrombotischer Behandlung sind beschrieben.
Die biochemische Diagnose kommt später. Freie Plasmametanephrine hatten in der multizentrischen Studie von Lenders eine Sensitivität von 99 % und eine Spezifität von 89 %, fraktionierte Urinmetanephrine 97 % und 69 %. Die Probe kostet im Schockraum keine Zeit, aber die Behandlung wartet nicht auf das Ergebnis, das am nächsten Vormittag kommt; ein Sammelurin ist im Notfall unpraktisch.
Für die Praxis heißt das: Fragen Sie in den ersten Minuten nach früheren Anfällen und nach allen Medikamenten des Tages, sehen Sie die Haut an, messen Sie Glukose und Kalium und suchen Sie alte Bildgebung. Ein Druck, der ohne Behandlung um 50 mmHg springt und von selbst zurückfällt, ist keine essenzielle Hypertonie.
Auslöser: Medikamente, Kontrastmittel und Manipulation
Die Übersicht von Eisenhofer und Mitarbeitern nennt als Hochrisikoklassen bei unerkanntem Phäochromozytom Dopamin-D2-Antagonisten wie Metoclopramid, Betablocker, MAO-Hemmer, Sympathomimetika wie Ephedrin, Corticotropin, Glukagon und Glukokortikoide. Für Glukokortikoide beschreibt eine Literaturübersicht 25 Fallberichte katecholaminerger Krisen, darunter drei nach hoch dosiertem Dexamethason-Hemmtest, eine davon tödlich, und keine nach dem 1-mg-Test. Im Fall wirken Dexamethason 8 mg am Morgen und Metoclopramid am Abend zusammen; nach dem Metoclopramid ging es laut Patient „erst richtig los“. Ob eine einzelne Dosis Dexamethason 8 mg allein ausreicht, lässt sich aus Fallberichten nicht quantifizieren.
Im Verlauf kehren dieselben Auslöser zurück, und daran scheitern viele Wege: Metoclopramid oder Ondansetron gegen die Übelkeit im Schockraum, Hydrocortison für eine vermutete Thyreotoxikose zusammen mit Propranolol, Metoprolol als Takotsubo-Standard, ein Vertretungsarzt, der Tage später wieder Metoclopramid spritzt. Ondansetron ist kein D2-Antagonist und deshalb das weniger problematische Antiemetikum; eine Zahl dazu enthalten die geprüften Quellen nicht.
Das Kontrastmittel der CT-Angiographie gehört nicht zu den relevanten Auslösern. In einer prospektiven Studie an 22 Patienten mit Phäochromozytom und 8 Kontrollen unterschieden sich die Katecholamine vor und nach niedrigosmolarem Kontrastmittel nicht; die Autoren halten die kontrastverstärkte CT auch ohne Blockade für sicher. Die Studie ist klein und hat keine Placebogruppe, aber sie beseitigt ein häufiges Argument, die Bildgebung zu verschieben. Mechanische Reize wie die Palpation der Flanke, die Einführung der Schleuse im Katheterlabor oder die Präparation des Tumors lösen Druckspitzen aus; die Quellendatenbank enthält dazu keine Zahl.
Für die Praxis heißt das: Fragen Sie gezielt nach Spritzen und Tropfen der letzten Tage, meiden Sie bei Verdacht Metoclopramid, Glukokortikoide, Betablocker und Sympathomimetika, und verschieben Sie die notwendige CT nicht wegen des Kontrastmittels.
Akuttherapie der Krise: Alphablockade, Volumen, keine Notfalloperation
Die erste Maßnahme ist die Alphablockade. Urapidil blockiert periphere α1-Rezeptoren und senkt den Druck, ohne die Frequenz zu bremsen; die Fachinformation nennt 10 bis 50 mg langsam intravenös, wiederholbar, und als Erhaltungsdosis im Mittel 9 mg/h (Herstellerangabe); im Fall werden 25 mg gegeben und danach 9 mg/h als Perfusor. Eine eigene Studie zu Urapidil in der Phäochromozytom-Krise enthält die Quellendatenbank nicht; es folgt dem Grundsatz „Alphablockade vor Betablockade“. Die Übersicht zur Krise verbindet die Alphablockade mit besserem Überleben. Ergänzend beschreibt die perioperative Übersicht von Fagundes Nitroprussid, Phentolamin und Magnesiumsulfat für hypertensive Krisen, Magnesium mit 40 bis 60 mg/kg als Bolus vor der Intubation, dann 2 g/h; Phentolamin wirkt etwa eine Stunde. Phentolamin ist in Deutschland nicht als Fertigarzneimittel im Handel. In einer Fallserie gelang in drei Krisen die Kreislaufkontrolle mit Magnesium als alleinigem Mittel nach Versagen konventioneller Therapie.
| Maßnahme | Dosis oder Ziel | Quelle |
|---|---|---|
| Urapidil | 10 bis 50 mg langsam i.v. (im Fall 25 mg), wiederholbar; Erhaltung im Mittel 9 mg/h nach arterieller Kurve | Herstellerangabe, Falldatei |
| Magnesiumsulfat | 40 bis 60 mg/kg als Bolus (im Fall 4 g), dann 2 g/h | |
| Nitroprussid | Perfusor nach arterieller Kurve, kein Bolus | |
| Betablocker | erst bei etablierter Alphablockade, Zielfrequenz 60 bis 70/min im Sitzen | |
| Volumen | unter laufender Blockade, im Fall 1000 ml Vollelektrolytlösung | |
| Orale Alphablockade | mindestens 7 bis 14 Tage in steigender Dosis | |
| Zielblutdruck präoperativ | im Sitzen unter 130/80 mmHg, im Stehen systolisch über 90 mmHg | |
| Kochsalzlösung präoperativ | 1 bis 2 l in den letzten 24 h |
Unter der Blockade fällt der Druck im Fall innerhalb von zwanzig Minuten auf 86/48 mmHg, die Frequenz steigt auf 134/min, die untere Hohlvene ist fast leer. Das ist die Volumenkontraktion, die die Blockade sichtbar macht. Die Antwort ist Volumen, im Fall 1000 ml Vollelektrolytlösung, Urapidil reduzieren und nicht stoppen, bei Bedarf wenig Noradrenalin. Wer die Blockade stoppt, sieht nach zwanzig Minuten 248/136 mmHg mit Salven und schaumigem Husten; wer Adrenalin gibt, behandelt einen Katecholaminexzess mit einem Katecholamin.
Ohne jede Drucksenkung droht nach etwa einer Stunde die intrazerebrale Blutung. Mit der Diagnose kommt aber die Versuchung, den Tumor sofort zu entfernen. Die Krise ist kein chirurgischer Notfall: In der Kohorte von Scholten hatten 25 von 137 Patienten (18 %) eine Krise, niemand wurde notfallmäßig operiert, und elektiv Operierte hatten weniger Komplikationen (7 % gegenüber 50 %); in der Literaturauswertung starben 18 % nach Notfalloperation (6 von 33), niemand nach Stabilisierung und elektiver Operation (0 von 64). Im Fall endet die nächtliche Notfalladrenalektomie mit Spitzen über 300 mmHg, einem Druck „ins Bodenlose“ nach dem Venenverschluss, Blutung und hohem Noradrenalinbedarf.
Muss intubiert werden, gilt die Vorbereitung der Leitlinie zur Intubation kritisch Kranker mit Rückfallebenen, Präoxygenierung über mindestens 3 bis 4 Minuten und kapnographische Lagekontrolle. Die Laryngoskopie ist ein starker Reiz und kann eine neue Druckspitze mit Salven auslösen; Magnesium vor der Intubation dämpft sie. Umgekehrt kollabiert der volumenkontrahierte Kreislauf nach Propofol in voller Dosis. Im RSI-Trial bei kritisch Kranken trat ein kardiovaskulärer Kollaps unter Ketamin häufiger auf als unter Etomidat (22,1 % gegenüber 17,0 %); Ketamin wirkt zudem sympathomimetisch. Der Fall bewertet Etomidat 0,3 mg/kg (25 mg) als gute, titriertes Propofol (50 mg) als vertretbare Wahl, jeweils mit Opioid oder Magnesium gegen die Laryngoskopiespitze; Ketamin und Propofol 2 mg/kg führen in die Krise. Eine Studie, die diese Wahl für das Phäochromozytom belegt, enthalten die geprüften Quellen nicht.
Für die Praxis heißt das: Urapidil als Perfusor nach arterieller Kurve, ergänzend Magnesium, Volumen unter laufender Blockade, kein Betablocker vor etablierter Alphablockade, keine Notfalloperation, und bei der Intubation beide Gefahren im Blick: die Spitze bei der Laryngoskopie und den Kollaps nach dem Hypnotikum.
Katecholaminkardiomyopathie, Takotsubo und mechanische Unterstützung
In der Nacht sinkt die Sättigung auf 88 %, der Patient rasselt, die Herzspitze bewegt sich nicht mehr, die LVEF liegt bei etwa 30 %, das Troponin bei 1180 ng/l, das NT-proBNP steigt von 1240 auf 9800 pg/ml. Die Kardiologin am Telefon empfiehlt Dobutamin. Das ist bei einem katecholamingeschädigten Myokard der falsche Reflex: Weitere Katecholamine treiben die Schädigung und die Rhythmusstörungen, im Fall bis ins Kammerflimmern. Die richtige Antwort sind NIV mit PEEP, Urapidil niedrig weiter, Laktat und Echo engmaschig und die frühe Vorwarnung eines ECMO-Zentrums.
Verläufe ohne dominierenden Brustschmerz, mit Dyspnoe und Rasselgeräuschen hatten in einer Auswertung von 172 phäochromozytominduzierten Takotsubo-Syndromen häufiger Komplikationen in der Klinik (70,9 % gegenüber 30,2 %). Wird der Schock refraktär, ist mechanische Kreislaufunterstützung die Brücke: In 45 publizierten Fällen mit kardiogenem Schock bei Multisystemkrise, 20 % mit Herzstillstand bei Aufnahme und einer medianen LVEF von 20 %, lag die Krankenhausüberlebensrate unter temporärer Unterstützung, meist VA-ECMO über median vier Tage, bei 93,5 %, und alle Überlebenden erholten die LVEF vollständig. Die Übersicht zur Krise empfiehlt mechanische Unterstützung bei anhaltender Hypotonie. Publikationsbias ist bei solchen Fallsammlungen wahrscheinlich; die Zahl beschreibt, was publiziert wurde, nicht jeden Verlauf.
Vorsicht: Glatte Koronarien mit apikaler Akinesie sind kein Freibrief für die Takotsubo-Standardtherapie. Die Frage ist, was das Takotsubo ausgelöst hat. Beim Phäochromozytom kommt der Betablocker erst nach etablierter Alphablockade, auch wenn er „fürs Herz“ gedacht ist.
Die Erholung ist die Regel: In der Kohorte von Giavarini stieg die LVEF bis zur Operation von median 30 auf 71 %. Im Fall liegt sie am zweiten Tag bei etwa 35 %, am dritten bei 48 %, im günstigen Verlauf nach sechs Wochen im Normbereich.
Für die Praxis heißt das: Behandeln Sie das Lungenödem bei Katecholaminexzess mit Nachlastsenkung und PEEP, nicht mit Dobutamin und Adrenalin, und denken Sie beim refraktären Schock früh an eine VA-ECMO als Brücke bis zur Erholung des Ventrikels.
Vorbereitung, Operation und Nachsorge
Das Konsenspapier der European Society of Hypertension verlangt vor der Operation eine Alphablockade über mindestens 7 bis 14 Tage in steigender Dosis mit einem Zielblutdruck im Sitzen unter 130/80 mmHg, im Stehen systolisch über 90 mmHg, und einer Zielfrequenz von 60 bis 70/min im Sitzen und 70 bis 80/min im Stehen; Betablocker kommen erst bei bestehender Alphablockade dazu, und 1 bis 2 l Kochsalzlösung in den letzten 24 Stunden sind verbreitete Praxis. Phenoxybenzamin und Doxazosin unterschieden sich im randomisierten Vergleich PRESCRIPT mit 134 Patienten nicht in der Zeit außerhalb des Blutdruckzielbereichs (11,1 % gegenüber 12,2 %). Im Fall läuft Doxazosin in steigender Dosis, am dritten Tag liegt der Druck im Stehen bei 108/70 mmHg, die Operation im Zentrum ist in zwölf Tagen geplant.
Die Routine-Alphablockade ist allerdings umstritten. In einer Beobachtungsserie unterschieden sich die maximalen intraoperativen Drücke mit und ohne Blockade kaum (178 gegenüber 185 mmHg), und in einer internationalen Auswertung von 1860 Patienten aus 21 Zentren traten kardiovaskuläre Komplikationen ohne Blockade nicht häufiger auf (0,9 % gegenüber 5,9 %), bei einer Gesamtmortalität von 0,5 %. Diese Daten betreffen stabile elektive Patienten in erfahrenen Zentren. Sie gelten nicht für die Tage nach einer Krise mit Kardiomyopathie, in denen eine Operation am nächsten Tag ohne Vorbereitung den Weg zur Notfalloperation abkürzt.
Nach dem Verschluss der Nebennierenvene fällt der Katecholaminantrieb weg. Der Druck sinkt, die Blockade wirkt ohne Gegenspieler nach; beschrieben sind Volumen und Vasokonstriktoren. Zugleich kann der Blutzucker fallen, im Fall auf 52 mg/dl und ohne stündliche Kontrollen auf 38 mg/dl. Diese Hypoglykämie ist physiologisch plausibel, die Quellendatenbank enthält dazu keine Häufigkeit. Doxazosin wird nach der Operation abgesetzt.
Die Nachsorge beginnt mit einer Warnliste in Brief und Notfallausweis: keine Betablocker vor der Alphablockade, kein Metoclopramid, keine Glukokortikoide ohne Rücksprache, keine Sympathomimetika, dazu Zielwerte und Operationstermin. Ohne diese Liste kommt der Patient im Fall nach einigen Tagen zurück, weil ein Vertretungsarzt Metoclopramid gespritzt hat. Nach der Operation werden die Metanephrine kontrolliert; im günstigen Verlauf sind sie nach sechs Wochen normal. Auf die Frage nach den Panikattacken gibt es eine ehrliche Antwort: Sie waren Anfälle des Tumors. Anchoring und vorzeitiger Abschluss gehören zu den häufigsten kognitiven Fehlern in simulierten Notfällen, und hier hat ein Etikett ein Jahr lang die Diagnose verdeckt.
Für die Praxis heißt das: Planen Sie nach der Krise die orale Alphablockade über mindestens 7 bis 14 Tage mit klaren Zielwerten, schreiben Sie die Auslöser als Warnliste in Brief und Ausweis, und rechnen Sie nach der Tumorentfernung mit Hypotonie und Hypoglykämie.
Masterclass · Clinical Mystery · Fall 22
Die Wendungen im Fall
Erste Wendung, die aufgezogene Spritze. Metoprolol liegt bereit, der Vorschlag klingt logisch. Er verdeckt, dass die Tachykardie hier Folge und Kompensation ist. Zu erkennen war das an Blässe, Schweiß, Tremor und an einer Frequenz, die unter Urapidil trotz fallenden Drucks hoch bleibt. Wer den Betablocker gibt, sieht die Frequenz um gut zehn Schläge sinken und den Druck weiter steigen, bis zum Lungenödem.
Zweite Wendung, die spontane Welle. Nach etwa 18 Minuten steigt der Druck ohne Zutun auf etwa 290 mmHg und fällt von selbst: „Genau so fängt es immer an.“ Bis dahin hatte das Ansprechen auf Urapidil eine essenzielle Hypertonie nahegelegt. Zu erkennen war die Welle als Katecholaminschub an ihrem Verlauf und am Satz des Patienten.
Dritte Wendung, die Raumforderung. Die CT-Angiographie zeigt keine Dissektion, aber eine 5,4 cm große Raumforderung der linken Nebenniere. Sie lädt zu zwei falschen Deutungen ein: Inzidentalom oder Hyperaldosteronismus wegen der Hypokaliämie. Zu erkennen war die richtige Deutung daran, dass nur ein Katecholaminexzess Anfälle, Tachykardie, Glukose, Kalium und Hämatokrit zugleich erklärt, und am Wachstum von 4,1 auf 5,4 cm.
Vierte Wendung, der Druck fällt. Unter Urapidil fällt der Druck auf 86/48 mmHg, und die Pflegekraft will die Blockade stoppen und Noradrenalin aufziehen. Verdeckt hat die Volumenkontraktion ein hoher Druck; zu erkennen war sie an der leeren Hohlvene und am Hämatokrit.
Fünfte Wendung, das Takotsubo. In der Nacht folgen Lungenödem und apikale Akinesie bei glatten Koronarien. Dobutamin am Abend und Bisoprolol am Morgen sind die Standardantworten, die hier schaden. Zu erkennen war die Falle an der Frage, was das Takotsubo ausgelöst hat.
Masterclass · Clinical Mystery · Fall 22
Typische Fehlannahmen
- „Hoher Druck und hohe Frequenz: Der Betablocker senkt beides.“ Bei Katecholaminexzess bleibt die α-Wirkung ungehemmt, und der Druck steigt.
- „Panikattacken sind psychisch.“ Anfälle mit Kopfschmerz, Herzrasen und Schweiß plus resistente Hypertonie verlangen freie Plasmametanephrine.
- „Das Kontrastmittel löst die Krise aus.“ In der prospektiven Studie setzte es keine relevanten Katecholamine frei.
- „Fällt der Druck unter dem Alphablocker, muss der Alphablocker weg.“ Die Hypotonie ist ein Volumenproblem.
- „Der Tumor muss heute Nacht raus.“ Nach Notfalloperation starben 18 %, nach Stabilisierung niemand.
- „Kardiogener Schock braucht Dobutamin.“ Nicht bei Katecholaminkardiomyopathie; die Brücke ist mechanisch.
Masterclass · Clinical Mystery · Fall 22
Merksätze
- Hypertonie mit Tachykardie, Blässe und Schweiß ist kein Fall für den ersten Betablocker; zuerst an Katecholaminexzess denken.
- Betablocker beim Phäochromozytom erst nach etablierter Alphablockade; die Regel beruht auf Fallserien und Konsens, und sie gilt auch für die Takotsubo-Standardtherapie.
- Metoclopramid, Glukokortikoide und Betablocker können eine Krise auslösen; fragen Sie gezielt nach neuen Medikamenten. Das Kontrastmittel ist kein relevanter Auslöser.
- Fällt der Druck unter Alphablockade, Volumen geben und die Blockade halten; im kardiogenen Schock keine weiteren Katecholamine, sondern mechanische Unterstützung als Brücke.
- Die Krise ist kein chirurgischer Notfall: stabilisieren, 7 bis 14 Tage alphablockieren, elektiv operieren und danach mit Hypotonie und Hypoglykämie rechnen.
Masterclass · Clinical Mystery · Fall 22
Aufgaben
Aufgabe 1
Im Schockraum: 236/128 mmHg, Frequenz 128/min, blass und schweißnass, Glukose 248 mg/dl, Kalium 3,3 mmol/l, Hämoglobin 17,1 g/dl. Der Kollege will Metoprolol 5 mg geben. Welche drei Fragen stellen Sie in den nächsten Minuten, und wie behandeln Sie den Druck?
Erstens nach früheren Anfällen: Anfälle mit Kopfschmerz, Herzrasen und Schweiß plus eine Hypertonie mit drei Wirkstoffen sind die klassische Konstellation. Zweitens nach neuen Medikamenten des Tages: Dexamethason und Metoclopramid gehören zu den Hochrisikoklassen. Drittens nach alten Befunden im Kliniksystem, hier die Nebennierenraumforderung von vor zwei Jahren. Den Druck senken Sie mit Urapidil, 25 mg langsam, dann als Perfusor im Mittel 9 mg/h (Herstellerangabe: 10 bis 50 mg langsam, Erhaltung im Mittel 9 mg/h), arterielle Messung anlegen. Kein Metoprolol, solange ein Katecholaminexzess möglich ist.
Aufgabe 2
Auf der Intensivstation fällt der Druck unter Urapidil innerhalb von zwanzig Minuten auf 86/48 mmHg, die Frequenz steigt auf 134/min, die untere Hohlvene ist fast leer. Der Patient wiegt 84 kg. Was tun Sie, und wie dosieren Sie ergänzend Magnesium nach der Übersicht von Fagundes?
Die Blockade macht die Volumenkontraktion sichtbar. Volumen, 1000 ml Vollelektrolytlösung, Urapidil reduzieren, nicht stoppen, bei Bedarf wenig Noradrenalin; kein Adrenalin. Magnesium 40 bis 60 mg/kg als Bolus, dann 2 g/h: bei 84 kg also 3,4 bis 5,0 g, im Fall 4 g. Wer die Blockade stoppt, riskiert den Rebound mit 248/136 mmHg und Lungenödem.
Aufgabe 3
In der Nacht: SpO₂ 88 %, feuchte Rasselgeräusche, apikale Akinesie mit LVEF um 30 %, Troponin 1180 ng/l. Die Kardiologin schlägt Dobutamin vor, am Morgen Bisoprolol „fürs Herz“. Wie entscheiden Sie, und welche Daten stützen Ihre Eskalation?
NIV mit PEEP, Urapidil niedrig weiter, keine Katecholamin-Eskalation, Laktat und Echo engmaschig, ECMO-Zentrum vorwarnen. Die Katecholaminkardiomyopathie ist häufig und meist reversibel; die LVEF stieg in einer Kohorte median von 30 auf 71 %. Im refraktären Schock überlebten 93,5 % von 45 publizierten Fällen unter meist VA-ECMO über median vier Tage. Bisoprolol erst nach etablierter oraler Alphablockade.
Aufgabe 4
Am zweiten Tag ist der Patient stabil, LVEF um 35 %. Die Chirurgin bietet eine Operation am nächsten Tag an, ein Kollege verweist auf Daten, nach denen die Alphablockade verzichtbar sei. Wie argumentieren Sie, und welche Zielwerte legen Sie fest?
Die Krise ist kein chirurgischer Notfall; nach Notfalloperation starben 18 %, nach Stabilisierung und elektiver Operation niemand. Die Daten gegen die Routine-Alphablockade stammen von stabilen elektiven Patienten, nicht aus den Tagen nach einer Krise mit Kardiomyopathie. Plan: orale Alphablockade mindestens 7 bis 14 Tage in steigender Dosis, Ziel im Sitzen unter 130/80 mmHg, im Stehen systolisch über 90 mmHg, Frequenz 60 bis 70/min im Sitzen, Betablocker erst danach, 1 bis 2 l Kochsalzlösung am Vortag. Doxazosin oder Phenoxybenzamin sind gleichwertig. Dazu eine Warnliste der Auslöser in Brief und Ausweis.
Masterclass · Clinical Mystery · Fall 22
Abschlussquiz
10 Fragen. Bestanden ab 80 %.
Masterclass · Clinical Mystery · Fall 22
Literatur
Die Ziffern im Text und die Belege in der Nachbesprechung verweisen auf diese Liste. Jede Angabe ist einzeln geprüft; der Knopf „Quelle“ zeigt, wofür die Arbeit zitierfähig ist.
- Lenders JWM, Duh QY, Eisenhofer G, Gimenez-Roqueplo AP, Grebe SKG, Murad MH, et al.. Pheochromocytoma and Paraganglioma: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. 2014;99(6):1915-1942. doi:10.1210/jc.2014-1498 PMID 24893135 Leitlinie.
- Lenders JWM, Kerstens MN, Amar L, Prejbisz A, Robledo M, Taieb D, et al.. Genetics, diagnosis, management and future directions of research of phaeochromocytoma and paraganglioma: a position statement and consensus of the Working Group on Endocrine Hypertension of the European Society of Hypertension. Journal of Hypertension. 2020;38(8):1443-1456. doi:10.1097/HJH.0000000000002438 PMID 32412940 Konsensuspapier.
- Sibal L, Jovanovic A, Agarwal SC, Peaston RT, James RA, Lennard TWJ, et al.. Phaeochromocytomas presenting as acute crises after beta blockade therapy. Clinical Endocrinology. 2006;65(2):186-190. doi:10.1111/j.1365-2265.2006.02571.x PMID 16886958 Fallserie.
- Eisenhofer G, Rivers G, Rosas AL, Quezado Z, Manger WM, Pacak K. Adverse drug reactions in patients with phaeochromocytoma. Drug Safety. 2007;30(11):1031-1062. doi:10.2165/00002018-200730110-00004 PMID 17973541 Übersichtsarbeit.
- Giavarini A, Chédid A, Bobrie G, Plouin PF, Hagège A, Amar L. Acute catecholamine cardiomyopathy in patients with phaeochromocytoma or functional paraganglioma. Heart. 2013;99(19):1438-1444. doi:10.1136/heartjnl-2013-304073 PMID 23837998 Kohortenstudie.
- Ando Y, Ono Y, Sano A, Fujita N, Ono S, Tanaka Y. Clinical characteristics and outcomes of pheochromocytoma crisis: a literature review of 200 cases. Journal of Endocrinological Investigation. 2022;45(12):2313-2328. doi:10.1007/s40618-022-01868-6 PMID 35857218 Systematische Übersicht (Fallsammlung).
- Meijs AC, Snel M, Corssmit EPM. Pheochromocytoma/paraganglioma crisis: case series from a tertiary referral center for pheochromocytomas and paragangliomas. Hormones. 2021;20(2):395-403. doi:10.1007/s42000-021-00274-6 PMID 33575936 Fallserie.
- Riester A, Weismann D, Quinkler M, Lichtenauer UD, Sommerey S, et al.. Life-threatening events in patients with pheochromocytoma. European Journal of Endocrinology. 2015;173(6):757-764. doi:10.1530/eje-15-0483 PMID 26346138 Kohortenstudie.
- Thygesen K, Alpert JS, Jaffe AS, Chaitman BR, Bax JJ, Morrow DA, et al.. Fourth universal definition of myocardial infarction (2018). European Heart Journal. 2018;40(3):237-269. doi:10.1093/eurheartj/ehy462 PMID 30165617 Konsensuspapier.
- Byrne RA, Rossello X, Coughlan JJ, Barbato E, Berry C, Chieffo A, et al.. 2023 ESC Guidelines for the management of acute coronary syndromes. European Heart Journal. 2023;44(38):3720-3826. doi:10.1093/eurheartj/ehad191 PMID 37622654 Leitlinie.
- Ghadri JR, Wittstein IS, Prasad A, Sharkey S, Dote K, Akashi YJ, et al.. International expert consensus document on Takotsubo syndrome (part I): clinical characteristics, diagnostic criteria, and pathophysiology. European Heart Journal. 2018;39(22):2032-2046. doi:10.1093/eurheartj/ehy076 PMID 29850871 Konsensuspapier.
- Mazzolai L, Teixidó-Turà G, Lanzi S, Boc V, Bossone E, Brodmann M, et al.. 2024 ESC Guidelines for the management of peripheral arterial and aortic diseases. European Heart Journal. 2024;45(36):3538-3700. doi:10.1093/eurheartj/ehae179 PMID 39210722 Leitlinie.
- Hansen MS, Nogareda GJ, Hutchison SJ. Frequency of and Inappropriate Treatment of Misdiagnosis of Acute Aortic Dissection. The American Journal of Cardiology. 2007;99(6):852-856. doi:10.1016/j.amjcard.2006.10.055 PMID 17350381 Kohortenstudie.
- Lenders JWM, Pacak K, Walther MM, Linehan WM, Mannelli M, Friberg P, et al.. Biochemical diagnosis of pheochromocytoma. JAMA. 2002;287(11):1427-1434. doi:10.1001/jama.287.11.1427 PMID 11903030 Diagnostische Studie.
- Barrett C, van Uum SHM, Lenders JWM. Risk of catecholaminergic crisis following glucocorticoid administration in patients with an adrenal mass: a literature review. Clinical Endocrinology. 2015;83(5):622-628. doi:10.1111/cen.12813 PMID 25940577 Systematische Übersicht (Fallberichte).
- Baid SK, Lai EW, Wesley RA, Ling A, Timmers HJLM, Adams KT, et al.. Brief communication: radiographic contrast infusion and catecholamine release in patients with pheochromocytoma. Annals of Internal Medicine. 2009;150(1):27-32. doi:10.7326/0003-4819-150-1-200901060-00006 PMID 19124817 Prospektive Studie.
- Whitelaw BC, Prague JK, Mustafa OG, Schulte KM, Hopkins PA, Gilbert JA, et al.. Phaeochromocytoma crisis. Clinical Endocrinology. 2014;80(1):13-22. doi:10.1111/cen.12324 PMID 24102156 Übersichtsarbeit.
- Fagundes GFC, Almeida MQ. Perioperative Management of Pheochromocytomas and Sympathetic Paragangliomas. Journal of the Endocrine Society. 2022;6(2):bvac004. doi:10.1210/jendso/bvac004 PMID 35128297 Übersichtsarbeit.
- James MFM, Cronjé L. Pheochromocytoma Crisis: The Use of Magnesium Sulfate. Anesthesia & Analgesia. 2004;99(3):680-686. doi:10.1213/01.ANE.0000133136.01381.52 PMID 15333393 Fallserie.
- Scholten A, Cisco RM, Vriens MR, Cohen JK, Mitmaker EJ, Liu C, et al.. Pheochromocytoma crisis is not a surgical emergency. Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. 2013;98(2):581-591. doi:10.1210/jc.2012-3020 PMID 23284003 Kohortenstudie mit Literaturübersicht.
- Higgs A, McGrath B, Goddard C, Rangasami J, Suntharalingam G, Gale R, et al.. Guidelines for the management of tracheal intubation in critically ill adults. British Journal of Anaesthesia. 2018;120(2):323-352. doi:10.1016/j.bja.2017.10.021 PMID 29406182 Leitlinie.
- Piepho T, Kriege M, Byhahn C, Cavus E, Dörges V, Ilper H, et al.. S1-Leitlinie Atemwegsmanagement 2023 (AWMF-Registernummer 001-028). 2023. Leitlinie.
- Casey JD, Seitz KP, Driver BE, Gibbs KW, Ginde AA, Trent SA, et al.. Ketamine or Etomidate for Tracheal Intubation of Critically Ill Adults. New England Journal of Medicine. 2025;394(16):1608-1620. doi:10.1056/NEJMoa2511420 PMID 41369227 Randomisierte kontrollierte Studie.
- Xu M, Guan Q, Liu T, Huang Y, Pan C, Luo L, et al.. In-hospital adverse events of pheochromocytoma-induced takotsubo syndrome: a literature review and cluster analysis of 172 cases. Reviews in Cardiovascular Medicine. 2024;25(6):216. doi:10.31083/j.rcm2506216 PMID 39076320 Systematische Übersicht (Fallsammlung).
- Giraud R, Glauser A, Looyens C, Della Badia C, Jolou J, Çikirikcioğlu M, et al.. Pheochromocytoma multisystem crisis requiring temporary mechanical circulatory support: a narrative review. Journal of Clinical Medicine. 2025;14(6):1907. doi:10.3390/jcm14061907 PMID 40142715 Übersichtsarbeit.
- Buitenwerf E, Osinga TE, Timmers HJLM, Lenders JWM, Feelders RA, Eekhoff EMW, et al.. Efficacy of α-Blockers on Hemodynamic Control during Pheochromocytoma Resection: A Randomized Controlled Trial. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. 2020;105(7):2381-2391. doi:10.1210/clinem/dgz188 PMID 31714582 Randomisierte kontrollierte Studie.
- Groeben H, Nottebaum BJ, Alesina PF, Traut A, Neumann HP, Walz MK. Perioperative α-receptor blockade in phaeochromocytoma surgery: an observational case series. British Journal of Anaesthesia. 2017;118(2):182-189. doi:10.1093/bja/aew392 PMID 28100521 Beobachtungsstudie.
- Groeben H, Walz MK, Nottebaum BJ, Alesina PF, Greenwald A, Schumann R, et al.. International multicentre review of perioperative management and outcome for catecholamine-producing tumours. British Journal of Surgery. 2020;107(2):e170-e178. doi:10.1002/bjs.11378 PMID 31903598 Kohortenstudie.
- Stiegler MP, Neelankavil JP, Canales C, Dhillon A. Cognitive errors detected in anaesthesiology: a literature review and pilot study. British Journal of Anaesthesia. 2012;108(2):229-235. doi:10.1093/bja/aer387 PMID 22157846 Beobachtungsstudie.
- Lord MS, Augoustides JGT. Perioperative management of pheochromocytoma: focus on magnesium, clevidipine, and vasopressin. Journal of Cardiothoracic and Vascular Anesthesia. 2012;26(3):526-531. doi:10.1053/j.jvca.2012.01.002 PMID 22361482 Übersichtsarbeit.
- Soar J, Böttiger BW, Carli P, Carmona F, Cimpoesu D, Cole G, et al.. European Resuscitation Council Guidelines 2025 Adult Advanced Life Support. Resuscitation. 2025;215:110769. doi:10.1016/j.resuscitation.2025.110769 PMID 41117572 Leitlinie.
- Fioratou E, Flin R, Glavin R. No simple fix for fixation errors: cognitive processes and their clinical applications. Anaesthesia. 2010;65(1):61-69. doi:10.1111/j.1365-2044.2009.05994.x PMID 20121773 Übersichtsarbeit.