Masterclass · EEG Bootcamp · Stufe WBJ 1

Vom Roh-EEG zum Spektrogramm

Nach dieser Einheit erklären Sie, wie aus der Rohkurve ein Spektrogramm entsteht, lesen es als Verlaufsdarstellung und benennen, welche Information auf diesem Weg verloren geht.

Lernziele
  • Die Rechenschritte von der Rohkurve bis zum fertigen Spektrogramm in der richtigen Reihenfolge benennen und jeden Schritt in einem Satz erklären.
  • Begründen, warum Zeitauflösung und Frequenzauflösung nicht gleichzeitig verbessert werden können, und die Folgen für die Befundung ableiten.
  • Ein Spektrogramm befunden, also Bänder benennen, ihre Wanderung über die Zeit beschreiben und ihr Verschwinden deuten.
  • Das Density Spectral Array als dieselbe Darstellung unter anderem Namen einordnen und die Angaben eines Gerätebildschirms zuordnen.
  • Den Aussagegehalt der spektralen Eckfrequenz SEF95 beschreiben und drei Situationen nennen, in denen sie in die Irre führt.
  • Zu einer klinischen Frage die passende der drei Darstellungen auswählen und die Auswahl begründen.
  • Benennen, welche Ereignisse das Spektrogramm verschluckt, und sagen, in welcher Darstellung sie stattdessen zu suchen sind.

Zu dieser Lerneinheit

  1. Die Einheit umfasst neun Lektionen mit drei Tabellen, zwei Originalabbildungen, einem eigenen Schema, drei rechnenden Signalflächen, vier Übungen, einem klinischen Fall mit drei Fragen und einem Abschlusstest mit zehn Fragen.
  2. Sie baut auf „EEG in 20 Minuten" und „Frequenzen erkennen" auf und ist die Voraussetzung für die Gerätemodule zu SedLine und Narcotrend sowie für die Einheiten zu Artefakten und Burst Suppression.
  3. Nicht behandelt werden die Signaturen der einzelnen Wirkstoffe, die Rechenvorschriften der einzelnen Indexverfahren und die Bedienung der Geräte im Einzelnen; dafür stehen die Module 4, 5, 6 und 11 bereit.

Lektion 1

Warum das klinisch zählt

Ein Monitor zeigt drei Bilder desselben Signals, und jedes beantwortet eine andere Frage. Die Rohkurve sagt, was in diesem Augenblick geschieht. Das Spektrum sagt, welche Oszillation gerade vorherrscht. Das Spektrogramm sagt, wohin sich der Zustand über die letzte halbe Stunde bewegt hat. Wer alle drei als dasselbe Bild in verschiedener Aufmachung behandelt, verliert genau die Information, die zwischen ihnen liegt.

Das internationale Konsensuspapier zum perioperativen EEG-Monitoring empfiehlt ausdrücklich, Rohsignal und Spektrogramm neben dem Indexwert zu beurteilen und nicht an dessen Stelle.1 Die deutschsprachigen Übersichten zum quantifizierten und zum prozessierten EEG führen dieselbe Befundlehre und zeigen die drei Darstellungen regelhaft nebeneinander.2, 3 Der Grund ist nicht Gründlichkeit um ihrer selbst willen: Jede Rechenstufe wirft Information weg, die vorher da war, und diese Verluste sind vorhersagbar.4

Praktisch zahlt sich das an drei Stellen aus: beim Übernehmen einer laufenden Narkose, weil das Spektrogramm die letzten Stunden in wenigen Sekunden zusammenfasst; beim unerwarteten Indexwert, weil sich dort sofort sehen lässt, ob sich das Signal oder nur die Zahl verändert hat; und beim Vertiefen und Ausleiten, weil die Bewegung der Bänder früher sichtbar wird als jeder gemittelte Zahlenwert.

Für die Praxis heißt das: Blenden Sie bei jeder Übernahme zuerst das Spektrogramm ein und lesen Sie es von links nach rechts, bevor Sie die aktuelle Zahl ansehen. Den Fehler erkennen Sie daran, dass in der Übergabe ein Indexwert genannt wird und niemand sagen kann, ob er seit zehn Minuten oder seit zwei Stunden so aussieht.

Lektion 2

Fensterung: aus dem Signalstrom werden Abschnitte

Das EEG läuft ununterbrochen, die Spektralanalyse braucht dagegen einen Abschnitt endlicher Länge. Der erste Rechenschritt zerschneidet den Strom deshalb in kurze, meist überlappende Fenster von einigen Sekunden. Jedes Fenster wird einzeln gerechnet und liefert am Ende einen senkrechten Streifen des Spektrogramms.5

Die Länge dieses Fensters ist die wichtigste Stellschraube der gesamten Darstellung, und sie lässt sich nicht in beide Richtungen zugleich optimieren. Ein kurzes Fenster gibt an, wann etwas geschehen ist, kann aber benachbarte Frequenzen nicht mehr auseinanderhalten. Ein langes Fenster trennt Frequenzen fein, verschmiert das Ereignis dafür über seine gesamte Dauer. Diese Abwägung ist der Methode eigen und keine Schwäche eines bestimmten Geräts; die methodische Übersicht zur Multitaper-Analyse stellt sie ausführlich dar.6

Ein zweiter Punkt betrifft die Ränder. Ein herausgeschnittener Abschnitt beginnt und endet abrupt, und diese künstlichen Sprünge erzeugen Frequenzanteile, die im Signal nicht vorkommen. Deshalb wird jedes Fenster mit einer Fensterfunktion gewichtet, die es zu den Rändern hin auslaufen lässt; die Multitaper-Technik verwendet mehrere solcher Funktionen nebeneinander und mittelt die Ergebnisse.6

Kurzes Fenster Langes Fenster Frequenz Zeit Zeit Zeitpunkt genau, Frequenz unscharf Frequenz genau, Zeitpunkt unscharf
Schema: Dasselbe kurze Ereignis, zweimal gerechnet. Jede Kachel ist die kleinste Einheit, die das Verfahren noch auflösen kann. Beim kurzen Fenster sind die Kacheln schmal und hoch, der Zeitpunkt ist also genau bestimmt und die Frequenz nur grob; beim langen Fenster ist es umgekehrt. Die Fläche einer Kachel bleibt gleich, gewonnen wird nur durch Tausch. Eigene Darstellung

Die klinische Folge dieses Tauschs ist konkret. Ein Ereignis, das kürzer ist als das Rechenfenster, erscheint im Spektrogramm nicht als Ereignis, sondern als leichte Einfärbung des ganzen Streifens. Eine Suppressionspause von einer Sekunde ist deshalb im Spektrogramm nicht als Pause zu erkennen, im Roh-EEG dagegen sofort. Wer Pausen sucht, sucht sie in der Kurve.

Abbildung 1: Ein Signal mit deutlichen Suppressionspausen. Zählen Sie zuerst im Roh-EEG die Abschnitte, in denen die Kurve nahe der Nulllinie liegt, und schalten Sie dann auf das Spektrogramm um. Achten Sie darauf, dass die Pausen dort nicht als Pausen erscheinen, sondern die Farbintensität des gesamten Abschnitts verringern. Rechnend erzeugtes Lehrsignal, keine Patientenaufzeichnung

Für die Praxis heißt das: Bestimmen Sie zuerst, welche Frage Sie haben, und wählen Sie danach die Fensterlänge des Geräts, wenn es sie anbietet. Suchen Sie kurze Ereignisse grundsätzlich in der Rohkurve. Den Fehler erkennen Sie daran, dass eine Suppression ausgeschlossen wird, ohne dass jemand die Rohkurve angesehen hat.

Übung 2.1

Lektion 3

Fouriertransformation, Leistungsdichte und Mittelung

Jeder Signalabschnitt lässt sich als Summe von Sinusschwingungen verschiedener Frequenz, Amplitude und Phasenlage darstellen. Die Fouriertransformation berechnet, welchen Beitrag jede Frequenz leistet. Das ist der Kern der gesamten Spektralanalyse und in der Anästhesie seit Langem eingeführt.5

Aus den Beiträgen wird die Leistung gebildet, also das Quadrat der Amplitude, bezogen auf die Breite des Frequenzbereichs. So entsteht die spektrale Leistungsdichte als Leistung je Hertz. Aufgetragen wird sie fast immer logarithmisch in Dezibel, weil die Leistung der langsamen Anteile die der schnellen um Größenordnungen übertrifft; linear aufgetragen wäre oberhalb von etwa zehn Hertz nichts mehr zu erkennen.6

Beim Übergang zur Leistung fällt die Phase weg. Das ist der erste große Verlust: Zwei Signale mit gleicher Leistungsverteilung, aber unterschiedlicher Kopplung zwischen den Frequenzen ergeben dasselbe Spektrum. Verfahren wie die Bikohärenz versuchen, einen Teil dieser Information zurückzugewinnen, und sind als ergänzende Kenngröße beschrieben worden.7

Der letzte Schritt ist die Mittelung. Das Spektrum eines einzelnen Fensters ist unruhig, weil jede Schätzung streut; Monitore mitteln deshalb über mehrere Fenster oder mehrere Fensterfunktionen. Das Ergebnis wird ruhiger und zugleich träger: Was gemittelt wird, kann nicht mehr plötzlich sein. Für den Patient State Index ist eine merkliche zeitliche Verzögerung gegenüber dem Roh-EEG in einer unabhängigen Auswertung beschrieben worden.8

Tabelle 1: Fouriertransformation, Leistungsdichte und Mittelung
RechenschrittWas dabei entstehtWas dabei verloren geht
FensterungAbschnitte von einigen Sekunden, meist überlappenddie Unterscheidbarkeit von Ereignissen, die kürzer sind als das Fenster
Fensterfunktionweiche Ränder, keine künstlichen Sprüngeein Teil der Leistung an den Rändern des Abschnitts
FouriertransformationBeitrag jeder Frequenz nach Amplitude und Phasenichts, dieser Schritt ist umkehrbar
LeistungsdichteLeistung je Hertz, meist in Dezibeldie Phasenlage und damit jede Aussage über Kopplung
Mittelungein ruhiges, lesbares SpektrumSchnelligkeit, der Wert hinkt dem Signal hinterher
Farbzuordnungein Streifen des Spektrogrammsder absolute Zahlenwert, wenn die Skala relativ ist

Für die Praxis heißt das: Rechnen Sie bei jeder schnellen Veränderung damit, dass die Kurve sie früher zeigt als jede gemittelte Größe. Bewerten Sie einen Indexwert nie unmittelbar nach einem Bolus, sondern nach Ablauf der Mittelungszeit. Den Fehler erkennen Sie daran, dass Sekunden nach einer Gabe bereits eine Wirkung am Zahlenwert abgelesen wird.

Übung 3.1

Lektion 4

Farbskala, Zeitachse und das Density Spectral Array

Das Spektrogramm entsteht, indem die Spektren vieler aufeinanderfolgender Fenster nebeneinandergestellt werden. Auf der waagerechten Achse liegt die Zeit, auf der senkrechten die Frequenz, und die Leistungsdichte wird als Farbe aufgetragen. Damit wird der Verlauf über Minuten bis Stunden auf einen Blick lesbar; die Übersichten zur EEG-Befundung in der Anästhesie stützen ihre gesamte Musterlehre auf diese Darstellung.9, 10

Beim Lesen sind drei Dinge zu beachten. Die Frequenzachse reicht bei den meisten Geräten nur bis etwa dreißig Hertz, weil oberhalb davon wenig Leistung liegt und Muskelsignal überwiegt. Die Zeitachse verändert das Bild vollständig: Fünf Minuten und vier Stunden sehen verschieden aus, ohne dass sich am Patienten etwas geändert hätte. Die Farbskala ist bei vielen Geräten relativ, bezieht sich also auf den dargestellten Ausschnitt; dieselbe Farbe bedeutet dann bei zwei Patienten nicht dieselbe absolute Leistung.

Abbildung 2: Dieselbe Vorlage in allen drei Darstellungen. Suchen Sie im Roh-EEG die Alpha-Pakete auf der langsamen Grundwelle, prüfen Sie im Spektrum den Gipfel zwischen acht und dreizehn Hertz und verfolgen Sie im Spektrogramm, wie dieses Band als waagerechter Streifen über die Zeit liegt. Alle drei Bilder stammen aus demselben Signal; unterschiedlich ist nur, was jede Rechnung behält. Rechnend erzeugtes Lehrsignal, keine Patientenaufzeichnung

Der Begriff Density Spectral Array, abgekürzt DSA, bezeichnet genau diese Darstellung. Es handelt sich nicht um ein anderes Verfahren, sondern um denselben Gegenstand unter einem älteren Namen, der sich bei einigen Herstellern gehalten hat; die deutschsprachigen Übersichten verwenden beide Bezeichnungen nebeneinander.3, 2 Wer das weiß, spart sich die Suche nach einem Unterschied, den es nicht gibt.

Bildschirm eines Narcotrend-Monitors mit Roh-EEG, Density Spectral Array, Stadienangabe, Index sowie Angaben zu Muskelaktivität und Suppression
Abbildung 3: Ein Gerätebildschirm vereint alle Ebenen: oben die Rohkurve, darunter das Density Spectral Array als Verlaufsdarstellung, daneben Stadium und Index sowie Angaben zu Muskelaktivität und Suppression. Die Befundung geht von oben nach unten, nicht umgekehrt.3 Lersch et al. 2023, Abb. 9, Die Anaesthesiologie, CC BY 4.0, Ausschnitt, Legende neu gefasst

Für die Praxis heißt das: Prüfen Sie an jedem fremden Monitor zuerst die Achsen, also welchen Zeitraum und welchen Frequenzbereich das Bild zeigt. Vergleichen Sie Farben nie zwischen zwei Patienten oder zwei Geräten. Den Fehler erkennen Sie daran, dass ein Spektrogramm als heller oder dunkler beschrieben wird, ohne dass die Skala benannt ist.

Lektion 5

Spektralkanten, besonders SEF95

Eine Spektralkante fasst die Verteilung der Leistung zu einer einzigen Zahl zusammen. Die spektrale Eckfrequenz SEF95 ist diejenige Frequenz, unterhalb derer 95 Prozent der Gesamtleistung des Spektrums liegen. Daneben werden die Medianfrequenz, also die Kante bei 50 Prozent, und seltener die Kante bei 90 Prozent verwendet. Alle diese Größen stammen aus der frühen Signalverarbeitung des EEG in der Anästhesie und sind dort methodisch beschrieben.5

Der Nutzen liegt im Verlauf: Eine Kantenfrequenz lässt sich über Stunden auftragen und macht eine Bewegung sichtbar, bevor sie im Farbbild auffällt. Die Grenze liegt darin, dass die Zahl die Form der Verteilung nicht kennt. Ein schmaler Alphagipfel auf niedriger Grundleistung kann zu derselben SEF95 führen wie eine breit verteilte Leistung ohne jeden Gipfel. Die Kante sagt, wo die Leistung endet, nicht, wie sie verteilt ist.

Vorsicht

Bei einem Signal mit Suppressionspausen wechseln Abschnitte hoher Aktivität und Abschnitte nahezu ohne Signal einander ab. Eine einzelne Kantenfrequenz beschreibt einen solchen Zustand nicht mehr sinnvoll. Deshalb geben die Verfahren den Suppressionsanteil gesondert an, und deshalb ist er neben der Kante zu lesen und nicht statt ihrer.5

Eine zweite Grenze ist pharmakologisch: Für Desfluran ist beschrieben worden, dass zwei handelsübliche Indizes und die geprüften Spektralparameter die pharmakodynamische Wirkung auf das EEG nur unzureichend abbildeten,11 und ein Vergleich über alle Narkosephasen fand für keinen der klassischen EEG-Parameter eine durchgehende Überlegenheit.12 Die dritte Grenze ist technisch: Muskelaktivität und elektrische Einstreuung liegen im schnellen Bereich und verschieben jede Kante nach oben; die systematische Sichtung der Artefaktquellen berichtet für die große Mehrheit der eingeschlossenen Arbeiten einen fälschlich erhöhten Wert.13

Tabelle 2: Spektralkanten, besonders SEF95
KenngrößeDefinitionWofür sie taugtWo sie versagt
SEF95Frequenz, unterhalb derer 95 Prozent der Leistung liegenVerlauf über Stunden, frühe Erkennung einer Bewegungbei Muskelsignal, bei Suppression, bei gleicher Kante trotz verschiedener Form
MedianfrequenzKante bei 50 Prozent der Leistungrobuster gegenüber schnellen Artefaktanteilen als SEF95reagiert träger auf Veränderungen im schnellen Bereich
BandleistungLeistung in einem festen Frequenzbereichgezielte Frage, etwa nach der frontalen Alpha-Leistungabhängig von Alter, Komorbidität und Verstärkung
SuppressionsanteilZeitanteil ohne nennenswerte Signalaktivitäteinzige dieser Größen, die Pausen erfasstDefinitionen und Schwellen sind zwischen Verfahren uneinheitlich

Abbildung 4: Eine tiefe GABAerge Narkose. Sehen Sie sich zuerst das Spektrum an und schätzen Sie, wo die Kante bei 95 Prozent der Leistung liegen dürfte; vergleichen Sie dann mit dem angegebenen Wert. Schalten Sie danach auf das Roh-EEG um und prüfen Sie, ob die Kurve durchgehend aktiv ist. Rechnend erzeugtes Lehrsignal, keine Patientenaufzeichnung

Für die Praxis heißt das: Lesen Sie die SEF95 als Verlaufslinie und nie als Einzelwert. Prüfen Sie bei jeder Kantenfrequenz zusätzlich den Suppressionsanteil und die Muskelanzeige. Den Fehler erkennen Sie daran, dass eine Dosisentscheidung allein mit einer Kantenfrequenz begründet wird.

Übung 5.1

Lektion 6

Drei Darstellungen, drei Fragen

Die drei Bilder stehen nicht in einer Rangfolge von grob nach fein, sondern beantworten drei verschiedene Fragen. Das Roh-EEG beantwortet die Frage, was gerade geschieht. Es ist die einzige Darstellung, in der einzelne Ereignisse sichtbar sind: Spindeln, Bursts, Suppressionspausen, Kauterartefakte, ein abgefallener Elektrodenkontakt. Der Grundlagentext zur praktischen Nutzung der Rohkurve führt genau diese Befunde als Begründung dafür an, die Kurve neben dem Indexwert zu betrachten.4

Das Spektrum beantwortet die Frage, welche Oszillation in diesem Abschnitt vorherrscht. Es zeigt Gipfel und Verteilung und ist damit die genaueste Auskunft über das Muster. Es hat jedoch keine Zeitachse und kann eine Veränderung grundsätzlich nicht abbilden.

Das Spektrogramm beantwortet die Frage, wohin sich der Zustand bewegt. Es macht Bänder als waagerechte Streifen sichtbar, zeigt ihre Wanderung und ihr Verschwinden. Dafür verschluckt es alles, was kürzer ist als sein Rechenfenster, und verwischt die Höhe der einzelnen Welle.

Spektrogramm, zugehöriges Spektrum und Roh-EEG desselben Abschnitts bei einer Sevoflurankonzentration um MAC 0,6
Abbildung 5: Derselbe Abschnitt in drei Darstellungen bei niedriger Sevoflurankonzentration. Das Spektrogramm zeigt die Lage der Bänder über die Zeit, das Spektrum die Verteilung in einem Ausschnitt, die Rohkurve die einzelnen Wellen. Die Befundung beginnt bei der Kurve und endet beim Verlauf.2 Kaiser et al. 2021, Abb. 10, Der Anaesthesist, CC BY 4.0, Ausschnitt, Legende neu gefasst
Tabelle 3: Drei Darstellungen, drei Fragen
DarstellungBeantwortet die FrageZeigtVerwirft
Roh-EEGWas geschieht gerade?einzelne Wellen, Spindeln, Bursts, Pausen, Artefakteden Überblick über mehr als wenige Sekunden
SpektrumWelche Oszillation herrscht vor?Gipfel und Verteilung der Leistung über die Frequenzdie Zeitachse und damit jede Aussage über Veränderung
Spektrogramm, DSAWohin bewegt sich der Zustand?Bänder, ihre Wanderung und ihr Verschwinden über StundenEreignisse unterhalb der Fensterlänge und die Amplitude der Einzelwelle
IndexWie ordnet der Hersteller das ein?eine gemittelte Zahl auf einer herstellereigenen Skaladie Unterscheidbarkeit sehr verschiedener Muster

Für die Praxis heißt das: Formulieren Sie die Frage, bevor Sie eine Darstellung wählen. Nutzen Sie die Rohkurve für Ereignisse, das Spektrum für das Muster, das Spektrogramm für die Richtung. Den Fehler erkennen Sie daran, dass eine Frage nach dem Verlauf mit einem Blick auf die Rohkurve beantwortet wird.

Übung 6.1

Lektion 7

Am Gerät

Der erste Handgriff ist die Einrichtung des Bildschirms: Rohkurve sichtbar machen, ihr Zeitfenster auf etwa zehn Sekunden stellen, Spektrogramm einblenden und dessen Zeitachse auf den bisherigen Verlauf der Narkose einstellen.1

Der zweite Handgriff betrifft die Skalen: dargestellter Frequenzbereich, Farbskala und die Frage, ob das Gerät die Amplitude der Rohkurve automatisch anpasst, weil dann Höhenvergleiche zwischen zwei Zeitpunkten nicht zulässig sind.

Der dritte Handgriff ist die Gegenprobe: Was Sie in der Kurve gezählt haben, muss sich im Spektrum als Gipfel wiederfinden und im Spektrogramm als Band an derselben Stelle liegen. Stimmen die drei Bilder nicht überein, liegt weit häufiger ein Artefakt oder eine Fehlbedienung vor als ein ungewöhnlicher Hirnzustand.13

Herstellerangabe

Laut Bedienungsanleitung stellt der Narcotrend-Compact M das Roh-EEG gemeinsam mit einem Density Spectral Array dar und zeigt daneben Angaben zu Muskelaktivität und Suppression.14 Welche Darstellung in der Werkseinstellung sichtbar ist und welche Zeitachse das Gerät voreinstellt, richtet sich nach der Konfiguration. Die Angabe beschreibt den Funktionsumfang; sie ist keine unabhängige Aussage über die klinische Aussagekraft der Darstellung.

Für die Praxis heißt das: Richten Sie den Monitor am Anfang jeder Narkose einmal vollständig ein, statt später im Bedarfsfall zu suchen. Machen Sie die Gegenprobe zwischen den drei Darstellungen zur Gewohnheit. Den Fehler erkennen Sie daran, dass in einer kritischen Situation zuerst die Bedienung des Geräts geklärt werden muss.

Lektion 8

Klinische Entscheidung

Die Befundung läuft in einer festen Reihenfolge, und jede Stufe hat ihre eigene Entscheidung. Erstens die Rohkurve: Ist das Signal durchgehend aktiv, oder enthält es Pausen? Enthält es Artefakte? Diese Frage ist vor allen anderen zu klären, weil eine falsche Antwort jede weitere Stufe verdirbt.4

Zweitens das Spektrum oder das aktuelle Band: Welches Muster liegt vor, und passt es zum geführten Wirkstoff? Ein fehlendes Alphaband verlangt zuerst die Prüfung von Wirkstoff, Alter und Signalqualität und erst danach eine Dosisänderung.

Drittens der Verlauf im Spektrogramm: Eine Wanderung der Leistung zu langsameren Frequenzen bei gleichzeitigem Verlust des Alphabandes ist der Weg in die Vertiefung; das Auftauchen schnellerer Anteile bei abnehmender langsamer Leistung weist in Richtung Erwachen oder Arousal.

Viertens erst der Index, als Zusatzinformation zu einem bereits gefassten Befund. Weicht er von dem ab, was die drei Bilder zeigen, ist zuerst nach dem Grund für die Abweichung zu suchen; die Zahl überstimmt das Signal nicht.1, 3

Für die Praxis heißt das: Sprechen Sie Ihre Beurteilung in vier Schritten aus, also Kurve, Muster, Richtung, Zahl. Den Fehler erkennen Sie daran, dass die Reihenfolge umgekehrt beginnt, nämlich bei der Zahl.

Lektion 9

Typische Fehlannahmen

  • Das Spektrogramm zeige alles, was im Signal steht. Es zeigt nichts, was kürzer ist als sein Rechenfenster. Suppressionspausen, einzelne Bursts und kurze Kauterstöße sind dort nicht als Ereignis erkennbar und gehören in die Rohkurve.6
  • Dieselbe Farbe bedeute dieselbe Leistung. Viele Farbskalen beziehen sich auf den dargestellten Ausschnitt. Farbvergleiche zwischen Patienten oder zwischen Geräten sind dann nicht zulässig.2
  • SEF95 ersetze das Spektrum. Sehr verschiedene Verteilungen führen zur selben Kante. Die Kante sagt, wo die Leistung endet, und nicht, wie sie verteilt ist.5
  • Das Density Spectral Array sei etwas anderes als das Spektrogramm. Es ist dieselbe Darstellung unter einem älteren Namen.3, 2
  • Spektralparameter bildeten jede Anästhetikawirkung zuverlässig ab. Für Desfluran ist das ausdrücklich nicht der Fall, und ein phasenübergreifender Vergleich fand für keinen klassischen Parameter eine durchgehende Überlegenheit.11, 12

Für die Praxis heißt das: Behandeln Sie jede zusammenfassende Zahl als Zusammenfassung und gehen Sie bei Zweifeln eine Stufe zurück zur Darstellung, aus der sie stammt. Den Fehler erkennen Sie daran, dass über ein Signal gesprochen wird, das niemand im Original gesehen hat.

Lektion 10

Klinischer Fall, Merksätze und Aufgaben

Fall 1: Das Band, das verschwunden ist

Sie übernehmen in der dritten Stunde eine offene abdominelle Operation. Der Patient ist in der sechsten Lebensdekade, geführt wird eine balancierte Anästhesie mit Sevofluran und Remifentanil. Der angezeigte Indexwert liegt im mittleren Zielbereich und hat sich nach Auskunft der Vorgängerin den ganzen Vormittag kaum bewegt.

Sie stellen die Zeitachse des Spektrogramms auf den gesamten bisherigen Verlauf. Zu Beginn liegen zwei deutliche waagerechte Bänder vor, ein kräftiges ganz unten und ein schmales im Bereich zwischen acht und dreizehn Hertz. Etwa in der Mitte der bisherigen Operationsdauer verschwindet das schmale obere Band, während das untere unverändert kräftig bleibt. Die aktuelle Rohkurve zeigt große, träge Wellen ohne erkennbare Pakete regelmäßiger Schwingungen und ohne Pausen.

Fall 1, Frage 1

Fall 1, Frage 2

Fall 1, Frage 3

Merksätze

  • Jede Rechenstufe wirft Information weg, und zwar vorhersagbar. Wer den Verlust kennt, weiß, wo er das Fehlende findet.
  • Zeitauflösung und Frequenzauflösung lassen sich nur gegeneinander tauschen, nie beide zugleich gewinnen.
  • Was kürzer ist als das Rechenfenster, erscheint im Spektrogramm nicht als Ereignis. Pausen finden Sie nur in der Kurve.
  • Density Spectral Array und Spektrogramm sind dieselbe Darstellung unter zwei Namen.
  • SEF95 ist eine Verlaufslinie und keine Diagnose. Dieselbe Kante entsteht aus sehr verschiedenen Spektren.

Aufgaben

Aufgabe 1: Wie antworten Sie?

Gegeben:
Eine Kollegin sagt, sie habe im Spektrogramm keine Suppression gesehen, deshalb könne es keine gegeben haben. Der Indexwert lag durchgehend im Zielbereich.

Frage:
Wie antworten Sie?

Lösung

Das Spektrogramm ist für diese Frage nicht das geeignete Bild. Es entsteht, indem der Signalstrom in Fenster von einigen Sekunden zerlegt und für jedes Fenster ein Spektrum berechnet wird; ein Ereignis, das kürzer ist als dieses Fenster, erscheint nicht als eigenes Ereignis, sondern verändert lediglich die Farbintensität des ganzen Streifens geringfügig. Eine Suppressionspause von etwa einer Sekunde ist damit im Spektrogramm praktisch unsichtbar, im Roh-EEG dagegen sofort erkennbar, weil die Kurve dort auf die Nulllinie zurückgeht. Hinzu kommt, dass der Indexwert über mehrere Sekunden gemittelt wird und sehr verschiedene Muster zur selben Zahl verrechnet werden können, sodass auch er die Frage nicht beantwortet. Richtig ist deshalb, die Rohkurve über mehrere Minuten durchzusehen und zusätzlich die Suppressionsanzeige des Geräts einzublenden, die diesen Zeitanteil gesondert ausweist. Erst wenn beides unauffällig ist, lässt sich eine Suppression mit einiger Sicherheit ausschließen.

Aufgabe 2: Welche Einwände bringen Sie vor?

Gegeben:
Zwei Monitore zeigen bei zwei Patienten Spektrogramme, die farblich fast gleich aussehen. Ein Kollege schließt daraus auf eine gleich tiefe Narkose.

Frage:
Welche Einwände bringen Sie vor?

Lösung

Der Schluss ist aus drei Gründen nicht zulässig. Erstens ist die Farbskala bei vielen Geräten relativ, bezieht sich also auf den jeweils dargestellten Ausschnitt; dieselbe Farbe steht dann bei zwei Patienten nicht für dieselbe absolute Leistungsdichte. Zweitens hängt das Bild von den Achsen ab: Ein Spektrogramm über fünf Minuten und eines über vier Stunden sehen völlig verschieden aus, obwohl das zugrunde liegende Signal gleich sein kann, und auch der dargestellte Frequenzbereich verändert den optischen Eindruck. Drittens sagt die Gesamtleistung ohnehin wenig über die Tiefe, weil sie stark vom Alter und von der Komorbiditätslast abhängt und zusätzlich von Elektrodensitz und Verstärkung beeinflusst wird. Aussagekräftig ist nicht die Farbintensität, sondern die Lage und Stabilität der Bänder, also ob ein Alphaband vorhanden ist, wo es liegt und wie sich die langsamen Anteile dazu verhalten. Der Vergleich zweier Patienten gelingt deshalb über die Musterbeschreibung, nicht über den Farbeindruck.

Aufgabe 3: Wie gehen Sie vor?

Gegeben:
Die angezeigte SEF95 steigt über zwanzig Minuten langsam an, das Spektrogramm zeigt ein unverändertes Alphaband und unveränderte langsame Anteile.

Frage:
Wie gehen Sie vor?

Lösung

Die beiden Beobachtungen widersprechen einander, und der Widerspruch ist der eigentliche Befund. Eine Kantenfrequenz steigt, wenn der Anteil der Leistung im schnellen Bereich zunimmt; bleiben Alphaband und langsame Anteile unverändert, muss die zusätzliche Leistung oberhalb des dargestellten Bereichs oder am oberen Rand hinzugekommen sein. Der häufigste Grund dafür ist Muskelaktivität, daneben kommen elektrische Einstreuung durch Geräte und ein verschlechterter Elektrodenkontakt in Betracht; für Artefaktquellen beim prozessierten EEG ist eine fälschliche Erhöhung der abgeleiteten Werte als Regelfall beschrieben. Sinnvoll ist deshalb, zuerst die Rohkurve auf schnelles, unregelmäßiges Signal zu prüfen, die Muskelanzeige des Geräts heranzuziehen und den Elektrodensitz sowie die Impedanz zu kontrollieren. Erst wenn sich daraus nichts ergibt, ist an eine pharmakologische Erklärung zu denken. Eine Dosiserhöhung allein wegen der steigenden Kantenfrequenz wäre nicht begründet, weil die Darstellung, die das Muster zeigt, unverändert geblieben ist.

Aufgabe 4: In welcher Reihenfolge sehen Sie

Gegeben:
Sie übernehmen eine seit drei Stunden laufende Narkose und haben dreißig Sekunden Zeit, bevor die Vorgängerin den Saal verlässt.

Frage:
In welcher Reihenfolge sehen Sie sich die Darstellungen an und warum?

Lösung

Sinnvoll ist, zuerst das Spektrogramm über den gesamten bisherigen Verlauf anzusehen, weil nur diese Darstellung drei Stunden in einem Bild zusammenfasst und die Vorgängerin genau zu den Stellen befragt werden kann, die dort auffallen: ein Abschnitt ohne Alphaband, eine Phase mit sehr niedriger Gesamtleistung, ein plötzlicher Wechsel. Danach folgt die Rohkurve, um zu prüfen, ob das Signal jetzt durchgehend aktiv und frei von offensichtlichen Artefakten ist; das ist die Voraussetzung dafür, dass alle abgeleiteten Größen überhaupt tragen. Dann das Spektrum oder das aktuelle Band, um das gegenwärtige Muster zu benennen und mit dem geführten Wirkstoff abzugleichen. Zuletzt der Indexwert, der nun in einen bereits gefassten Befund eingeordnet wird, statt ihn zu ersetzen. Diese Reihenfolge nutzt die Zeit der Übergabe für die einzige Information, die später nicht mehr zu beschaffen ist, nämlich den Verlauf und seine Erklärung durch die Vorgängerin.

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Abschlussquiz, etwa 10 Minuten

Abschlussquiz

Zehn Fragen. Bestanden ab 80 %.

Zum Nachschlagen

Begriffe und Literatur

BegriffBedeutung
FensterungZerlegung des fortlaufenden Signals in kurze, meist überlappende Abschnitte. Jeder Abschnitt wird einzeln gerechnet und liefert einen senkrechten Streifen des Spektrogramms.
FensterfunktionGewichtung eines Abschnitts, die ihn zu den Rändern hin auslaufen lässt. Sie verhindert, dass die künstlichen Sprünge am Rand Frequenzanteile erzeugen, die im Signal nicht vorkommen.
Zeit-Frequenz-AbwägungGrundsätzliche Eigenschaft der Spektralanalyse: Ein kurzes Fenster bestimmt den Zeitpunkt genau und die Frequenz grob, ein langes Fenster umgekehrt. Beides zugleich ist nicht zu haben.
Spektrale LeistungsdichteLeistung je Frequenzeinheit, meist logarithmisch in Dezibel aufgetragen. Beim Übergang von der Amplitude zur Leistung entfällt die Phasenlage.
SpektrogrammAneinanderreihung vieler Spektren über die Zeit mit der Leistungsdichte als Farbe. Zeigt den Verlauf über Minuten bis Stunden und verschluckt Ereignisse, die kürzer sind als das Rechenfenster.
Density Spectral ArrayÄlterer Name für das Spektrogramm, der sich bei einigen Herstellern gehalten hat. Es handelt sich um dieselbe Darstellung und nicht um ein anderes Verfahren.
SEF95Spektrale Eckfrequenz, unterhalb derer 95 Prozent der Gesamtleistung liegen. Brauchbar als Verlaufslinie, irreführend als Einzelwert, weil sehr verschiedene Verteilungen dieselbe Kante ergeben.
MedianfrequenzSpektrale Kante bei 50 Prozent der Leistung. Sie reagiert weniger empfindlich auf schnelle Artefaktanteile als SEF95, dafür träger auf Veränderungen im schnellen Bereich.

Literatur

  1. Chan MTV, Hedrick TL, Egan TD, García PS, Koch S, Purdon PL, Ramsay MA, Miller TE, McEvoy MD, Gan TJ. American Society for Enhanced Recovery and Perioperative Quality Initiative joint consensus statement on the role of neuromonitoring in perioperative outcomes: electroencephalography. Anesthesia and Analgesia. 2020;130(5):1278-1291. doi:10.1213/ANE.0000000000004502 PMID 31764163
  2. Kaiser HA, Knapp J, Sleigh J, Avidan MS, Stüber F, Hight D. Das quantifizierte EEG im elektroenzephalogrammbasierten Monitoring während Allgemeinanästhesie. Der Anaesthesist. 2021;70(6):531-547. doi:10.1007/s00101-021-00960-5
  3. Lersch FE, Zingg T, Knapp J, Stüber F, Hight D, Kaiser HA. Das prozessierte EEG zur personalisierten Dosierung von Anästhetika während Allgemeinanästhesie. Die Anaesthesiologie. 2023;72(9):662-676. doi:10.1007/s00101-023-01313-0 PMID 37552241
  4. Bennett C, Voss LJ, Barnard JPM, Sleigh JW. Practical use of the raw electroencephalogram waveform during general anesthesia: the art and science. Anesthesia and Analgesia. 2009;109(2):539-550. doi:10.1213/ANE.0b013e3181a9fc38 PMID 19608830
  5. Rampil IJ. A primer for EEG signal processing in anesthesia. Anesthesiology. 1998;89(4):980-1002. doi:10.1097/00000542-199810000-00023 PMID 9778016
  6. Prerau MJ, Brown RE, Bianchi MT, Ellenbogen JM, Purdon PL. Sleep Neurophysiological Dynamics Through the Lens of Multitaper Spectral Analysis. Physiology. 2017;32(1):60-92. doi:10.1152/physiol.00062.2015 PMID 27927806
  7. Hagihira S. Changes in the electroencephalogram during anaesthesia and their physiological basis. British Journal of Anaesthesia. 2015;115(Suppl 1):i27-i31. doi:10.1093/bja/aev212 PMID 26174297
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Standardwerke

  • Gropper MA, Cohen NH, Eriksson LI et al. (Hrsg.). Miller’s Anesthesia. 9. Auflage. Philadelphia: Elsevier; 2020.
  • Schomer DL, Lopes da Silva FH (Hrsg.). Niedermeyer’s Electroencephalography. 7. Auflage. Oxford: Oxford University Press; 2017.
  • Zschocke S, Hansen HC. Klinische Elektroenzephalographie. 3. Auflage. Berlin: Springer; 2012.

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