Klinische Physiologie, Kachel 02 · Stufe PJ

Skelettmuskel und elektromechanische Kopplung

Wie aus einem elektrischen Signal eine Kraft wird: vom Sarkomer über den Calciumfunken bis zum Querbrückenzyklus, und warum gerade die Erschlaffung Energie kostet.

Lernziele
  • Den Aufbau des Skelettmuskels vom Faserbündel über die Faser bis zum Sarkomer beschreiben und die Banden dem Filamentbau zuordnen.
  • Die Aufgaben von Aktin, Myosin und Titin im Sarkomer erklären.
  • Den Weg des Aktionspotenzials über die transversalen Tubuli bis zur Calciumfreisetzung aus dem sarkoplasmatischen Retikulum nachvollziehen und die Kopplung im Skelettmuskel von der im Herzmuskel unterscheiden.
  • Den Querbrückenzyklus mit den Rollen von Adenosintriphosphat, Troponin und Tropomyosin darstellen und die Erschlaffung als aktiven Vorgang begründen.
  • Die Totenstarre als Erklärungsmodell für den Energiebedarf der Erschlaffung nutzen.
  • Maligne Hyperthermie, Propofol-Infusionssyndrom und Rhabdomyolyse als Störungen dieser Kopplung einordnen und klinisch erkennen.

Zu dieser Lerneinheit

  1. Zehn Lektionen mit zwei Abbildungen, Tabellen zum Sarkomer und zu den Störungen der Kopplung, Merksätzen, vier Aufgaben mit Lösungen 6 Übungsfragen in den Lektionen, einem klinischen Fall mit drei Fragen und einem Abschlussquiz.
  2. Die Einheit schließt unmittelbar an die motorische Endplatte an; Energiestoffwechsel und Calciumsignalwege der Zelle stehen in Kachel 01.
  3. Zur Vertiefung passen die Einheiten zur neuromuskulären Blockade sowie die Kreislaufwirkung der Muskelarbeit in Kachel 03.

Lektion 1

Warum das klinisch zählt

Der Skelettmuskel ist mit etwa vierzig Prozent der Körpermasse das größte Organ des Menschen und zugleich der größte Verbraucher von Adenosintriphosphat. Für die Anästhesie ist er aus einem einfachen Grund wichtig: Fast jede lebensbedrohliche Muskelkomplikation im Operationssaal und auf der Intensivstation ist eine Störung der Verbindung zwischen elektrischem Signal und mechanischer Antwort. Die maligne Hyperthermie ist eine ungebremste Calciumfreisetzung, das Propofol-Infusionssyndrom ein Zusammenbruch der Energiebereitstellung im Muskel, die Rhabdomyolyse das Ergebnis einer Zelle, die ihre Membran nicht mehr aufrechterhalten kann.

Hinzu kommt, dass der Muskel unser wichtigstes Messinstrument für den Zustand des Nervensystems ist. Wir prüfen die neuromuskuläre Übertragung an der Zuckungsantwort, wir beurteilen die Wirkung der Sedierung an der Bewegung und wir erkennen die Schwäche des Intensivpatienten an der verlorenen Kraft. Ohne Verständnis der Kopplung bleibt jede dieser Beobachtungen unvollständig, weil man nicht unterscheiden kann, ob Nerv, Endplatte, Membran, Calciumfreisetzung oder Energiebereitstellung versagt.

Lektion 2

Vom Muskel zur Muskelfaser

Ein Skelettmuskel gliedert sich in Faserbündel von etwa hundert bis tausend Mikrometern Durchmesser, die mit bloßem Auge als Fleischfasern erkennbar sind. Jedes Bündel enthält die eigentlichen Muskelfasern. Eine Muskelfaser ist eine einzelne Zelle von rund zehn bis hundert Mikrometern Durchmesser und bis zu fünfzehn Zentimetern Länge. Sie entsteht durch Verschmelzung vieler Vorläuferzellen und besitzt deshalb zahlreiche randständige Zellkerne. Ihre Zellmembran heißt Sarkolemm, ihr Zytoplasma Sarkoplasma. Darin liegen Mitochondrien, Glykogen, Myoglobin und mehrere hundert Myofibrillen, die den kontraktilen Apparat bilden.

Die Kraft muss aus der Zelle heraus auf die Sehne übertragen werden. Dafür sind die Aktinfilamente über das Protein Dystrophin am Sarkolemm verankert, das seinerseits an Sarkoglykane gebunden ist und über Merosin die Verbindung zu den Kollagenfibrillen der extrazellulären Matrix herstellt. Fällt eines dieser Proteine durch eine Mutation aus, so reißt bei jeder Kontraktion ein wenig Membran ein, die Faser degeneriert, und es entsteht eine Muskeldystrophie. Für die Anästhesie ist das bedeutsam, weil solche Patienten auf Succinylcholin und auf volatile Anästhetika mit Rhabdomyolyse und Hyperkaliämie antworten können, ohne dass eine maligne Hyperthermie vorliegt.

Funktionell werden langsame, ermüdungsresistente Fasern mit hohem Mitochondriengehalt von schnellen, rasch ermüdenden Fasern unterschieden. Ein Motoneuron versorgt immer nur Fasern eines Typs; die Innervation bestimmt den Fasertyp und kann ihn bei veränderter Beanspruchung umprägen. Die kleinste ansteuerbare Einheit ist deshalb nicht die Faser, sondern die motorische Einheit aus Neuron und zugehörigen Fasern.

Gliederung des Skelettmuskels vom Faserbündel über die Muskelfaser und die Myofibrille bis zum Sarkomer mit Z-Scheibe, I-Band, A-Band, H-Zone und M-Linie
Abbildung 1: Vom Muskel zum Sarkomer: Die Querstreifung entsteht allein durch die regelmäßige Anordnung dünner und dicker Filamente, deren Länge sich bei der Kontraktion nicht ändert; kürzer werden nur die Bereiche, in denen sie sich nicht überlappen. Eigene Darstellung

Lektion 3

Der Bau des Sarkomers

Jede Myofibrille ist durch Z-Scheiben in etwa zwei Mikrometer lange Abschnitte unterteilt, die Sarkomere. Sie sind die kleinste funktionelle Einheit der Kontraktion. Im Lichtmikroskop erscheinen abwechselnd helle und dunkle Bänder, woher der Name quergestreifte Muskulatur stammt. Die dünnen Filamente bestehen aus Aktin und sind mit einem Ende in der Z-Scheibe verankert; rund zweitausend von ihnen gehören zu einem Sarkomer. Die dicken Filamente bestehen aus etwa tausend Molekülen Myosin vom Typ zwei und liegen in der Mitte. Der Bereich, in dem nur Aktin vorkommt, ist das helle I-Band. Der Bereich, in dem die dicken Filamente liegen, bildet das dunkle A-Band. In seiner Mitte, wo sich die Filamente nicht überlappen, liegt die H-Zone mit der M-Linie, an der die Myosinfilamente untereinander verbunden sind.

Auf dem Aktinfilament sitzt ein Regelsystem. Tropomyosin liegt als langer Faden in der Rinne der Aktindoppelhelix und verdeckt in Ruhe die Bindungsstellen für die Myosinköpfe. In regelmäßigen Abständen ist daran der Troponinkomplex aus drei Untereinheiten gebunden: Troponin C trägt die Bindungsstellen für Calcium, Troponin I verhindert in Ruhe das Gleiten der Filamente, und Troponin T stellt die Verbindung zum Tropomyosin her. Die herzspezifischen Formen von Troponin I und Troponin T sind die Marker, die wir bei Verdacht auf Myokardschädigung messen.

Als drittes Filamentsystem durchzieht Titin das Sarkomer. Dieses fadenförmige Riesenmolekül aus rund dreißigtausend Aminosäuren ist die längste bekannte Polypeptidkette und macht etwa zehn Prozent der Muskelmasse aus. Es reicht von der Z-Scheibe bis zur M-Linie, hält das Myosinfilament in der Mitte des Sarkomers und wirkt im Bereich des I-Bandes als elastische Rückstellfeder. Titin ist auf etwa das Zehnfache dehnbar und erzeugt den passiven Dehnungswiderstand des Muskels. Damit erklärt es, warum ein Muskel auch ohne Kontraktion Spannung entwickelt, wenn man ihn dehnt, und warum das Sarkomer nicht auseinanderfällt. Die größte aktive Kraft entwickelt der Skelettmuskel bei einer Sarkomerlänge von etwa zwei bis zwei Komma zwei Mikrometern, weil dort die Überlappung der Filamente optimal ist.

Tabelle 1: Der Bau des Sarkomers
StrukturEnthältVerhalten bei Verkürzung
Z-ScheibeVerankerung der Aktinfilamente und des Titinsnähert sich der benachbarten Z-Scheibe
I-Bandnur Aktinfilamentewird kürzer
A-BandMyosinfilamente mit überlappendem Aktinbleibt gleich lang
H-Zonenur Myosinfilamentewird kürzer
M-LinieQuerverbindungen der Myosinfilamentebleibt im Zentrum

Übung 3.1

Lektion 4

Vom Aktionspotenzial in die Tiefe der Faser

Das Endplattenpotenzial breitet sich elektrotonisch auf das benachbarte Sarkolemm aus und löst dort über spannungsgesteuerte Natriumkanäle ein Muskelaktionspotenzial aus. Dieses läuft mit etwa zwei Metern je Sekunde über die gesamte Faser. Damit ist zunächst nur die Oberfläche erregt. Eine Faser von fünfzig Mikrometern Durchmesser lässt sich jedoch nicht durch Diffusion eines Signals aus der Peripherie gleichmäßig aktivieren; das Zentrum würde deutlich später und schwächer antworten als der Rand, und die Kontraktion wäre unkoordiniert.

Die Lösung ist ein Leitungssystem in die Tiefe. Das Sarkolemm ist an vielen Stellen senkrecht zu den Myofibrillen schlauchartig eingestülpt; diese Einstülpungen heißen transversale Tubuli oder T-System. In ihnen breitet sich das Aktionspotenzial bis in die Mitte der Faser aus, sodass alle Myofibrillen praktisch gleichzeitig erreicht werden.

Das endoplasmatische Retikulum ist in der Muskelzelle besonders geformt und heißt sarkoplasmatisches Retikulum. Es bildet geschlossene Kammern ohne Verbindung zum Extrazellulärraum, die überwiegend längs zu den Myofibrillen verlaufen, und dient als Calciumspeicher; im Inneren bindet das Protein Calsequestrin große Mengen Calcium, sodass die freie Konzentration im Speicher mäßig bleibt und der Gradient überwindbar ist. An den Enden erweitert sich das Retikulum zu Zisternen. Ein transversaler Tubulus läuft jeweils zwischen zwei solchen Zisternen hindurch; diese Anordnung aus drei Membranabschnitten heißt Triade. Hier, und nur hier, treffen elektrisches Signal und Calciumspeicher aufeinander.

Übung 4.1

Lektion 5

Spannungssensor und Calciumfreisetzungskanal

Im Sarkolemm des transversalen Tubulus sitzen in regelmäßigen Reihen die Dihydropyridinrezeptoren. Sie sind die Spannungssensoren der Kopplung. Ihnen direkt gegenüber, in der Membran des sarkoplasmatischen Retikulums, liegen ebenfalls in Reihen die Calciumfreisetzungskanäle, die nach ihrem Pflanzengift-Liganden Ryanodinrezeptoren heißen; im Skelettmuskel ist das der Typ eins. Jeder zweite dieser Kanäle ist mit einem Dihydropyridinrezeptor gepaart.

Im Skelettmuskel ist die Kopplung mechanisch und direkt. Das Aktionspotenzial verändert die Gestalt des Spannungssensors, der Freisetzungskanal spürt diese Formänderung unmittelbar und öffnet sich. Extrazelluläres Calcium wird dafür nicht gebraucht. Weil bereits die Erregung eines Sensors eine ganze Gruppe benachbarter Kanäle koordiniert öffnet, ist die Übertragung sehr sicher. Im Herzmuskel ist der Dihydropyridinrezeptor dagegen selbst ein spannungsgesteuerter Calciumkanal vom L-Typ. Der durch ihn einströmende kleine Calciumstrom öffnet erst die Freisetzungskanäle vom Typ zwei; man spricht vom Calciumfunken und von calciuminduzierter Calciumfreisetzung. Aus diesem Unterschied folgt unmittelbar, warum Calciumantagonisten die Herzkraft dämpfen, die Kraft des Skelettmuskels aber praktisch unberührt lassen.

Durch die geöffneten Kanäle strömt Calcium ins Zytosol. Die freie Konzentration steigt von etwa null Komma null eins Mikromol je Liter in Ruhe auf über ein Mikromol je Liter. Diese hundertfache Änderung ist nur deshalb möglich, weil das Zytosol im Ruhezustand extrem calciumarm gehalten wird; die Grundlagen dazu stehen in Kachel 01. Das freigesetzte Calcium sättigt die Bindungsstellen an Troponin C. Der Komplex ändert seine Form, Troponin I gibt seine Hemmung auf, und Tropomyosin rückt zur Seite, sodass die Bindungsstellen des Aktins für die Myosinköpfe frei werden. Erst jetzt kann eine feste Bindung zwischen Aktin und Myosin entstehen.

Triade mit transversalem Tubulus, Dihydropyridinrezeptor als Spannungssensor, gegenüberliegendem Ryanodinrezeptor des sarkoplasmatischen Retikulums, Calciumfreisetzung und Bindung an Troponin C
Abbildung 2: Elektromechanische Kopplung an der Triade: Im Skelettmuskel überträgt der Spannungssensor die Formänderung mechanisch auf den Calciumfreisetzungskanal, im Herzmuskel dagegen erst über einen kleinen Calciumeinstrom von außen. Eigene Darstellung

Übung 5.1

Lektion 6

Der Querbrückenzyklus

Der Myosinkopf ist ein Motorprotein mit eigener Spaltungsaktivität für Adenosintriphosphat. Zu Beginn trägt er ein Molekül Adenosintriphosphat in seiner Bindungstasche, steht in einem Winkel von etwa fünfundvierzig Grad vom Filament ab und bindet nur sehr schwach an Aktin. Sobald Calcium die Bindungsstellen freigegeben hat, aktiviert das Aktin die Spaltungsaktivität des Myosins. Das Adenosintriphosphat wird in Adenosindiphosphat und anorganisches Phosphat zerlegt, der Kopf richtet sich auf, und die Bindungsstärke zwischen Aktin und Myosin steigt um vier Zehnerpotenzen.

Nun läuft der Kraftschlag in zwei Teilschritten ab. Zuerst löst sich das anorganische Phosphat; der Kopf kippt um etwa vierzig Grad und zieht das dünne Filament mit sich. Danach wird das Adenosindiphosphat abgegeben, und der Kopf gelangt in seine Endstellung. Insgesamt bewegt ein einzelner Kraftschlag das Filament um vier bis zwölf Nanometer. Übrig bleibt eine feste Verbindung aus Aktin und Myosin, der sogenannte Rigorkomplex. Er ist stabil und löst sich ausschließlich dadurch, dass ein neues Molekül Adenosintriphosphat an den Kopf bindet. Diese Weichmacherwirkung des Adenosintriphosphats ist der wichtigste und am häufigsten übersehene Punkt des gesamten Zyklus: Energie wird nicht nur für das Ziehen gebraucht, sondern auch für das Loslassen.

Da die dicken und dünnen Filamente ihre Länge nicht ändern, entsteht die Verkürzung allein durch Gleiten. Die Z-Scheiben nähern sich, der Überlappungsbereich wächst, I-Band und H-Zone werden kürzer, das A-Band bleibt gleich. An einem Aktinfilament arbeiten viele Myosinköpfe, aber nie alle gleichzeitig; der Anteil der gerade gebundenen Köpfe liegt in der Größenordnung von einem Hundertstel bis einem Zehntel. Diese Arbeitsteilung verhindert eine ruckweise Bewegung und hält stets Köpfe für einen raschen Beginn bereit. Bei einer streng isometrischen Anspannung kann der Kopf nicht kippen; die Haltekraft entsteht dann durch Verformung der Köpfe selbst, ohne dass sich die Filamente verschieben.

Übung 6.1

Lektion 7

Erschlaffung, Totenstarre und gestörte Kopplung

Solange weitere Aktionspotenziale eintreffen und die Calciumkonzentration hoch bleibt, läuft der Zyklus erneut ab. Sobald die Freisetzung aufhört, pumpen die Calciumpumpen der Retikulummembran das Calcium unter Verbrauch von Adenosintriphosphat in den Speicher zurück. In schnellen Fasern beschleunigt zusätzlich das Protein Parvalbumin die Erschlaffung, indem es Calcium mit höherer Affinität bindet als Troponin und es anschließend an die Pumpe abgibt. Die zytosolische Konzentration fällt rasch unter ein Zehntel Mikromol je Liter, Tropomyosin verdeckt die Bindungsstellen wieder, und das Gleiten hört auf. Die Erschlaffung ist damit kein passives Nachlassen, sondern ein aktiver, energieabhängiger Vorgang. Sie verbraucht einen erheblichen Teil der Muskelenergie.

Die Totenstarre macht diesen Zusammenhang anschaulich. Im toten Organismus wird kein Adenosintriphosphat mehr gebildet. Damit kann weder das Calcium in den Speicher zurückgepumpt werden noch der stabile Rigorkomplex gelöst werden. Beides zusammen führt zur starren Verhärtung der Muskulatur, die sich erst löst, wenn sich Aktin und Myosin zersetzen. Wer die Totenstarre verstanden hat, versteht auch, warum ein energetisch erschöpfter Muskel kontrakt bleibt und warum eine anhaltende Kontraktion die Zelle von innen zerstört.

Genau das geschieht bei der malignen Hyperthermie. Bei genetischen Varianten des Calciumfreisetzungskanals oder des Spannungssensors öffnen volatile Anästhetika und Succinylcholin den Kanal unkontrolliert. Das Calcium im Zytosol bleibt hoch, die Querbrücken zyklieren ununterbrochen, der Verbrauch an Adenosintriphosphat und Sauerstoff steigt steil an. Die Folge sind ein rascher Anstieg des ausgeatmeten Kohlendioxids, Tachykardie, Muskelstarre, Hyperthermie, Laktatazidose, Hyperkaliämie und schließlich der Zerfall der Muskelfaser. Der Temperaturanstieg ist dabei ein spätes Zeichen; das früheste verwertbare Zeichen ist der unerklärte Anstieg des Kohlendioxidwertes bei unverändertem Atemminutenvolumen.

Das Propofol-Infusionssyndrom greift an anderer Stelle an. Hier ist nicht die Calciumfreisetzung gestört, sondern die Energiebereitstellung: Die Aufnahme langkettiger Fettsäuren in die Mitochondrien und die Atmungskette werden gehemmt, sodass dem Muskel und dem Herzmuskel das Adenosintriphosphat ausgeht. Typisch sind eine metabolische Azidose mit Laktatanstieg, Rhabdomyolyse, Fettstoffwechselstörung, Nierenversagen und Herzrhythmusstörungen unter langer Sedierung mit hoher Dosis. Die Rhabdomyolyse schließlich ist der gemeinsame Endpunkt vieler Ursachen: Druck- und Lagerungsschäden, Kompartmentsyndrom, Krampfanfälle, extreme Belastung, Hitze, Alkohol, Statine, Immobilisation und schwere Infektion. Aus der zerfallenden Faser treten Kalium, Phosphat, Kreatinkinase und Myoglobin aus; das Myoglobin schädigt die Nierentubuli und färbt den Urin dunkel.

Tabelle 2: Erschlaffung, Totenstarre und gestörte Kopplung
MerkmalMaligne HyperthermiePropofol-InfusionssyndromRhabdomyolyse anderer Ursache
Gestörter SchrittCalciumfreisetzung aus dem Retikulummitochondriale EnergiebereitstellungMembranintegrität der Faser
Auslöservolatile Anästhetika, Succinylcholinhohe Dosis und lange Dauer der SedierungDruck, Ischämie, Überlastung, Toxine, Infektion
ZeitverlaufMinuten bis StundenStunden bis TageStunden bis Tage
Frühestes ZeichenAnstieg des ausgeatmeten Kohlendioxidsmetabolische Azidose mit LaktatanstiegAnstieg der Kreatinkinase, dunkler Urin
MuskeltonusStarre, oft beginnend am Kieferschlaffschlaff, bei Kompartmentsyndrom gespannt
Spezifische TherapieDantrolen, Auslöser beendenSedierung umstellen, KreislaufunterstützungVolumen, Ursache beseitigen, Nierenersatz bei Bedarf

Übung 7.1

Lektion 8

Funktionelles Modell

Stellen Sie sich die Kopplung als Kette mit fünf Gliedern vor. Das erste Glied ist der Nerv mit der Endplatte, das zweite das Aktionspotenzial auf dem Sarkolemm, das dritte seine Weiterleitung über das T-System in die Tiefe, das vierte die Calciumfreisetzung an der Triade und das fünfte der Querbrückenzyklus mit seinem Energieträger. Kraft entsteht nur, wenn alle fünf Glieder halten. Eine Schwäche lässt sich deshalb immer einem Glied zuordnen, und die Zuordnung entscheidet über die Therapie.

Das Modell erklärt auch die Symmetrie von Anspannung und Entspannung. Calcium ist das Signal, das die Bremse löst: Ohne Calcium verdeckt Tropomyosin die Bindungsstellen, mit Calcium sind sie frei. Adenosintriphosphat ist dagegen kein Signal, sondern die Währung, mit der zwei völlig verschiedene Dinge bezahlt werden, nämlich der Kraftschlag und das anschließende Loslassen, dazu das Zurückpumpen des Calciums. Daraus folgt eine für die Klinik wichtige Asymmetrie: Ein Energiemangel führt nicht zu einem schlaffen, sondern zu einem kontrakten Muskel. Die Totenstarre ist der Grenzfall dieses Satzes, die maligne Hyperthermie seine klinische Form am lebenden Patienten.

Mit diesem Bild wird jede Muskelkomplikation lesbar. Fragen Sie sich stets: Kommt das Signal an, kommt es in die Tiefe, wird Calcium freigesetzt, wird es wieder weggeräumt, und reicht die Energie für beides? Die Antwort auf diese fünf Fragen trennt die neuromuskuläre Restblockade von der Schwäche bei kritischer Krankheit, die maligne Hyperthermie vom Fieber und das Propofol-Infusionssyndrom von einer septischen Azidose.

Lektion 9

Klinische Übersetzung

Was verändert die Anästhesie?

  • Volatile Anästhetika und Succinylcholin sind die Auslöser der malignen Hyperthermie. Bei bekannter Veranlagung oder bei Verdacht wird triggerfrei mit intravenösen Substanzen und nichtdepolarisierenden Relaxanzien geführt, das Narkosegerät wird nach Herstellerangaben gespült.
  • Dantrolen ist das einzige ursächliche Medikament; es hemmt die Freisetzung von Calcium am Ryanodinrezeptor. Es muss in ausreichender Menge vorgehalten und sofort wiederholt gegeben werden, bis Kohlendioxidwert und Temperatur fallen.
  • Lange Sedierung mit hohen Propofoldosen belastet die mitochondriale Energiebereitstellung. Eine unerklärte metabolische Azidose unter dieser Therapie ist bis zum Beweis des Gegenteils ein Warnzeichen.
  • Lagerung, Polsterung und Operationsdauer bestimmen das Risiko der Druckrhabdomyolyse, besonders in Steinschnitt- und Seitenlage sowie bei hohem Körpergewicht.
  • Hypothermie verlangsamt die Calciumpumpen und verzögert die Erschlaffung; Normothermie ist deshalb auch für die Muskelfunktion und die Wirkung der Relaxanzien von Bedeutung.
  • Bei Patienten mit Muskeldystrophie oder myotonen Syndromen ist Succinylcholin zu vermeiden, weil es Hyperkaliämie, Rhabdomyolyse oder eine anhaltende Kontraktur auslösen kann.

Wann wird diese Physiologie klinisch sichtbar?

  • Unerklärter Anstieg des ausgeatmeten Kohlendioxids bei unveränderter Beatmung, begleitet von Tachykardie und Muskelstarre, mit Temperaturanstieg als spätem Zeichen.
  • Kiefersperre nach Succinylcholin, die über die übliche kurze Anspannung hinausgeht; sie gilt als Warnzeichen und verlangt Überwachung sowie die Bestimmung der Kreatinkinase.
  • Dunkler Urin nach langer Operation in ungünstiger Lagerung, verbunden mit Muskelschmerz und steigender Kreatinkinase.
  • Metabolische Azidose unter Langzeitsedierung mit Laktatanstieg, Rhythmusstörungen und steigenden Muskelenzymen.
  • Hyperkaliämie mit spitzen T-Wellen als Folge des Faserzerfalls, unabhängig davon, ob maligne Hyperthermie, Propofol-Infusionssyndrom oder Druckschaden die Ursache ist.
  • Anhaltende Schwäche des Intensivpatienten, bei der Nerv, Muskel und Energiestoffwechsel gemeinsam betroffen sind und die Kraft auch nach Absetzen aller Relaxanzien nicht zurückkehrt.
Vorsicht

Der Temperaturanstieg ist bei der malignen Hyperthermie ein spätes Zeichen. Wer auf ihn wartet, verliert die Zeit, in der Dantrolen noch wirksam ist; maßgeblich sind der unerklärte Anstieg des ausgeatmeten Kohlendioxids und die Muskelstarre.

Aktuelle Evidenz

Für die maligne Hyperthermie ist die Dosierung des Dantrolens klar festgelegt: 2 bis 2,5 mg je Kilogramm Körpergewicht, wiederholt alle zehn Minuten, bis Kohlendioxidwert und Temperatur fallen.1 Die aktualisierte Diagnostik von 2025 führt eine eigene Kategorie des Genotyps ein, hält aber daran fest, dass der In-vitro-Kontrakturtest das einzige Verfahren bleibt, mit dem eine Veranlagung ausgeschlossen werden kann.2 Für die Praxis heißt das: Ein negativer genetischer Befund entlastet den Patienten nicht.

Das Propofol-Infusionssyndrom ist selten, aber folgenschwer. Eine Auswertung von 153 Fällen ergab eine Letalität von 51 Prozent; häufigstes Merkmal war die metabolische Azidose bei etwa 77 Prozent der Betroffenen. Bemerkenswert ist, dass Fälle auch unterhalb einer Dosis von 4 mg je Kilogramm und Stunde auftraten, sodass eine vermeintlich sichere Dosisgrenze nicht existiert.3 Eine unerklärte metabolische Azidose unter Langzeitsedierung ist deshalb ein Warnzeichen, dem nachzugehen ist.

Bei der Rhabdomyolyse gilt als Diagnoseschwelle eine Kreatinkinase über dem Fünffachen der Norm; eine begleitende Sepsis erhöht das Risiko eines höheren Nierenversagensstadiums.4 Wie eng die Höhe des Enzyms mit dem Nierenrisiko zusammenhängt, zeigt eine Kohorte von 73 036 Erwachsenen: Die Dialyserate betrug 1,84 Prozent bei Werten von 1 000 bis 5 000, 5,02 Prozent bei 10 000 bis 50 000 und 8,81 Prozent oberhalb von 100 000 Einheiten je Liter.5

Übung 9.1

Lektion 10

Typische Fehlannahmen

  • Bei der Kontraktion verkürzen sich die Filamente. Aktin und Myosin behalten ihre Länge. Kürzer werden nur I-Band und H-Zone, weil die Filamente ineinander gleiten.
  • Adenosintriphosphat wird nur zum Anspannen gebraucht. Es löst auch den festen Aktin-Myosin-Komplex und treibt die Calciumpumpe an. Fehlt es, bleibt der Muskel kontrakt; die Totenstarre ist der Beleg.
  • Die Kopplung funktioniert im Skelettmuskel und im Herzmuskel gleich. Der Skelettmuskel koppelt mechanisch und benötigt kein extrazelluläres Calcium, der Herzmuskel braucht den auslösenden Calciumeinstrom von außen.
  • Eine normale Temperatur schließt eine maligne Hyperthermie aus. Der Temperaturanstieg kommt spät. Kohlendioxidanstieg, Tachykardie und Starre kommen früher.
  • Eine Rhabdomyolyse zeigt sich immer durch dunklen Urin. Der Urin kann unauffällig sein; maßgeblich ist der Verlauf der Kreatinkinase und der begleitende Elektrolyt- und Nierenbefund.

Lektion 11

Klinischer Fall, Merksätze und Aufgaben

Fall 1: Kohlendioxidanstieg bei einer Knieoperation

Ein 22-jähriger Patient ohne Vorerkrankungen wird für eine Kreuzbandplastik in Allgemeinanästhesie mit einem volatilen Anästhetikum geführt. Zur Intubation wurde Succinylcholin gegeben; dabei fiel eine ungewöhnlich feste Kiefermuskulatur auf. Nach 30 Minuten steigt das ausgeatmete Kohlendioxid bei unveränderter Beatmung von 36 auf 68 mmHg, die Herzfrequenz von 72 auf 140 Schläge pro Minute, der Blutdruck schwankt. Die Körperkerntemperatur beträgt 37,6 Grad Celsius und steigt in den folgenden zehn Minuten auf 38,9 Grad Celsius. Die Blutgasanalyse zeigt eine gemischte Azidose mit einem Laktat von 6,2 mmol pro Liter und einem Kalium von 5,9 mmol pro Liter. Die Muskulatur der Extremitäten wirkt zunehmend steif.

Fall 1, Frage 1

Fall 1, Frage 2

Fall 1, Frage 3

Merksätze

  • Das Sarkomer reicht von Z-Scheibe zu Z-Scheibe; A-Band bleibt gleich, I-Band und H-Zone werden kürzer.
  • Das T-System bringt die Spannung in die Tiefe, die Triade übersetzt sie in Calcium, Troponin und Tropomyosin entscheiden über den Zugang zum Aktin.
  • Im Skelettmuskel ist die Kopplung mechanisch, im Herzmuskel calciumvermittelt. Daraus folgt die unterschiedliche Wirkung der Calciumantagonisten.
  • Adenosintriphosphat zieht, löst und pumpt. Energiemangel macht den Muskel starr, nicht schlaff.
  • Bei der malignen Hyperthermie steigt zuerst das Kohlendioxid, dann die Temperatur. Wer umgekehrt denkt, kommt zu spät.

Aufgaben

Aufgabe 1: Wie antworten Sie?

Gegeben:
Ein Student fragt Sie, warum eine Muskelfaser von fünfzig Mikrometern Durchmesser überhaupt ein Röhrensystem braucht, wenn das Aktionspotenzial doch ohnehin über die ganze Oberfläche läuft.

Frage:
Wie antworten Sie?

Lösung

Das Aktionspotenzial erregt nur die Membran, also die Oberfläche. Das Signal, das die Myofibrillen im Inneren aktivieren muss, ist Calcium, und dieses müsste ohne Röhrensystem vom Rand ins Zentrum diffundieren. Diffusion über fünfundzwanzig Mikrometer dauert zu lange und wäre ungleichmäßig, sodass die äußeren Fibrillen längst zögen, während die inneren noch ruhten. Die transversalen Tubuli führen das elektrische Signal bis an jede Triade heran, sodass überall gleichzeitig Calcium freigesetzt wird und die Faser als Einheit kontrahiert.

Aufgabe 2: Welche Verdachtsdiagnose stellen Sie, und

Gegeben:
Bei einer Bauchoperation steigt das ausgeatmete Kohlendioxid innerhalb von zwanzig Minuten von 38 auf 62 mmHg, die Herzfrequenz von 70 auf 128 Schläge pro Minute, die Temperatur beträgt 37,4 Grad Celsius. Der Muskeltonus wirkt erhöht.

Frage:
Welche Verdachtsdiagnose stellen Sie, und wie begründen Sie die Reihenfolge der Zeichen?

Lösung

Der Verdacht richtet sich auf eine maligne Hyperthermie. Durch die unkontrollierte Calciumfreisetzung zyklieren die Querbrücken ununterbrochen; der Verbrauch an Adenosintriphosphat und Sauerstoff steigt, und es fällt entsprechend viel Kohlendioxid an. Deshalb ist der Anstieg des ausgeatmeten Kohlendioxids bei unveränderter Beatmung das früheste verwertbare Zeichen, gefolgt von Tachykardie und Muskelstarre. Die Wärme ist ein Nebenprodukt des Umsatzes und braucht Zeit, um die Körperkerntemperatur messbar zu heben; eine normale Temperatur schließt die Diagnose daher nicht aus. Zu handeln ist sofort, ohne den Temperaturanstieg abzuwarten.

Aufgabe 3: Erklären Sie mit dem Querbrückenzyklus

Gegeben:
Die Angaben stehen in der Frage.

Frage:
Erklären Sie mit dem Querbrückenzyklus, warum ein Muskel ohne Adenosintriphosphat nicht erschlafft, sondern starr wird.

Lösung

Nach Abgabe von Phosphat und Adenosindiphosphat bleibt ein fester Komplex aus Aktin und Myosin zurück, der Rigorkomplex. Gelöst wird er ausschließlich dadurch, dass ein neues Molekül Adenosintriphosphat an den Myosinkopf bindet und die Bindung schwächt. Fehlt der Energieträger, bleibt der Komplex bestehen. Gleichzeitig arbeitet die Calciumpumpe des sarkoplasmatischen Retikulums nicht mehr, sodass das Calcium im Zytosol verbleibt und die Bindungsstellen frei bleiben. Beides zusammen ergibt die anhaltende Verhärtung, die als Totenstarre bekannt ist.

Aufgabe 4: Wie erklären Sie den Befund

Gegeben:
Ein Patient mit einem Körpergewicht von 140 kg wird über sechs Stunden in Steinschnittlage operiert. Am ersten postoperativen Tag klagt er über Schmerzen in beiden Oberschenkeln, die Kreatinkinase liegt weit über dem Fünffachen der Norm.

Frage:
Wie erklären Sie den Befund, und worauf achten Sie?

Lösung

Durch anhaltenden Druck auf die Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur ist die Durchblutung eingeschränkt worden. Der Energiemangel lässt die Calciumpumpen und die Natrium-Kalium-Pumpe versagen, Calcium bleibt im Zytosol, und die Membran verliert ihre Integrität; die Faser zerfällt. Freigesetzt werden Kalium, Phosphat, Kreatinkinase und Myoglobin, das die Nierentubuli schädigt. Zu achten ist auf Nierenfunktion, Urinmenge und Urinfarbe, auf Kalium und Calcium sowie auf Zeichen eines Kompartmentsyndroms an den betroffenen Muskellogen. Die Behandlung besteht aus großzügiger Volumengabe, Überwachung der Elektrolyte und Beseitigung der Ursache.

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Abschlussquiz, etwa 8 Minuten

Abschlussquiz

Acht Fragen. Bestanden ab 80 %.

Zum Nachschlagen

Begriffe und Literatur

BegriffBedeutung
SarkomerAbschnitt einer Myofibrille zwischen zwei Z-Scheiben, etwa zwei Mikrometer lang; kleinste funktionelle Einheit der Kontraktion.
TitinFadenförmiges Riesenmolekül von der Z-Scheibe zur M-Linie; positioniert das Myosinfilament und wirkt als elastische Rückstellfeder.
Transversale TubuliEinstülpungen des Sarkolemms, die das Aktionspotenzial bis in die Tiefe der Faser leiten.
TriadeAnordnung aus einem transversalen Tubulus und zwei angrenzenden Zisternen des sarkoplasmatischen Retikulums; Ort der Kopplung.
SpannungssensorDihydropyridinrezeptor des Tubulussarkolemms, der im Skelettmuskel den Calciumfreisetzungskanal mechanisch öffnet.
CalciumfreisetzungskanalRyanodinrezeptor der Retikulummembran; im Skelettmuskel Typ eins, Zielstruktur der malignen Hyperthermie.
QuerbrückenzyklusFolge aus Bindung, Kraftschlag, Lösen und Wiederaufrichten des Myosinkopfes unter Verbrauch von Adenosintriphosphat.
RigorkomplexStabile Verbindung aus Aktin und Myosin ohne gebundenes Nukleotid; löst sich nur durch neues Adenosintriphosphat.

Literatur

  1. Glahn KPE, Girard T, Hellblom A et al. Recognition and management of a malignant hyperthermia crisis: updated 2024 guideline from the European Malignant Hyperthermia Group. Br J Anaesth. 2025;134(1):221-223. doi:10.1016/j.bja.2024.09.022
  2. Rüffert H, Gillies R, Hopkins PM et al. European Malignant Hyperthermia Group 2025 guidelines for the investigation of malignant hyperthermia susceptibility. Br J Anaesth. 2026;136(2):653-661. doi:10.1016/j.bja.2025.11.006
  3. Krajčová A, Waldauf P, Anděl M, Duška F. Propofol infusion syndrome: a structured review of experimental studies and 153 published case reports. Crit Care. 2015;19:398. doi:10.1186/s13054-015-1112-5
  4. Lim AKH. Predicting acute kidney injury in acute rhabdomyolysis. J Clin Med. 2025;14(19):6892. doi:10.3390/jcm14196892
  5. O’Connell D. Creatine kinase elevations and risk of renal failure and dialysis in patients with rhabdomyolysis. Cureus. 2025;17(6):e86536. doi:10.7759/cureus.86536

Standardwerke

  • Silbernagl S, Despopoulos A, Draguhn A. Taschenatlas Physiologie. 9. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2018. Grundlagen und Zellphysiologie.
  • Pape HC, Kurtz A, Silbernagl S (Hrsg.). Physiologie. 9. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2019.
  • Boron WF, Boulpaep EL. Medical Physiology. 3. Auflage. Philadelphia: Elsevier; 2017.
  • Lüllmann-Rauch R, Asan E. Taschenlehrbuch Histologie. 6. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2019.
  • Gropper MA, Cohen NH, Eriksson LI et al. (Hrsg.). Miller’s Anesthesia. 9. Auflage. Philadelphia: Elsevier; 2020.

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