| Design | Geeignet für | Schwächen |
|---|---|---|
| Randomisierte kontrollierte Studie | Wirksamkeit einer Intervention | aufwendig, teuer, oft enge Population |
| Prospektive Kohorte | Verlauf, Risikofaktoren, seltene Endpunkte | Störgrößen, kein Kausalnachweis |
| Register und Routinedaten | Versorgungsrealität, große Fallzahlen | Datenqualität, Selektion, Dokumentationsartefakte |
| Fall-Kontroll-Studie | seltene Ereignisse | Erinnerungs- und Auswahlfehler |
| Qualitative Studie | Erleben, Barrieren, Umsetzung | nicht zur Wirksamkeitsmessung geeignet |
| Umfrage | Praxis und Meinungen abbilden | Antwortquote, Selbstauskunft |
Vier Dinge müssen vor dem ersten Patienten geklärt sein. Die Fallzahl wird vorher geplant, aus dem erwarteten Effekt, der Streuung und dem gewählten Fehlerniveau; ohne diese Planung bleibt jedes Ergebnis interpretationsbedürftig, weil weder ein positives noch ein negatives Resultat einzuordnen ist. Die Genehmigungen umfassen die Ethikkommission und den Datenschutz, bei Arzneimitteln oder Medizinprodukten zusätzliche Anforderungen, und die Registrierung der Studie vor Einschluss des ersten Falls, die viele Zeitschriften zur Bedingung einer Publikation machen. Die Einwilligung erfolgt schriftlich und informiert, außer bei anonymisierten Routinedaten nach entsprechender Prüfung; Sonderfälle wie die Notfallforschung werden eigens geregelt. Und ein Protokoll mit Datenplan legt fest, wer was, wo und wie lange erfasst; diese Stunde Arbeit am Anfang spart später Monate.