Geschlecht hat eine biologische Seite, im Englischen sex, und eine soziale, gender. Die Geschlechtsidentität ist das innere Wissen, welchem Geschlecht ein Mensch angehört; sie kann vom bei der Geburt eingetragenen Geschlecht abweichen. Trans Personen leben in einem anderen als dem zugewiesenen Geschlecht, nicht-binäre Personen ordnen sich weder ausschließlich als Frau noch als Mann ein, intergeschlechtliche Menschen haben angeborene Varianten der körperlichen Geschlechtsmerkmale. Seit November 2024 können Geschlechtseintrag und Vornamen nach dem Selbstbestimmungsgesetz durch Erklärung beim Standesamt geändert werden.
Im Krankenhaus zählt zuerst Respekt: nach dem gewünschten Namen und der Anrede fragen, sie verwenden und dokumentieren, persönliche Angaben nur so weit erheben und weitergeben, wie sie für die Behandlung nötig sind. Für die Medizin wichtig bleiben die Anatomie, eine Hormontherapie und frühere Operationen, die sachlich erfragt werden.