Masterclass · Clinical Mystery · Fall 18

Nachbesprechung

Nach dem Fall folgen Hintergrund, Aufgaben, Abschlussquiz und Literatur in der Seitenleiste.

Masterclass · Clinical Mystery · Fall 18

Warum der Fall lehrreich ist

Eine erworbene Methämoglobinämie nach 700 mg Prilocain (8 mg/kg) bei einer Dauertherapie mit Dapson, die im Medikationsplan fehlte, erkannt an der Lücke zwischen hohem Sauerstoffpartialdruck und stehender Pulsoxymetrie, behandelt mit Methylenblau und gefolgt von Wiederanstieg und Hämolyse.

Lernziele
  1. Die Diskrepanz zwischen Pulsoxymetrie, Sauerstoffpartialdruck, Hautfarbe und klinischem Zustand als eigenen Befund lesen und daraus die Frage nach dem Hämoglobin ableiten.
  2. Erklären, warum die Pulsoxymetrie bei Methämoglobinämie auf einem Plateau stehen bleibt und warum die Sättigung eines Kartuschengeräts ohne Oxymetriemodul berechnet und deshalb falsch hoch ist.
  3. Die Exposition vollständig erheben: Lokalanästhetika über alle Gaben je Kilogramm summieren und gezielt nach Medikamenten fragen, die nicht im Medikationsplan stehen.
  4. Methylenblau begründet dosieren, vorher G6PD-Status und serotonerge Medikation prüfen und die Störung der Pulsoxymetrie nach der Gabe richtig deuten.
  5. Wiederanstieg und oxidative Hämolyse als Folgen nach dem Antidot erwarten und Überwachung, Kontrollen und Entlassbrief danach planen.
  6. Die naheliegenden Reflexe prüfen: Naloxon als Bolus, Sedierung, Intubation, Antikoagulation und Verlegung lösen dieses Problem nicht und schaden teilweise.

Eine Sättigung von 86 Prozent im Aufwachraum löst Reflexe aus, die fast immer richtig sind: mehr Sauerstoff, den Patienten wecken, die Lunge untersuchen, im Zweifel den Atemweg sichern. Im Fall ist jeder dieser Reflexe durch einen echten Befund gedeckt. Der Patient hat 7,5 mg Piritramid bekommen und ist müde, er war über den Vormittag mit Propofol sediert, rechts basal finden sich einzelne B-Linien, das D-Dimer liegt über dem altersadaptierten Grenzwert, die linke Hand ist kühl, und das Kontrastecho zeigt ein offenes Foramen ovale. Wer einer dieser Spuren folgt, findet eine Bestätigung und verliert Zeit.

Was alle Befunde zusammen erklärt, ist die Diskrepanz selbst. Ein Patient mit schiefergrauen Lippen spricht ruhig in ganzen Sätzen, die Anzeige bewegt sich unter Maske, High-Flow, CPAP und nach Naloxon nicht, und die erste Blutgasanalyse zeigt einen Sauerstoffpartialdruck von 196 mmHg neben einer Sättigung, die das Gerät mit dem Zusatz „berechnet“ als 100 Prozent ausgibt. Eine Lunge, die so viel Sauerstoff ins Blut bringt, kann eine Anzeige von 86 Prozent nicht erklären. Der Fall trainiert, eine solche Lücke nicht als Messfehler abzulegen, sondern als den wichtigsten Befund zu lesen.

Nach der Diagnose ist der Fall nicht zu Ende. Der Auslöser ist doppelt: Die Gesamtdosis Prilocain erschließt sich erst aus dem Operationsbericht, und die Dauertherapie mit Dapson steht in keiner Akte. Das Antidot wirkt, der Anteil steigt nach Stunden wieder, und am Folgetag fällt das Hämoglobin.

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Hintergrund

Pathophysiologie: Wenn das Blut den Sauerstoff nicht bindet

Im Hämoglobin liegt das Eisen des Häms in zweiwertiger Form vor und bindet Sauerstoff reversibel. Oxidierende Substanzen überführen es in die dreiwertige Form, das Methämoglobin. Dieses bindet keinen Sauerstoff und verschiebt zugleich die Bindungskurve des übrigen Hämoglobins nach links, sodass es seinen Sauerstoff im Gewebe schlechter abgibt. Der Sauerstoffgehalt des Blutes sinkt, obwohl der Partialdruck normal oder hoch ist; eine vorbestehende Anämie verringert die Reserve zusätzlich, und in der Serie von Ash-Bernal waren 94 % der Betroffenen anämisch. Pathophysiologie, Diagnostik und Management fasst eine anästhesiologische Übersicht zusammen.

Normalerweise hält ein NADH-abhängiges Reduktasesystem der Erythrozyten den Anteil niedrig. Ein zweiter, NADPH-abhängiger Weg arbeitet physiologisch kaum, wird aber durch Methylenblau genutzt: Das Enzym reduziert den Farbstoff zu Leukomethylenblau, das seinerseits das Methämoglobin reduziert. Das NADPH stammt aus dem Pentosephosphatweg, dessen Schlüsselenzym die Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase ist. Fehlt sie, bleibt Methylenblau wirkungslos; beschrieben ist in diesem Fall eine ausgeprägte Hämolyse innerhalb von 24 Stunden. Oxidativer Stress trifft zudem Globin und Membran der Erythrozyten: Denaturiertes Hämoglobin fällt als Innenkörper aus, und im Ausstrich erscheinen Zellen mit randständigen Aussparungen, die Hämolyse des Folgetags.

Wie viel Sauerstoff fehlt, lässt sich aus den Zahlen des Falles abschätzen. Die CO-Oxymetrie zeigt einen Methämoglobinanteil von 22,5 % und eine Oxyhämoglobinfraktion von 73 % bei einem Referenzbereich von 94 bis 98 %. Der an Hämoglobin gebundene Sauerstoff ist damit um etwa ein Viertel vermindert, und die Linksverschiebung erschwert die Abgabe des Restes. Dazu passen die Symptome: Kopfdruck, Schwindel, später Unruhe, Verwirrtheit und steigendes Laktat, aber keine Atemnot, weil Chemorezeptoren den Partialdruck messen und nicht den Gehalt. Ein Koma ist bei Erwachsenen schon ab einem Anteil von 29,1 % beschrieben. Im Fall führt der unbehandelte Verlauf über einen Krampfanfall zum Kreislaufstillstand mit pulsloser elektrischer Aktivität; die CO-Oxymetrie in der Reanimation zeigt 51,5 %.

Für die Praxis heißt das: Eine Zyanose bei hohem Sauerstoffpartialdruck ist eine Störung des Sauerstofftransports im Blut, keine Störung der Lunge, und die Symptome des Patienten sind die einer Gewebshypoxie, auch wenn er nicht nach Luft ringt.

Messung: Pulsoxymetrie, berechnete Sättigung und CO-Oxymetrie

Ein Pulsoxymeter arbeitet mit zwei Wellenlängen und berechnet aus dem Verhältnis ihrer pulsatilen Absorption eine Sättigung. Methämoglobin absorbiert bei beiden Wellenlängen stark und lässt sich so nicht von Oxy- und Desoxyhämoglobin trennen. In der tierexperimentellen Arbeit von Barker und Mitarbeitern blieb die Anzeige ab einem Anteil von etwa 35 % bei 84 bis 86 % stehen; eine zusätzliche Senkung der inspiratorischen Sauerstoffkonzentration änderte sie kaum, mit einer Regressionssteigung von 0,16 bis 0,32. Die Anzeige ist dann weder ein Maß für die Oxygenierung noch für die Schwere, und sie reagiert auf keine Sauerstoffgabe.

Die zweite Falle ist das Kartuschen-Blutgasgerät im Aufwachraum. Es misst pH, Partialdrücke und Elektrolyte, besitzt aber kein Oxymetriemodul; die Sättigung auf dem Ausdruck ist aus dem Sauerstoffpartialdruck über eine normale Bindungskurve berechnet. Bei einem Partialdruck von 196 mmHg ergibt diese Rechnung 100 %, gleichgültig, wie viel Hämoglobin tatsächlich oxidiert ist. Nur die CO-Oxymetrie misst die Fraktionen des Hämoglobins bei mehreren Wellenlängen direkt. Auch nichtinvasive Geräte, die einen Methämoglobinwert anzeigen, ersetzen sie nicht: In der Probandenstudie von Feiner betrug die Abweichung bei einer Sättigung von 95 bis 100 % 1,9 ± 2,5 %, bei 70 bis 80 % dagegen 24,8 ± 15,6 %; Referenz bleibt die Blutgasanalyse mit CO-Oxymetrie. Dass Pulsoxymetrie auch sonst systematische Grenzen hat, zeigen Untersuchungen zu übersehenen Hypoxämien.

Die Übersicht von Guay über 242 lokalanästhetikabedingte Episoden beschreibt die Diskrepanz als Leitbefund: In 91,8 % lag die Pulsoxymetrie bei höchstens 90 %, während der Sauerstoffpartialdruck mindestens 70 mmHg betrug; die Differenz zwischen Pulsoxymetrie und CO-Oxymetrie reichte von minus 6,2 bis 44,7 %. Am Bett ergänzt das braune Blut, das an der Luft nicht aufhellt. Die europäischen Delphi-Empfehlungen zur Methämoglobinämie führen Leitsymptome, Diagnostik und Therapie zusammen; alle Fragen erreichten dort mehr als 75 % Zustimmung.

MessungWas sie bei Methämoglobinämie zeigtIm Fall
PulsoxymetriePlateau bei 84 bis 86 % ab etwa 35 %, reagiert kaum auf Sauerstoff86 %, an Finger und Ohr gleich, saubere Kurve
Kartuschengerät, SaO₂ berechnetaus dem Partialdruck gerechnet, daher normal oder 100 %pO₂ 196 mmHg, SaO₂ 100 % „berechnet“
Nichtinvasiver Methämoglobinwertbei gleichzeitiger Entsättigung zunehmend ungenaunicht verfügbar
CO-Oxymetriemisst Oxy-, Desoxy-, Carboxy- und Methämoglobin direkt; ReferenzMetHb 22,5 %, FO₂Hb 73 %, COHb 0,7 %
Blut in der Spritzeschokoladenbraun, hellt an der Luft nicht aufbraun auf der Kompresse

Die gemessenen Fraktionen aus dem Gerät der Intensivstation. Die Oxyhämoglobinfraktion von 73 % erklärt die Zyanose, das normale Carboxyhämoglobin schließt eine Kohlenmonoxidvergiftung aus.

Für die Praxis heißt das: Wenn die Pulsoxymetrie auf Sauerstoff nicht reagiert, prüfen Sie, ob die Sättigung Ihres Blutgasgeräts gemessen oder berechnet ist, und fordern Sie die CO-Oxymetrie an; sie ist die einzige Messung, die die Frage beantwortet.

Differenzialdiagnose: Belüftung, Übertritt oder Blut

Eine niedrige Sättigung hat drei Orte: Die Lunge bringt zu wenig Sauerstoff ins Blut, Blut umgeht die Lunge, oder das Hämoglobin nimmt den Sauerstoff nicht auf. Die ersten beiden senken den arteriellen Sauerstoffpartialdruck, der dritte nicht. Diese eine Unterscheidung ordnet alle Irrwege des Falles.

BelüftungÜbertritt BlutGewebe senkt den pO₂Shunt senkt den pO₂ pO₂ bleibt hochO₂-Angebot sinkt Prüft: Kapnogramm,pCO₂, Auskultation Prüft: pO₂ unterreinem Sauerstoff Prüft: CO-Oxymetrie,Farbe der Blutprobe Prüft: Laktat,Bewusstsein pCO₂ 41 mmHg,Kapnogramm normal pO₂ 196 mmHg,unter 100 % über 500 MetHb 22,5 %,braunes Blut Kopfschmerz, Unruhe,Laktat steigt Pulsoxymeter: zwei Wellenlängen, Plateau bei 84 bis 86 %, reagiert nicht auf Sauerstoff Kartuschengerät: SaO₂ aus dem pO₂ berechnet, daher 100 %
Die drei Orte einer niedrigen Sättigung und die Messung, die jeden prüft. Die untere Zeile nennt die Werte im Fall: Belüftung und Übertritt sind unauffällig, der Befund liegt im Blut. Schema, nicht maßstäblich.

Der Opioidüberhang ist die zeitlich naheliegende Erklärung: 7,5 mg Piritramid um 11:25 Uhr, ein müder Patient, eine Atemfrequenz von 13 pro Minute. Postoperative opioidbedingte Atemdepression tritt zu 88 % innerhalb von 24 Stunden auf, Somnolenz ging ihr in 62 % voraus. Gegen diese Hypothese sprechen ein Kohlendioxidpartialdruck von 41 mmHg, ein regelrechtes Kapnogramm und die Pflegeübergabe: Die Sättigung lag um 11:20 Uhr, vor dem Opioid, bereits bei 88 %, und das Anästhesieprotokoll vermerkt schon um 10:40 Uhr einen Abfall von 98 auf 91 %. Naloxon titriert mit 0,04 mg alle zwei Minuten beantwortet die Frage, ohne die Analgesie aufzuheben; ein Bolus von 2 mg hebt sie auf, und Schmerz, Hypertonie und Tachykardie steigern den Sauerstoffbedarf. Die Übersicht von Rzasa Lynn nennt eine Titration mit 0,04 bis 0,4 mg und beschreibt das naloxonassoziierte Lungenödem als selten und vor allem perioperativ.

Atelektase, Aspiration und Lungenembolie senken den Partialdruck. Ein pO₂ über 500 mmHg unter reinem Sauerstoff, ein unauffälliges Röntgenbild und ein schmaler rechter Ventrikel schließen eine relevante Störung der Belüftung aus. Das D-Dimer von 1,4 mg/l nach einer Operation mit Blutsperre trennt nichts; der altersadaptierte Grenzwert liegt ab 50 Jahren beim Zehnfachen des Alters in Mikrogramm je Liter, für diesen Patienten also bei 0,57 mg/l. Die ESC-Leitlinie bindet Bildgebung und Antikoagulation an die klinische Wahrscheinlichkeit. Heparin nach der Fasziektomie führt im Fall zur Nachblutung.

Das offene Foramen ovale ist ein echter Befund, aber ein bedeutsamer Rechts-links-Shunt senkt den Partialdruck; bei 196 mmHg ist er nicht plausibel.

HypotheseWas dafür sprichtWas dagegen sprichtSchneller Test
OpioidüberhangPiritramid 7,5 mg, Müdigkeit, enge Pupillen, Atemfrequenz 13/minpCO₂ 41 mmHg, Kapnogramm normal, Sättigung schon vor dem Opioid 88 %Kapnographie, Naloxon titriert
Atelektase, AspirationSedierung in Rückenlage, einzelne B-LinienpO₂ 196 mmHg, kein Befund bei Auskultation und Röntgen, keine Besserung unter CPAPBGA, Lungenultraschall
LungenembolieBlutsperre, D-Dimer 1,4 mg/l, Tachykardiehoher pO₂, schmaler rechter Ventrikel, D-Dimer nach Operation unspezifischEcho, klinische Wahrscheinlichkeit
Rechts-links-Shuntoffenes Foramen ovale im Kontrastechoein Shunt senkt den pO₂; hier ist er hochpO₂ unter reinem Sauerstoff
Messfehlerkühle linke Hand, Rekapillarisierung 3 sgleiche Werte an drei Messorten, saubere Kurve, sichtbare Zyanoseeinmal Sensor und Ort wechseln
Methämoglobinämieschiefergraue Zyanose ohne Atemnot, braunes Blut, PrilocainnichtsCO-Oxymetrie

Für die Praxis heißt das: Legen Sie Pulsoxymetrie und Sauerstoffpartialdruck nebeneinander, bevor Sie eskalieren; ein hoher Partialdruck bei tiefer Anzeige schließt Lunge und Shunt als Ursache weitgehend aus und lenkt auf das Hämoglobin.

Auslöser: Prilocain je Kilogramm und die Tablette ohne Akte

Prilocain wird zu o-Toluidin verstoffwechselt, das das Häm oxidiert. Die Übersicht von Guay nennt für Erwachsene eine Grenze unter 5,0 mg/kg, bei Niereninsuffizienz 3,2 mg/kg und bei gleichzeitiger Einnahme anderer oxidierender Medikamente 1,3 mg/kg. Wie weit übliche Dosen streuen, zeigt Vasters: Nach einem Einzelbolus von 300 oder 400 mg lag der Anteil drei Stunden später im Mittel bei 2,7 %, mit einer Spannweite von 0,9 bis 15,4 %; höhere Dosis, jüngeres Alter und weibliches Geschlecht waren Risikofaktoren. Die Grenze gilt für die Summe aller Gaben eines Vormittags, und genau diese Summe kennt im Fall niemand vollständig.

UhrzeitGabePrilocainSumme
08:20Plexus axillaris, 40 ml Prilocain 1 %400 mg400 mg (4,5 mg/kg)
09:50Nachinjektion durch den Operateur, 20 ml 1 %200 mg600 mg (6,8 mg/kg)
11:05Wundrandinfiltration, 10 ml 1 %100 mg700 mg (8 mg/kg)
Grenzen nach Guay bei 88 kgunter 5,0 mg/kg: unter 440 mg; mit anderen oxidierenden Medikamenten 1,3 mg/kg: etwa 114 mg

Das Anästhesieprotokoll nennt nur die 400 mg des Blocks. Die beiden Nachinjektionen stehen im Operationsbericht, und der Operateur bestätigt sie in einem Satz. Schon die Blockade allein lag nahe an der Grenze; mit allen Gaben liegt sie deutlich darüber, und unter Dapson wäre bereits etwa ein Achtel der gegebenen Menge die Grenze gewesen.

Der zweite Auslöser steht in keiner Akte. Der Medikationsplan der Hausarztpraxis nennt Ramipril, Sertralin und Simvastatin; die Hausarztpraxis bestätigt ihn und fügt hinzu, dass hautärztliche Verordnungen dort nicht vorliegen. Erst die gezielte Frage nach Medikamenten anderer Fachrichtungen bringt die Tabletten der Hautärztin zur Sprache: Dapson 50 mg, zwei am Morgen, gegen eine Dermatitis herpetiformis, auch am Operationstag eingenommen. Dapson war in der Serie von Ash-Bernal mit 138 Fällen in 42 % der Auslöser, der mittlere Spitzenwert lag dort bei 7,6 %, und ein Todesfall sowie drei beinahe tödliche Verläufe gingen direkt auf die Methämoglobinämie zurück. Die grauen Lippen, die die Ehefrau seit Wochen bemerkt, passen zu einer chronischen niedriggradigen Methämoglobinämie, auf die das Prilocain gesetzt wurde.

Andere Auslöser gehören in dieselbe Liste. Benzocainspray kann schon mit einem einzelnen Sprühstoß eine schwere Methämoglobinämie auslösen; in den Meldungen an die amerikanische Arzneimittelbehörde war das bei 37 von 69 Fällen mit Dosisangabe so. Nitrite verursachen schwere und tödliche Verläufe. Auch Glyceroltrinitrat erhöht im Fall den Anteil und senkt nur den Blutdruck.

Für die Praxis heißt das: Rechnen Sie Lokalanästhetika immer in Milligramm je Kilogramm über alle Gaben, auch die des Operateurs, und fragen Sie gezielt nach Verordnungen anderer Fachrichtungen, weil der Medikationsplan nicht die Medikation ist.

Therapie: Methylenblau mit Vorbedingungen

Die spezifische Behandlung ist Methylenblau. Die Auswertung der Meldungen zu Benzocain nennt sofort 1 bis 2 mg/kg intravenös; das amerikanische Update zu lebensbedrohlichen Vergiftungen und die europäischen Empfehlungen behandeln die Methämoglobinämie mit. Eine feste Schwelle des Anteils, ab der behandelt wird, nennt keine der hier geprüften Quellen mit Zahl. Im Fall ist die Indikation eindeutig: ein Anteil von 22,5 % mit Kopfdruck, Schwindel und Unruhe, ein Auslöser, der weiterwirkt, und ein unbehandelter Verlauf, der zum Krampfanfall führt. Hochdosierter Sauerstoff gehört dazu, weil er den gelösten Anteil erhöht, auch wenn sich die Anzeige nicht bewegt, und die Dauertherapie mit Dapson wird pausiert.

Vor der Gabe stehen zwei Prüfungen. Erstens der G6PD-Status: Bei einem Mangel fehlt das NADPH, Methylenblau wirkt nicht und kann die Hämolyse verstärken. Im Fall liegt der Vorbefund im Arztbrief der Hautärztin vor, weil die Aktivität vor Beginn der Dapsontherapie bestimmt wurde und normal war; die Ehefrau bringt ihn mit. Eine Bestimmung während der akuten Hämolyse ist nur eingeschränkt verwertbar. Zweitens die serotonerge Medikation: Methylenblau ist ein potenter reversibler Hemmer der Monoaminoxidase A, der nach intravenöser Gabe üblicher Dosen das Enzym teilweise oder vollständig hemmt. Unter Sertralin ist deshalb das untere Ende der Spanne die vernünftige Wahl. Im Fall führt die Gabe von 2 mg/kg zu Zittern, Unruhe, Schwitzen, weiten Pupillen, Klonus und einer Temperatur von 38,4 °C, später 39,6 °C. Die Hunter-Kriterien stützen die Diagnose einer Serotonintoxizität vor allem auf den Klonus; bei lebensbedrohlicher Ausprägung finden sich regelhaft ein erhöhter Muskeltonus und eine Temperatur über 38 °C.

Wirkstoff oder MaßnahmeDosisHerkunft
Methylenblau1 mg/kg i.v. (88 mg), Spanne 1 bis 2 mg/kg
Methylenblau, Infusionsdauer und Wiederholungüber 5 Minuten, Wiederholung frühestens nach 1 StundeHerstellerangabe
Methylenblau bei Wiederanstiegerneut 1 mg/kg; Anlass laut
Ascorbinsäureohne belegte Dosis, nach Vorgabe des Giftinformationszentrums
Naloxon bei Verdacht auf Opioidüberhang0,04 mg i.v. alle 2 Minuten, bis 2 mg
Lipidemulsion 20 % bei Lokalanästhetikatoxizität1,5 ml/kg über 1 Minute, dann 0,25 ml/kg/min, höchstens 12 ml/kg
Adrenalin im Stillstand1 mg alle 3 bis 5 Minuten; bei Lokalanästhetikatoxizität 1 µg/kg

Unmittelbar nach der Gabe fällt die Pulsoxymetrie im Fall kurz bis in die Mitte der siebziger Prozent, weil der Farbstoff selbst die Messung stört, bis er verteilt ist (Herstellerangabe). Das ist keine Verschlechterung. Danach steuert die CO-Oxymetrie aus dem Blut die Therapie, nicht die Anzeige am Finger. Bleibt die Wirkung aus, sind drei Erklärungen zu prüfen: eine zu niedrige Dosis, wie die 0,1 mg/kg im Fall; ein G6PD-Mangel; und ein Sulfhämoglobin, das auf Methylenblau nicht reagiert und im Fall von der Labormedizin genannt wird.

Ascorbinsäure ist nur durch Fallberichte gestützt; beschrieben ist ein Abfall des Anteils von über 30 % auf 6,5 beziehungsweise 7,8 %, eine Dosisangabe enthält die geprüfte Quelle nicht. Bei oxidativer Hämolyse mit G6PD-Mangel wird Ascorbinsäure ein begrenzter Nutzen zugeschrieben, die Austauschtransfusion gilt dort als vielversprechend. Im Fall braucht sie zwei Stunden Vorlauf und ist wie die Druckkammer Ultima Ratio.

Vorsicht: Intubation, hoher PEEP und nichtinvasive Beatmung ändern die Anzeige nicht, weil der Partialdruck schon hoch ist und die Anzeige auf ihrem Plateau steht. Sedierung nimmt dem Patienten den Atemantrieb und Ihnen die Anamnese, und eine zusätzliche Hypoventilation zeigt das Pulsoxymeter nicht an.

Für die Praxis heißt das: G6PD-Status und serotonerge Medikation prüfen, Methylenblau 1 mg/kg über fünf Minuten geben, den Auslöser pausieren und danach nach der CO-Oxymetrie steuern; den kurzen Abfall der Pulsoxymetrie nach der Gabe erwarten und nicht behandeln.

Nachsorge: Wiederanstieg, Hämolyse und Entlassbrief

Das Antidot wirkt kürzer als ein Auslöser mit langer Wirkdauer. Nach Benzocain auf Schleimhäuten ist ein Wiederanstieg bis 59,9 % noch 18 Stunden nach Methylenblau beschrieben. Im Fall fällt der Anteil nach 1 mg/kg auf 12 %, die Sättigung steigt auf 92 %, der Patient ist wach und klar. Vier Stunden später meldet die Überwachungsstation einen Wiederanstieg auf 26 %, obwohl das Dapson seit dem Mittag pausiert ist, weil die Substanz weiterwirkt. Eine erneute Gabe von 1 mg/kg ist jetzt richtig. Nach ambulanter Entlassung oder Verlegung auf die Normalstation bleibt er unbeobachtet.

Am Folgetag fällt das Hämoglobin auf 9,2 g/dl, mit Retikulozyten von 4,1 %, einer LDH von 640 U/l, nicht nachweisbarem Haptoglobin, einem Bilirubin von 2,6 mg/dl und dunklem Urin. Die Hämolyse ist Folge des oxidativen Stresses; Methylenblau kann sie verstärken. Die systematische Übersicht zur Rasburicase-bedingten Hämolyse beschreibt einen Symptombeginn median nach 24 Stunden, einen Hämoglobintiefstwert von median 6,1 g/dl und eine Transfusion bei 32 von 43 Betroffenen. Übertragbar ist daraus vor allem der Zeitverlauf; die Übersicht betrifft Patienten mit G6PD-Mangel und ein anderes Medikament. Im Fall gilt: Auslöser abgesetzt lassen, Hämoglobin und Retikulozyten täglich kontrollieren, bei Symptomen oder weiterem Abfall transfundieren, kein weiteres Methylenblau bei bereits niedrigem Anteil.

Kommt es im schlechten Verlauf zum Kreislaufstillstand, ist nach 700 mg Prilocain eine systemische Lokalanästhetikatoxizität eine vertretbare Differenzialdiagnose; zentralnervöse Symptome sind dort in 68 bis 77 % das führende Merkmal, und die ERC-Leitlinien nennen Lipidemulsion und 1 µg/kg Adrenalin. Entscheidend ist aber der Sauerstofftransport: Die CO-Oxymetrie in der Reanimation zeigt 51,5 %, Methylenblau gehört zur Behandlung der reversiblen Ursache.

Der Entlassbrief ist die letzte Behandlung. Er nennt beide Auslöser, die Gesamtdosis Prilocain je Kilogramm, die Grenze von 1,3 mg/kg bei gleichzeitig oxidierenden Medikamenten, die Gabe von Methylenblau mit Dosis und die Reaktion darauf und empfiehlt, die G6PD-Aktivität nach einigen Wochen erneut zu bestimmen.

Für die Praxis heißt das: Nach Methylenblau über Nacht auf einer Überwachungsstation mit Kontrolle der Fraktionen nach etwa vier Stunden, Blutbild und Hämolyseparameter am Folgetag, und ein Brief mit ausdrücklichem Warnhinweis für künftige Narkosen.

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Die Wendungen im Fall

Erste Wendung, die Sättigung bleibt. Die Pflegekraft hat den Sauerstoff verdreifacht, und die Anzeige steht unverändert bei 86 %. Verdeckt haben sie plausible Erklärungen: Opioid, Sedierung, kühle Hand. Zu erkennen war sie am Patienten selbst, der zyanotisch in ganzen Sätzen spricht, und an der Übergabe, nach der die Sättigung schon vor dem Piritramid bei 88 % lag.

Zweite Wendung, die berechnete Sättigung. Die erste Blutgasanalyse zeigt einen hohen Sauerstoffpartialdruck und eine Sättigung von 100 %, die das Gerät als „berechnet“ ausweist. Verdeckt hat sie das Vertrauen in eine Zahl auf einem Laborausdruck. Zu erkennen war sie an dem Zusatz auf dem Ausdruck, an der Lücke zu den 86 % am Finger und an der Farbe des Blutes in der Spritze. Nach etwa zehn bis fünfzehn Minuten ist keine pulmonale oder kardiale Hypothese mehr mit den Zahlen vereinbar.

Dritte Wendung, der doppelte Auslöser. Mit der Diagnose endet die Suche für viele. Das Anästhesieprotokoll nennt 400 mg Prilocain; die Nachinjektionen stehen im Operationsbericht, das Dapson steht nirgends. Zu erkennen war die Wendung an der gezielten Frage nach Verordnungen anderer Fachrichtungen, am Hautbefund an den Streckseiten und an der Tablettendose der Ehefrau.

Vierte Wendung, der Wiederanstieg. Vier Stunden nach der erfolgreichen Gabe sind die Lippen wieder grau und der Anteil liegt bei 26 %. Verdeckt hat sie der gute erste Erfolg; zu erkennen war sie an der langen Wirkdauer des Auslösers, die eine Überwachung statt einer Entlassung verlangt.

Fünfte Wendung, die Hämolyse. Am Folgetag ist der Anteil niedrig und das Hämoglobin fällt auf 9,2 g/dl. Wer jetzt noch einmal Methylenblau gibt, verstärkt die Hämolyse. Auf Nebenwegen warten eine serotonerge Reaktion nach 2 mg/kg unter Sertralin und eine Nachblutung nach empirischer Antikoagulation.

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Typische Fehlannahmen

„Die Blutgasanalyse zeigt 100 %, also ist die Pulsoxymetrie falsch.“ Ohne Oxymetriemodul ist die Sättigung aus dem Partialdruck berechnet und kann eine Veränderung des Hämoglobins nicht zeigen; nur die CO-Oxymetrie misst die Fraktionen.

„Mehr Sauerstoff und ein gesicherter Atemweg heben die Sättigung.“ Die Anzeige steht ab etwa 35 % auf ihrem Plateau und reagiert kaum auf die inspiratorische Konzentration.

„400 mg Prilocain im Protokoll sind unter der Grenze.“ Die Grenze gilt für die Summe aller Gaben je Kilogramm; hier waren es 700 mg, 8 mg/kg, und unter Dapson liegt die Grenze bei 1,3 mg/kg.

„Mehr Methylenblau wirkt besser.“ Unter Sertralin droht eine Serotonintoxizität, und hohe oder wiederholte Gaben verstärken die Hämolyse.

„Nach dem Antidot kann der Patient nach Hause.“ Ein Wiederanstieg ist noch 18 Stunden nach Methylenblau beschrieben.

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Merksätze

Merksätze
  1. Eine Sättigung, die unter Sauerstoff nicht steigt, ist ein eigener Befund und verlangt eine Erklärung, keine höhere Sauerstoffkonzentration.
  2. Ein hoher Sauerstoffpartialdruck bei tiefer Anzeige spricht gegen Lunge und Shunt; nur die CO-Oxymetrie misst, was das Hämoglobin trägt.
  3. Lokalanästhetika werden je Kilogramm über alle Gaben summiert; für Prilocain gilt bei Erwachsenen eine Grenze unter 5,0 mg/kg, bei anderen oxidierenden Medikamenten 1,3 mg/kg.
  4. Vor Methylenblau G6PD-Status und serotonerge Medikation prüfen und die niedrigste wirksame Dosis aus der Spanne von 1 bis 2 mg/kg wählen.
  5. Nach dem Antidot ist der Fall nicht vorbei: Wiederanstieg über Stunden und Hämolyse am Folgetag verlangen Überwachung, Kontrollen und einen Brief mit Warnhinweis.

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Aufgaben

Aufgabe 1

Ein Patient mit 88 kg erhält um 08:20 Uhr 40 ml Prilocain 1 % für einen axillären Plexus, um 09:50 Uhr 20 ml Prilocain 1 % als Nachinjektion und um 11:05 Uhr 10 ml Prilocain 1 % zur Wundrandinfiltration. Er nimmt seit dem Frühjahr Dapson ein. Berechnen Sie die Gesamtdosis je Kilogramm und vergleichen Sie sie mit den Grenzen nach Guay. Wie viel Prilocain 1 % hätte unter Dapson höchstens gegeben werden dürfen?

Prilocain 1 % enthält 10 mg je Milliliter. 40 ml sind 400 mg, 20 ml 200 mg, 10 ml 100 mg, zusammen 700 mg; bei 88 kg sind das 7,95, gerundet 8 mg/kg. Guay nennt für Erwachsene eine Grenze unter 5,0 mg/kg, bei Niereninsuffizienz 3,2 mg/kg und bei gleichzeitiger Einnahme anderer oxidierender Medikamente 1,3 mg/kg. Bei 88 kg sind das unter 440 mg allgemein und etwa 114 mg unter Dapson, also gut 11 ml Prilocain 1 %. Schon der Block allein mit 400 mg (4,5 mg/kg) lag unter Dapson mehr als dreifach über dieser Grenze. Für den nächsten Eingriff folgt daraus: Prilocain meiden oder streng begrenzen und die Grenze in den Brief schreiben.

Aufgabe 2

Im Aufwachraum zeigt die Pulsoxymetrie unter 6 l/min Sauerstoff über Maske 86 %. Die Blutgasanalyse am Kartuschengerät ergibt pH 7,40, pCO₂ 41 mmHg, pO₂ 196 mmHg und eine SaO₂ von 100 % mit dem Zusatz „berechnet“. Welche Hypothesen können Sie mit diesen Werten verwerfen, welche nicht, und was veranlassen Sie?

Ein pCO₂ von 41 mmHg schließt eine relevante Hypoventilation und damit den Opioidüberhang als Erklärung der Sättigung aus. Ein pO₂ von 196 mmHg schließt eine relevante Störung der Belüftung und einen bedeutsamen Rechts-links-Shunt aus, weil beide den Partialdruck senken würden. Offen bleiben Messfehler und eine Veränderung des Hämoglobins. Der Messfehler ist nach einer Prüfung von Kurve und zweitem Messort erledigt. Die berechnete Sättigung sagt über das Hämoglobin nichts, sie folgt dem Partialdruck. Die Diskrepanz einer Pulsoxymetrie von höchstens 90 % bei einem pO₂ ab 70 mmHg fand Guay in 91,8 % der lokalanästhetikabedingten Episoden. Deshalb: CO-Oxymetrie anfordern, die Referenz für die Hämoglobinfraktionen, hochdosiert Sauerstoff geben und parallel Protokoll, Operationsbericht und Medikation durchgehen.

Aufgabe 3

Die CO-Oxymetrie zeigt einen Methämoglobinanteil von 22,5 %. Der Patient wiegt 88 kg, nimmt Sertralin 50 mg und klagt über Kopfdruck und Unruhe. Welche Dosis Methylenblau wählen Sie, was prüfen Sie vorher, und was erwarten Sie an der Pulsoxymetrie nach der Gabe?

Vorher werden der G6PD-Status und die serotonerge Medikation geprüft. Bei einem G6PD-Mangel wirkt Methylenblau nicht und kann eine Hämolyse auslösen; hier war die Aktivität vor der Dapsontherapie normal. Methylenblau hemmt die Monoaminoxidase A, unter Sertralin wird deshalb das untere Ende der Spanne von 1 bis 2 mg/kg gewählt: 1 mg/kg, also 88 mg, über fünf Minuten (Infusionsdauer nach Herstellerangabe). Unmittelbar danach fällt die Anzeige kurz, weil der Farbstoff die Messung stört; das ist keine Verschlechterung. Gesteuert wird nach der CO-Oxymetrie. Bleibt die Wirkung aus, sind Unterdosierung, G6PD-Mangel und Sulfhämoglobin zu bedenken. Parallel wird das Dapson pausiert und hochdosiert Sauerstoff gegeben.

Aufgabe 4

Vier Stunden nach der Gabe liegt der Anteil wieder bei 26 %, die Lippen sind grau. Am Folgetag ist er niedrig, das Hämoglobin beträgt 9,2 g/dl, die LDH 640 U/l, das Haptoglobin ist nicht nachweisbar. Wie behandeln Sie beide Situationen, und was gehört in den Entlassbrief?

Der Wiederanstieg ist erwartbar, weil der Auslöser länger wirkt als das Antidot; beschrieben ist er noch 18 Stunden nach Methylenblau. Deshalb erneut 1 mg/kg Methylenblau, frühestens eine Stunde nach der ersten Gabe (Herstellerangabe), und Überwachung über Nacht mit weiteren Kontrollen der Fraktionen. Die Befunde am Folgetag beschreiben eine oxidative Hämolyse. Weiteres Methylenblau ist bei niedrigem Anteil nutzlos und kann die Hämolyse verstärken. Der Auslöser bleibt abgesetzt, Hämoglobin und Retikulozyten werden täglich kontrolliert, transfundiert wird bei Symptomen oder weiterem Abfall. Der Brief nennt Prilocain mit Gesamtdosis 8 mg/kg, Dapson als zweiten Auslöser, die Grenze von 1,3 mg/kg bei gleichzeitigen oxidierenden Medikamenten, Dosis und Wirkung von Methylenblau, die Hämolyse und die Empfehlung, die G6PD-Aktivität nach einigen Wochen erneut zu bestimmen.

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Abschlussquiz

10 Fragen. Bestanden ab 80 %.

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Literatur

Die Ziffern im Text und die Belege in der Nachbesprechung verweisen auf diese Liste. Jede Angabe ist einzeln geprüft; der Knopf „Quelle“ zeigt, wofür die Arbeit zitierfähig ist.

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