Ein Schädel-Hirn-Trauma ist eine Funktionsstörung oder strukturelle Schädigung des Gehirns durch äußere Gewalt. Pathologisch unterscheidet man fokale Schäden, also Kontusionen und epidurale, subdurale und intrazerebrale Blutungen, von diffusen Schäden wie der diffusen axonalen Verletzung und dem diffusen Hirnödem. Das Leitsymptom ist die Bewusstseinsstörung; hinzu kommen Amnesie, Kopfschmerz, Erbrechen, Krampfanfälle und fokale neurologische Defizite.
Die Basisuntersuchung umfasst Vitalzeichen mit Sättigung und Blutdruck, die Glasgow Coma Scale, Pupillenweite und Lichtreaktion, Seitenzeichen der Motorik, äußere Verletzungen am Kopf mit Zeichen einer Schädelbasisfraktur wie Brillenhämatom oder Liquorfluss, die Halswirbelsäule, den Blutzucker und die Frage nach Gerinnungshemmern. Nach der GCS wird das Schädel-Hirn-Trauma in leicht (13 bis 15), mittelschwer (9 bis 12) und schwer (3 bis 8) eingeteilt. Weil die GCS nach Sedierung, Intoxikation und im Verlauf schwankt, wird sie wiederholt und mit ihren Einzelwerten dokumentiert.
Glasgow Coma Scale
Beste Reaktion je Kategorie; bei Seitendifferenz zählt die bessere Seite. Die Einzelwerte werden immer mit dokumentiert, etwa A2 V2 M5.