Das akute Koronarsyndrom (ACS) umfasst den ST-Hebungsinfarkt (STEMI), den Infarkt ohne ST-Hebung (NSTEMI) und die instabile Angina pectoris, also neu aufgetretene, zunehmende oder in Ruhe auftretende Beschwerden ohne Troponinanstieg. Ursache ist meist die Ruptur oder Erosion eines atherosklerotischen Plaques mit aufgelagertem Thrombus, der die Koronararterie teilweise oder ganz verschließt. Risikofaktoren sind Rauchen, Hypertonie, Diabetes, Fettstoffwechselstörung, familiäre Belastung, Alter, männliches Geschlecht, Adipositas und eine bekannte KHK.
Die wichtigste präklinische Untersuchung ist das 12-Kanal-EKG, geschrieben und beurteilt innerhalb von zehn Minuten nach dem ersten Kontakt. Es entscheidet über den Weg: ST-Hebungsinfarkt direkt ins Katheterlabor, sonst in eine Klinik mit Chest-Pain-Unit. Jeder Verdacht auf ein ACS wird stationär abgeklärt; eine ambulante Behandlung vor Ort ist nicht möglich, weil erst EKG-Verlauf und Troponin die Diagnose sichern.