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Masterclass · EEG Bootcamp · Stufe WBJ 2
Alter und vulnerables Gehirn
Nach dieser Einheit erklären Sie, warum derselbe Indexwert bei zwei Patienten nicht dasselbe bedeutet, erkennen altersabhängige und krankheitsbedingte Signalmuster und leiten daraus eine begründete Dosisentscheidung ab.
Lernziele
Die mit zunehmendem Lebensalter beschriebene Abnahme von frontaler Alpha-Leistung, Gesamtleistung und Amplitude benennen und ihre Folgen für die Beurteilung eines Indexwertes ableiten.
Die altersabhängigen Muster bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern gegen das Erwachsenenmuster abgrenzen und begründen, warum Indexwerte in diesen Altersgruppen zurückhaltend zu deuten sind.
Den Einfluss von Vorschädigung und Komorbiditätslast auf Alpha- und Breitbandleistung beschreiben und von reiner Altersabhängigkeit unterscheiden.
Den Ausdruck vulnerables Gehirn als Arbeitsbegriff einordnen und erklären, warum er kein validierter individueller Marker ist.
Erklären, warum ein niedrigamplitudiges EEG nicht über eine feste Mikrovoltgrenze definiert ist, und die Folgen für die Befundung benennen.
Die Ursachen eines unerwartet hohen und eines unerwartet tiefen Indexwertes gegeneinander abgrenzen und in einer festen Reihenfolge prüfen.
Aus einem schwachen oder fehlenden Alphaband eine begründete Entscheidung über die Dosis ableiten, statt den Zahlenwert nachzusteuern.
Zu dieser Lerneinheit
Die Einheit umfasst neun Lektionen mit zwei Tabellen, einer Originalabbildung, einem eigenen Schema, zwei rechnenden Signalflächen, vier Übungen, einem klinischen Fall mit drei Fragen und einem Abschlusstest mit zehn Fragen.
Sie baut auf „EEG-Signaturen der Anästhetika", „Artefakt Arena" und „Burst Suppression Lab" auf und bereitet die Einheit „Index versus Brain" vor.
Nicht behandelt werden die Dosisfindung im Einzelnen, die Rechenvorschriften der Indexverfahren und die Endpunktstudien zum Delir; diese stehen in Modul 11.
Lektion 1
Warum das klinisch zählt
Zwei Patienten liegen auf zwei Tischen, beide Monitore zeigen dieselbe Zahl. Der eine ist in der vierten Lebensdekade, herzgesund, ohne Vormedikation. Der andere ist in der neunten Lebensdekade, herzchirurgisch voroperiert, mit einer beginnenden kognitiven Einschränkung. Die Zahl ist identisch. Das Signal darunter ist es nicht, und die richtige Dosisentscheidung ist es ebenfalls nicht.
Der Grund liegt im Signal selbst. Unter Propofol und Sevofluran nehmen Alpha-Leistung und Gesamtamplitude des frontalen EEG mit zunehmendem Alter deutlich ab.1 Spektrale und entropiebasierte Kenngrößen verschieben sich altersabhängig, sodass sich feste Indexgrenzen nicht ungeprüft übertragen lassen.2 Ein Index rechnet aus einem kleinen Signal jedoch genauso eine Zahl wie aus einem großen.
Daraus folgt der Kernsatz dieser Einheit: Ein Indexwert beschreibt ein Signal, nicht einen Patienten. Dieselbe Zahl kann beim einen ein komfortabler Zielbereich sein und beim anderen der letzte Schritt vor der Suppression. Wer diesen Unterschied nicht sieht, dosiert beim alten und vorgeschädigten Gehirn regelhaft zu tief, und genau dort ist die Reserve am kleinsten.3
Abbildung 1: Die Landkarte dieser Einheit: Ein Indexwert kann aus sehr verschiedenen Gründen zu hoch oder zu tief erscheinen, und nur die Kurve sagt, welcher Grund vorliegt. Alter, Vorschädigung und Stoffwechsel stehen in dieser Übersicht neben Artefakt und Pharmakologie.4Lersch et al. 2023, Abb. 8, Die Anaesthesiologie, CC BY 4.0, Ausschnitt, Legende neu gefasst
Für die Praxis heißt das: Sagen Sie zu jedem Indexwert zuerst, zu welchem Gehirn er gehört. Den Fehler erkennen Sie daran, dass ein Zielbereich genannt wird, bevor jemand den Patienten beschrieben hat.
Lektion 2
Was das Lebensalter mit dem Signal macht
Die belastbarste Aussage dieser Einheit ist zugleich die einfachste: Mit zunehmendem Lebensalter wird das frontale EEG unter Allgemeinanästhesie kleiner. Unter Propofol und Sevofluran sind Alphaleistung und Gesamtamplitude altersabhängig niedriger.1 Das betrifft nicht nur die Höhe der Kurve, sondern die Erkennbarkeit des Musters: Das schmale Band zwischen acht und dreizehn Hertz hebt sich in hohen Lebensdekaden schwächer vom Untergrund ab und kann ganz fehlen.
Der zweite Befund betrifft die Rechengrößen. Spektrale und entropiebasierte Kenngrößen sind unter Sevofluran altersabhängig verschoben; die Übertragbarkeit fester Indexgrenzen auf jedes Lebensalter ist damit eingeschränkt.2 Ein Zielbereich, der an einer jüngeren Population entwickelt wurde, beschreibt beim alten Patienten nicht denselben Zustand des Netzwerks.
Der dritte Befund verschiebt den Blick vom Kalender zum Patienten. In der Herzchirurgie war nicht allein das Lebensalter, sondern auch die Komorbiditätslast mit niedrigerer Alpha- und Breitbandleistung verbunden.5 Das Alter ist damit ein grober Stellvertreter für den Zustand der Netzwerke. Zwei Patienten derselben Lebensdekade können sehr verschiedene Signale zeigen.
Abbildung 2: Bezugspunkt: stabile Allgemeinanästhesie unter Propofol in mittleren Lebensdekaden. Prägen Sie sich Höhe der Kurve und Deutlichkeit der Alpha-Pakete ein und lesen Sie die Messwerte ab. Rechnend erzeugtes Lehrsignal, keine PatientenaufzeichnungAbbildung 3: Dieselbe Narkosetiefe bei niedriger Gesamtleistung, wie sie für höhere Lebensdekaden beschrieben ist. Vergleichen Sie mit der Fläche darüber: kleinere Kurve, schwächeres und weniger scharf abgegrenztes Alphaband. Achten Sie auf den Wert der Alpha-Bandleistung. Rechnend erzeugtes Lehrsignal, keine Patientenaufzeichnung
Für die Praxis heißt das: Beurteilen Sie beim alten Patienten die Deutlichkeit des Alphabandes und nicht seine Höhe, und fragen Sie nach der Komorbiditätslast. Den Fehler erkennen Sie daran, dass ein schwaches Alphaband in hoher Lebensdekade als zu flache Narkose gedeutet wird.
Übung 2.1
Lektion 3
Kinder und Säuglinge: ein anderes Gehirn, ein anderes Signal
Am anderen Ende der Altersachse ist das Muster nicht nur kleiner oder größer, sondern noch nicht fertig. Säuglinge zeigen unter Sevofluran noch keine ausgeprägte frontale Alpha-Aktivität; dieses Muster entwickelt sich erst im Verlauf des ersten Lebensjahres.6 Das Fehlen des Alphabandes beim jungen Säugling ist demnach kein Befund, sondern der Entwicklungsstand.
Die Reifung lässt sich weiter verfolgen. Bis zum dritten Lebensjahr verändern sich die Muster unter Sevofluran so regelhaft, dass sie als Marker der Hirnentwicklung vorgeschlagen worden sind.7 Für Sevofluran ist die altersabhängige Ausprägung der Signatur einschließlich der Leistungszunahme über die Frequenzbänder beschrieben,8 für Propofol prospektiv die altersabhängige Veränderung der erzeugten Oszillationen.9 Jenseits des Säuglingsalters ist das Signal typischerweise leistungsstark; dieselbe Narkosetiefe erzeugt eine deutlich größere Kurve als in hohen Lebensdekaden.
Für die Indexanzeige folgt daraus eine doppelte Einschränkung: Die Rechenvorschriften sind an Erwachsenen entwickelt worden, und das zugrunde liegende Signal verändert sich im Kindesalter selbst noch. Ein Vergleich zweier Indizes bei Kindern unter Sevofluran hat darauf hingewiesen, dass sich die Werte nicht ohne Weiteres ineinander übersetzen lassen.10 Ein Zahlenwert ist hier Zusatzinformation im engsten Sinn.
Vorsicht
Ein fehlendes Alphaband beim Säugling ist der erwartete Entwicklungsstand und kein Hinweis auf eine zu flache Narkose.6 Wer in dieser Situation nach dem Alphaband dosiert, vertieft ohne Grund. Die Beurteilung stützt sich hier auf den Verlauf des Rohsignals, die klinischen Zeichen und die Wirkstoffdosis.
Für die Praxis heißt das: Beurteilen Sie im Säuglings- und Kleinkindalter den Verlauf der Rohkurve und nicht das Vorhandensein eines Alphabandes, und behandeln Sie den Indexwert dort als nachrangig. Den Fehler erkennen Sie daran, dass bei einem Säugling ein Erwachsenenzielbereich als Steuergröße genannt wird.
Übung 3.1
Lektion 4
Vorschädigung, Demenz und der Arbeitsbegriff vulnerables Gehirn
Zwischen den Altersgruppen liegt die eigentlich schwierige Gruppe: Patienten, deren Netzwerke unabhängig vom Kalenderalter vorgeschädigt sind. Für diese Gruppe gibt es Beobachtungen, aber keinen individuellen Test.
Beschrieben ist ein Zusammenhang zwischen intraoperativer frontaler Alpha-Leistung und präoperativer kognitiver Leistungsfähigkeit älterer Patienten.11 Eine Pilotstudie fand eine kognitive Beeinträchtigung mit niedriger intraoperativer, nicht aber mit niedriger präoperativer Alpha-Leistung verknüpft.12 Beide Arbeiten sind Kohortenstudien und beschreiben Gruppenunterschiede. Ein Schluss von der Alpha-Leistung eines einzelnen Patienten auf dessen kognitiven Zustand ist daraus nicht zu ziehen.
Der Ausdruck vulnerables Gehirn stammt aus dieser Beobachtungslinie. Beschrieben ist ein EEG-Muster aus niedriger frontaler Alpha-Leistung und erhöhter Neigung zu Burst Suppression, das als Kennzeichen eines vulnerablen Gehirns vorgeschlagen wurde.3 Das ist eine nachvollziehbare und klinisch brauchbare Arbeitshypothese: Wessen Signal schon bei üblicher Dosierung wenig Alpha zeigt, bei dem ist der Weg bis zur Suppression kurz.
Vorsicht
„Vulnerables Gehirn" ist in dieser Einheit ein Arbeitsbegriff und kein validierter individueller Marker. Es gibt keinen Schwellenwert der Alpha-Leistung, ab dem ein Gehirn als vulnerabel gilt, keine prospektive Prüfung eines solchen Schwellenwertes gegen einen klinischen Endpunkt und keine Empfehlung, auf dieser Grundlage eine Diagnose zu stellen oder sie zu dokumentieren. Der Begriff ordnet eine Beobachtung, er ersetzt keine Untersuchung.3, 11
Bei Demenz und anderen Vorschädigungen ist deshalb zurückhaltend zu formulieren. Belegt sind die Zusammenhänge mit Komorbiditätslast und präoperativer kognitiver Leistungsfähigkeit.5, 11, 12 Nicht belegt ist, dass sich aus einem einzelnen intraoperativen EEG eine Demenz erkennen, ausschließen oder abstufen ließe.
Für die Praxis heißt das: Behandeln Sie ein auffällig leistungsarmes EEG als Hinweis auf eine kleinere Reserve und nicht als Diagnose. Dokumentieren Sie den Signalbefund, nicht eine Zuschreibung. Den Fehler erkennen Sie daran, dass aus einer niedrigen Alpha-Leistung eine Aussage über den kognitiven Zustand eines einzelnen Patienten abgeleitet wird.
Lektion 5
Niedrige Amplitude als Normvariante
Nicht jedes kleine EEG gehört zu einem alten oder kranken Gehirn. In der klinischen Elektroenzephalographie ist seit Langem beschrieben, dass ein Teil gesunder Erwachsener ein durchgehend niedrigamplitudiges Grund-EEG zeigt, ohne dass eine Erkrankung vorliegt; die Standardwerke führen diese Variante entsprechend. In der für dieses Bootcamp geprüften Quellensammlung liegt dazu keine eigene Primärarbeit zur Allgemeinanästhesie vor; die Aussage wird hier deshalb als Lehrbuchwissen und nicht als studienbelegter Befund geführt.
Wichtig ist der zweite Teil: Ein niedrigamplitudiges EEG ist nicht über eine feste Mikrovoltgrenze definiert. Es gibt keine allgemein anerkannte Zahl, unterhalb derer ein Signal als niedrigamplitudig gilt. Die Einordnung ist relativ und stützt sich auf den Vergleich mit dem erwarteten Bild für Alter, Wirkstoff und Narkosephase sowie auf den Verlauf beim selben Patienten. Wer eine Mikrovoltgrenze angibt, gibt eine Gerätekonvention wieder und keinen physiologischen Befund.
Die klinische Konsequenz ist dieselbe wie beim alten Gehirn, die Begründung eine andere: Auch bei einer harmlosen Normvariante rechnet ein Index aus einem kleinen Signal eine Zahl, die tiefer erscheint, als die Situation es hergibt. Übersichten zu falsch angezeigten Hypnosezuständen führen Zustände des Patienten neben Artefakten und pharmakologischen Sonderfällen ausdrücklich auf.13
Für die Praxis heißt das: Machen Sie sich kurz nach der Einleitung ein Bild von der Signalgröße dieses Patienten und nehmen Sie es als Bezugspunkt. Den Fehler erkennen Sie daran, dass eine Amplitude ohne Bezugspunkt als zu niedrig bezeichnet wird.
Übung 5.1
Lektion 6
Der unerwartete Indexwert: Ursachen suchen, nicht Zahlen nachsteuern
Ein Indexwert, der nicht zur Situation passt, ist die häufigste Gelegenheit, aus dem EEG zu lernen, und zugleich die häufigste Gelegenheit, einen Fehler zu machen. Die entscheidende Frage lautet nicht, wie die Zahl wieder in den Zielbereich kommt, sondern warum sie dort ist, wo sie ist.
Ein unerwartet hoher Wert hat vier Gruppen von Ursachen. Erstens technische: Eine systematische Sichtung der Artefaktquellen fand in der großen Mehrheit der eingeschlossenen Arbeiten einen fälschlich erhöhten Index,14 und bei wachen Personen fiel der Index allein durch Muskelrelaxierung deutlich ab.15 Zweitens pharmakologische: Unter Ketamin und Lachgas bleibt schnelle Aktivität erhalten. Drittens der Patient selbst, etwa über ein Arousal nach einem Reiz. Viertens tatsächlich eine zu flache Narkose, und nur sie rechtfertigt eine Dosiserhöhung.
Ein unerwartet tiefer Wert ist der Teil, der in dieser Einheit zählt. Er entsteht erstens durch ein von vornherein kleines Signal, also durch Alter, Vorschädigung oder Normvariante.1, 5 Zweitens durch Suppressionsanteile; die Ursachen von Burst Suppression reichen ausdrücklich über die zu tiefe Narkose hinaus.16 Drittens durch metabolische und zirkulatorische Zustände: Unterkühlung, Unterzuckerung und ein Abfall der zerebralen Perfusion gehören klinisch zu den Situationen, in denen das EEG langsamer und ärmer wird, und solche Zustände sind in den Übersichten zu falsch angezeigten Hypnosezuständen ausdrücklich aufgeführt.13 Die Zuordnung eines Zahlenwertes zu einer einzelnen Stoffwechselgröße ist nicht belegt; belegt ist die Richtung. Viertens durch eine tatsächlich zu tiefe Narkose.
Tabelle 1: Der unerwartete Indexwert: Ursachen suchen, nicht Zahlen nachsteuern
Unerwartet hoher Index
Erkennungsmerkmal im Signal
Unerwartet tiefer Index
Erkennungsmerkmal im Signal
Muskelaktivität und elektrische Einstreuung
schnelle, unregelmäßige Anteile ohne Bandstruktur, hohe Muskelanzeige
von vornherein kleines Signal durch Alter oder Vorschädigung
niedrige Gesamtleistung, schwaches oder fehlendes Alphaband von Beginn an
pharmakologisch erhaltene schnelle Aktivität unter Ketamin oder Lachgas
kein frontales Alphaband, Leistung im schnellen Bereich, zeitlicher Bezug zur Gabe
niedrigamplitudige Normvariante
kleines Signal ohne Alter, Vorerkrankung oder erkennbaren anderen Grund
Arousal nach chirurgischem Reiz
Verlust der Alpha-Leistung oder Zunahme schneller Anteile im zeitlichen Bezug zum Reiz
Suppressionsanteile
Wechsel aus Abschnitten hoher Aktivität und elektrischer Stille in der Rohkurve
tatsächlich zu flache Narkose
Zunahme schneller Anteile und Abnahme der langsamen Leistung über Minuten
metabolische und zirkulatorische Zustände, etwa Unterkühlung oder Unterzuckerung
Verlangsamung und Leistungsverlust ohne Wirkstoffänderung, oft mit Kreislauf- und Temperaturbefund
tatsächlich zu tiefe Narkose
Verlust des Alphabandes bei zunehmenden langsamen Anteilen, danach Suppressionspausen
Schema: Dieselbe Zahl, zwei Gehirne. Oben ein leistungsstarkes Signal mit deutlichen Alpha-Paketen, unten das kleinere Signal, wie es für hohe Lebensdekaden und für Vorschädigung beschrieben ist. Beide können denselben Indexwert erzeugen; die Konsequenz für die Dosis ist eine andere. Die Kurven sind schematisch und maßstabslos. Eigene Darstellung
Für die Praxis heißt das: Arbeiten Sie bei jedem unerwarteten Wert die zugehörige Spalte der Tabelle ab, bevor Sie eine Pumpe oder einen Verdampfer anfassen. Den Fehler erkennen Sie daran, dass die Dosis geändert wird, bevor jemand die Rohkurve angesehen hat.
Übung 6.1
Lektion 7
Am Gerät
Am Monitor sind drei Dinge wichtig. Erstens die Rohkurve mit ihrer Skalierung. Nur dort ist zu sehen, ob ein Signal klein ist; jede abgeleitete Zahl hat die Amplitude bereits verrechnet. Die Empfehlung, Rohsignal und Spektrogramm neben dem Indexwert zu beurteilen, steht im Konsensuspapier zum perioperativen EEG-Monitoring.17Zweitens die Suppressionsanzeige, die den Zeitanteil sichtbar macht. Drittens das Spektrogramm über den gesamten Verlauf, weil dort das Verschwinden eines Bandes über Stunden auffällt, das im Zahlenwert untergeht.4
Die Rechenvorschriften sind herstellerspezifisch und teils nicht offengelegt.18 Ein Gerät kann nicht wissen, wie groß das Signal dieses Patienten im Wachzustand war, und rechnet ohne diesen Bezugspunkt. Dass eine Änderung der Rechenvorschrift die angezeigten Werte verschiebt, ist beim Vergleich zweier Generationen eines Algorithmus bei älteren Patienten gezeigt worden.19 Ein Zahlenwert ist also nicht einmal über Gerätegenerationen hinweg dieselbe Größe.
Herstellerangabe
Laut Bedienungsanleitung gibt der SedLine-Monitor neben dem Patient State Index auch Spektralkanten, eine Artefaktanzeige und einen Suppressionsanteil aus; die dort genannten Zahlenbereiche sind Angaben des Herstellers.20 Der Hersteller des Narcotrend gibt in der Betriebsanleitung Stadieneinteilung, Index sowie Anzeigen zu Muskelaktivität und Suppression an.21 Beide Unterlagen beschreiben den Funktionsumfang der Geräte und treffen keine unabhängige Aussage darüber, wie Alter, Vorschädigung oder Stoffwechsellage die angezeigten Werte verschieben.
Für die Praxis heißt das: Blenden Sie in hohen Lebensdekaden Rohkurve und Suppressionsanzeige dauerhaft ein. Den Fehler erkennen Sie daran, dass am Monitor nur der Zahlenwert sichtbar ist.
Lektion 8
Klinische Entscheidung
Aus dem Gesagten folgt keine Sonderdosierung nach Tabelle, sondern eine andere Reihenfolge der Entscheidung. Erstens den Bezugspunkt setzen: Sehen Sie sich das Signal dieses Patienten kurz nach der Einleitung an und merken Sie sich, wie groß es ist und wie deutlich das Alphaband hervortritt. Dieser persönliche Bezugspunkt ersetzt die fehlende Normgrenze.
Zweitens die Erwartung anpassen: In hohen Lebensdekaden und bei hoher Komorbiditätslast ist ein kleineres Signal mit schwächerem Alphaband zu erwarten.1, 5Drittens die Grenze nach unten sichern: Ist die Alpha-Leistung von Beginn an niedrig, ist der Weg bis zur Suppression kurz, und die Rohkurve ist in kürzeren Abständen auf Pausen zu prüfen.3Viertens am Muster steuern: Eine Dosisänderung wird am Alphaband und am Suppressionsanteil kontrolliert, nicht am Zahlenwert.17, 22
Was das für den klinischen Endpunkt bedeutet, ist strittig. Intraoperative Suppression ist in Kohortenstudien mit postoperativem Delir verbunden,23, 24, 25 die randomisierten Interventionsstudien haben eine Senkung der Delirrate jedoch nicht gezeigt,26, 27 und die zusammenfassende Auswertung findet dafür ebenfalls keinen belastbaren Beleg.28 Die europäische Leitlinie bewertet die Rolle des prozessierten EEG vor diesem Hintergrund.29 Zulässig ist deshalb: verbunden mit, nicht: führt zu. Der Grund für die vorsichtigere Dosierung ist die kleinere Reserve und nicht ein bewiesener Endpunktvorteil.
Tabelle 2: Klinische Entscheidung
Altersgruppe
Beschriebenes Muster unter GABAergen Wirkstoffen
Signalgröße
Folge für Index und Dosierung
Säugling im ersten Lebensjahr
noch keine ausgeprägte frontale Alpha-Aktivität; das Muster entsteht erst im Verlauf des ersten Lebensjahres
altersabhängig, Muster noch in Reifung
fehlendes Alphaband ist der Entwicklungsstand; Index nachrangig, Führung nach Rohkurve, Klinik und Dosis
Kleinkind bis zum dritten Lebensjahr
regelhafte Reifung der Muster, als Marker der Hirnentwicklung vorgeschlagen
zunehmend
Muster ändert sich mit dem Alter; Zielbereiche Erwachsener nicht übertragen
Kind und Jugendlicher
altersabhängige Ausprägung der Signatur mit hoher Leistung über die Frequenzbänder
langsame Wellen mit deutlichen frontalen Alpha-Paketen
Bezugsgröße der Verfahren
Zielbereiche der Geräte sind hier am ehesten anwendbar, bleiben aber Zusatzinformation
Höhere Lebensdekaden
schwächeres, oft fehlendes Alphaband bei erhaltener langsamer Aktivität
niedrig, zusätzlich abhängig von der Komorbiditätslast
kleineres Signal erwarten, feste Grenzen nicht übertragen, Weg bis zur Suppression kurz
Für die Praxis heißt das: Legen Sie bei jedem Patienten in hohen Lebensdekaden vor dem Schnitt fest, woran Sie eine zu tiefe Führung erkennen würden, und prüfen Sie diesen Befund regelmäßig. Den Fehler erkennen Sie daran, dass ein Dosisziel genannt wird, ohne dass jemand den Ausgangsbefund dieses Patienten kennt.
Lektion 9
Typische Fehlannahmen
Ein schwaches Alphaband bedeute eine zu flache Narkose. In hohen Lebensdekaden sind Alpha-Leistung und Gesamtamplitude von vornherein niedriger, und auch die Komorbiditätslast ist mit niedrigerer Alpha- und Breitbandleistung verbunden.1, 5
Ein Zielbereich gelte für jedes Lebensalter. Spektrale und entropiebasierte Kenngrößen sind altersabhängig verschoben, sodass sich feste Grenzen nicht ungeprüft übertragen lassen; bei Kindern lassen sich die Werte verschiedener Verfahren zudem nicht ohne Weiteres ineinander übersetzen.2, 10
Ein fehlendes Alphaband beim Säugling sei ein Warnzeichen. Säuglinge zeigen unter Sevofluran noch keine ausgeprägte frontale Alpha-Aktivität; das Muster entwickelt sich erst im ersten Lebensjahr.6, 7
Ein vulnerables Gehirn lasse sich am Index erkennen. Beschrieben ist ein Muster aus niedriger Alpha-Leistung und erhöhter Suppressionsneigung als Gruppenbefund; ein validierter individueller Marker mit Schwellenwert ist daraus nicht geworden.3, 11
Ein tiefer Indexwert sei immer die Dosis. Ein kleines Ausgangssignal, Suppressionsanteile sowie metabolische und zirkulatorische Zustände verändern das Signal ebenfalls; Übersichten zu falsch angezeigten Hypnosezuständen führen Zustände des Patienten neben Artefakten und Pharmakologie auf.13, 16
Für die Praxis heißt das: Nennen Sie zu jedem auffälligen Wert zwei mögliche Ursachen und suchen Sie im Signal das Merkmal, das zwischen ihnen unterscheidet. Den Fehler erkennen Sie daran, dass nur eine einzige Erklärung angeboten wird.
Lektion 10
Klinischer Fall, Merksätze und Aufgaben
Fall 1: Dieselbe Zahl, zwei Gehirne
Sie führen an einem Vormittag nacheinander zwei Allgemeinanästhesien mit Propofol und Remifentanil für denselben unfallchirurgischen Eingriff. Die erste Patientin ist in der vierten Lebensdekade und ohne Vorerkrankungen. Der zweite Patient ist in der neunten Lebensdekade, herzchirurgisch voroperiert und im Vorgespräch als leicht vergesslich beschrieben worden. Beide Male läuft die Zufuhr nach demselben Schema.
Bei beiden zeigt der Monitor in der Aufrechterhaltung denselben Indexwert im mittleren Zielbereich. Die Rohkurve der ersten Patientin ist kräftig und zeigt deutliche regelmäßige Pakete auf einer langsamen Grundwelle; im Spektrogramm liegen zwei klar getrennte waagerechte Bänder. Die Rohkurve des zweiten Patienten ist deutlich kleiner, die Pakete sind nur angedeutet, und im Spektrogramm ist das obere Band blass und stellenweise nicht durchgehend. Kreislauf, Temperatur und Beatmung sind bei beiden unauffällig.
Fall 1, Frage 1
Fall 1, Frage 2
Fall 1, Frage 3
Merksätze
Ein Indexwert beschreibt ein Signal und nicht einen Patienten; dieselbe Zahl bedeutet bei zwei Gehirnen nicht dasselbe.
Mit zunehmendem Lebensalter nehmen Alpha-Leistung und Gesamtamplitude ab; ein schwaches Alphaband ist dort erwartbar und kein Zeichen zu flacher Narkose.
Säuglinge zeigen noch kein ausgeprägtes frontales Alpha; das Muster reift erst im ersten Lebensjahr, und Erwachsenenzielbereiche gelten dort nicht.
„Vulnerables Gehirn" ist ein Arbeitsbegriff aus Gruppenbeobachtungen und kein validierter individueller Marker mit Schwellenwert.
Ein niedrigamplitudiges EEG ist nicht über eine feste Mikrovoltgrenze definiert; der Bezugspunkt ist der eigene Ausgangsbefund dieses Patienten.
Aufgaben
Aufgabe 1: Wie argumentieren Sie?
Gegeben: Sie führen eine Allgemeinanästhesie mit Propofol und Remifentanil bei einem Patienten in der neunten Lebensdekade mit mehreren Vorerkrankungen. Kurz nach der Einleitung ist die Rohkurve auffallend klein, ein Alphaband ist nur angedeutet, der Indexwert liegt im oberen Zielbereich. Eine Kollegin schlägt vor, die Propofolzufuhr zu erhöhen, bis ein deutliches Alphaband erscheint.
Frage: Wie argumentieren Sie?
Lösung
Das Vorgehen wäre in dieser Konstellation riskant. Unter Propofol und Sevofluran sind Alpha-Leistung und Gesamtamplitude des frontalen EEG mit zunehmendem Lebensalter deutlich niedriger, und auch eine hohe Komorbiditätslast ist mit niedrigerer Alpha- und Breitbandleistung verbunden. Ein nur angedeutetes Alphaband ist bei diesem Patienten deshalb der erwartete Befund und nicht das Zeichen einer unzureichenden Dosis. Wer die Zufuhr steigert, bis ein Alphaband so deutlich erscheint wie bei einem jüngeren Patienten, steigert möglicherweise über den Punkt hinaus, an dem das Netzwerk in Suppression übergeht. Genau für diese Gruppe ist ein Muster aus niedriger frontaler Alpha-Leistung und erhöhter Neigung zu Burst Suppression beschrieben worden. Richtig ist, den Ausgangsbefund dieses Patienten als persönlichen Bezugspunkt zu nehmen, die Rohkurve in kurzen Abständen auf Pausen zu prüfen, die Suppressionsanzeige einzublenden und die Dosis am Muster zu führen. Bleibt der Verlauf stabil und treten keine klinischen Zeichen einer zu flachen Narkose auf, gibt es keinen Grund für eine Steigerung.
Aufgabe 2: Wie ordnen Sie das ein?
Gegeben: Bei einem Säugling im ersten Lebensjahr wird für einen kurzen Eingriff eine Sevoflurananästhesie geführt. Das frontale EEG zeigt langsame Anteile, aber kein erkennbares Alphaband. Der Indexwert liegt oberhalb des Bereichs, der auf der Station für Erwachsene üblich ist.
Frage: Wie ordnen Sie das ein?
Lösung
Beide Beobachtungen sind in dieser Altersgruppe erwartbar und rechtfertigen für sich genommen keine Dosisänderung. Für Säuglinge ist beschrieben, dass unter Sevofluran noch keine ausgeprägte frontale Alpha-Aktivität auftritt und sich dieses Muster erst im Verlauf des ersten Lebensjahres entwickelt; die Reifung der Muster lässt sich bis zum dritten Lebensjahr weiterverfolgen. Ein fehlendes Alphaband bildet also den Entwicklungsstand ab und nicht die Narkosetiefe. Für den Zahlenwert kommt hinzu, dass die Rechenvorschriften an Erwachsenen entwickelt wurden und dass sich bei Kindern die Werte verschiedener Verfahren nicht ohne Weiteres ineinander übersetzen lassen. Ein Erwachsenenzielbereich ist deshalb keine geeignete Steuergröße. Die Führung stützt sich in dieser Altersgruppe auf den Verlauf der Rohkurve, auf die klinischen Zeichen und auf die zugeführte Wirkstoffdosis. Der Indexwert bleibt eine Zusatzinformation, die dokumentiert, aber nicht angesteuert wird.
Aufgabe 3: Wie bewerten Sie diesen Vorschlag?
Gegeben: In einer Fortbildung wird vorgeschlagen, bei jedem Patienten in hoher Lebensdekade die intraoperative Alpha-Leistung zu messen und bei niedrigem Wert im Protokoll den Vermerk „vulnerables Gehirn" zu setzen.
Frage: Wie bewerten Sie diesen Vorschlag?
Lösung
Der Vorschlag greift eine richtige Beobachtung auf und zieht daraus eine unzulässige Konsequenz. Beschrieben ist ein EEG-Muster aus niedriger frontaler Alpha-Leistung und erhöhter Neigung zu Burst Suppression, das als Kennzeichen eines vulnerablen Gehirns vorgeschlagen wurde; ergänzend ist ein Zusammenhang zwischen intraoperativer frontaler Alpha-Leistung und präoperativer kognitiver Leistungsfähigkeit beschrieben, und eine Pilotstudie fand kognitive Beeinträchtigung mit der intraoperativen, nicht der präoperativen Alpha-Leistung verknüpft. Sämtliche dieser Befunde stammen aus Kohortenstudien und beschreiben Unterschiede zwischen Gruppen. Es gibt keinen geprüften Schwellenwert, ab dem ein einzelnes Gehirn als vulnerabel gilt, keine prospektive Prüfung eines solchen Schwellenwertes gegen einen klinischen Endpunkt und keine Grundlage, aus dem Wert eines Einzelnen auf dessen kognitiven Zustand zu schließen. Ein Vermerk dieser Art wäre deshalb eine Zuschreibung ohne Befund, die zudem in der weiteren Behandlung fehlgedeutet werden kann. Angemessen ist, den Signalbefund zu dokumentieren, also niedrige Gesamtleistung und schwaches Alphaband, und daraus eine vorsichtigere Dosisführung abzuleiten. Der Ausdruck bleibt ein Arbeitsbegriff für das Verständnis und gehört nicht in die Patientenakte als Diagnose.
Aufgabe 4: Welche Ursachen ziehen Sie
Gegeben: In der dritten Stunde einer langen Operation fällt der Indexwert bei unveränderter Zufuhr langsam ab. Die Rohkurve zeigt kein neues Muster, aber insgesamt kleinere und langsamere Wellen.
Frage: Welche Ursachen ziehen Sie in welcher Reihenfolge in Betracht?
Lösung
Ein Abfall bei unveränderter Zufuhr ist zuerst eine Frage nach dem Patienten und nicht nach der Pumpe. Sinnvoll ist die folgende Reihenfolge. Erstens der Signalbefund selbst: Prüfen Sie die Rohkurve auf Suppressionspausen und blenden Sie die Suppressionsanzeige ein, denn Suppressionsanteile verschieben die Rechenvorschrift in Richtung Tiefe, und die Ursachen von Burst Suppression reichen ausdrücklich über die zu tiefe Narkose hinaus. Zweitens die Kreislauf- und Stoffwechsellage: Unterkühlung, Unterzuckerung und ein Abfall der zerebralen Perfusion gehören klinisch zu den Situationen, in denen das EEG langsamer und leistungsärmer wird; Zustände des Patienten werden in den Übersichten zu falsch angezeigten Hypnosezuständen neben Artefakten und pharmakologischen Sonderfällen ausdrücklich geführt. Prüfen Sie also Temperatur, Blutzucker, Blutdruck, Beatmung und Volumenstatus. Drittens die zeitliche Kumulation des Hypnotikums, die bei langer Zufuhr trotz unveränderter Laufrate zu einer zunehmenden Wirkung führen kann. Erst danach ist eine Dosisänderung begründet, und auch dann wird sie am Muster kontrolliert, also am Wiederauftreten des Alphabandes und am Suppressionsanteil, und nicht am Zahlenwert. Eine Zuordnung des Zahlenwertes zu einer einzelnen Stoffwechselgröße ist nicht möglich und wird auch nicht versucht.
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Begriffe und Literatur
Begriff
Bedeutung
Altersabhängige Signalabnahme
Unter Propofol und Sevofluran sind Alpha-Leistung und Gesamtamplitude des frontalen EEG mit zunehmendem Lebensalter niedriger. Dieselbe Narkosetiefe erzeugt deshalb ein kleineres und schwerer erkennbares Muster.
Komorbiditätslast
Summe der Vorerkrankungen eines Patienten. In der Herzchirurgie war nicht nur das Lebensalter, sondern auch die Komorbiditätslast mit niedrigerer Alpha- und Breitbandleistung verbunden.
Vulnerables Gehirn
Arbeitsbegriff für ein beschriebenes Muster aus niedriger frontaler Alpha-Leistung und erhöhter Neigung zu Burst Suppression. Es handelt sich um einen Gruppenbefund aus Kohortenstudien und nicht um einen validierten individuellen Marker mit Schwellenwert.
Niedrigamplitudiges EEG
Durchgehend kleines Grundsignal. Es ist nicht über eine feste Mikrovoltgrenze definiert; die Einordnung erfolgt im Vergleich zum erwarteten Bild für Alter, Wirkstoff und Phase sowie zum eigenen Ausgangsbefund des Patienten.
Persönlicher Bezugspunkt
Der kurz nach der Einleitung erhobene Signalbefund desselben Patienten. Er ersetzt die fehlende allgemeine Normgrenze und dient als Maßstab für jede spätere Veränderung.
Unerwartet hoher Index
Zahlenwert oberhalb der Erwartung. Ursachen sind Muskelaktivität und elektrische Einstreuung, pharmakologisch erhaltene schnelle Aktivität, ein Arousal nach einem Reiz und eine tatsächlich zu flache Narkose.
Unerwartet tiefer Index
Zahlenwert unterhalb der Erwartung. Ursachen sind ein von vornherein kleines Signal, Suppressionsanteile, metabolische und zirkulatorische Zustände sowie eine tatsächlich zu tiefe Narkose.
Reifung der EEG-Muster
Altersabhängige Entwicklung der Narkosemuster im Kindesalter. Säuglinge zeigen unter Sevofluran noch keine ausgeprägte frontale Alpha-Aktivität; das Muster entsteht erst im Verlauf des ersten Lebensjahres und reift bis ins Kleinkindalter weiter.
Literatur
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