Hand aufs Herz: Die besten Geschichten der Medizin werden nicht auf Kongressen erzählt, sondern nachts um drei im Aufwachraum, beim Kaffee nach der Rea oder im Hubschrauber auf dem Rückflug. Dieses Kapitel sammelt solche Geschichten, nur mit Quellenangabe. Es geht um Menschen, die sich selbst operierten, weil sonst niemand da war; um einen Assistenzarzt, der sich für die Wissenschaft mit dem Hammer aufs Schienbein schlagen ließ; um eine junge Ärztin, die mit 13,7 °C Körpertemperatur überlebte; und um ein Rettungsteam, das seinen Operationssaal auf einen Acker trug.
Hier gibt es keine Übungen, keine Tests und keinen Fortschrittsbalken. Lehnen Sie sich zurück. Ganz ohne Hintergedanken geht es aber nicht: Jede Geschichte endet mit einem grünen Kasten „Zum Mitnehmen“, einem Satz, der im nächsten Dienst nützt. Wo sich Legenden hartnäckiger halten als Wundklammern, steht ein Kasten „Legende oder Wahrheit?“. Die Fakten sind gegen Fallberichte und Primärquellen geprüft; Privatpersonen bleiben ohne Namen.
Den Titel haben wir uns bei Hollywood geliehen. Öl kommt nicht vor, Blut schon. Versprochen.
Die Geschichten
- „Gentlemen, this is no humbug“: die ersten Narkosen
- Kokain im Auge, ein Hammer am Schienbein: wie die Regionalanästhesie begann
- There will be blood: vom Lammblut zur Blutgruppe
- Der schnellste Chirurg von London
- Allein in der Antarktis: die Selbstappendektomie von Nowolasarewskaja
- Der Chirurg, der sich dreimal selbst operierte, und das Grammophon im OP
- Kaiserschnitt: ein Kaiser, der keiner war, und eine Mutter mit einem Küchenmesser
- 127 Stunden: der Arm unter dem Felsblock
- Niemand ist tot, bis er warm und tot ist
- Ein Operationssaal auf dem Acker