Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen der Medizin. Aktive Impfungen regen die eigene Immunantwort an, mit Totimpfstoffen aus abgetöteten Erregern, Bestandteilen, Toxoiden oder mRNA oder mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen wie gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen. Passive Impfungen geben fertige Antikörper, etwa Tetanus- oder Hepatitis-B-Immunglobulin, und schützen sofort, aber nur für Wochen.
In Deutschland gibt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) nach § 20 Infektionsschutzgesetz die Empfehlungen heraus; sie erscheinen jährlich im Epidemiologischen Bulletin und in der App STIKO@rki. Für Erwachsene gehören unter anderem dazu: Tetanus und Diphtherie alle zehn Jahre, einmal mit Pertussis; Masern für nach 1970 Geborene ohne ausreichenden Schutz; ab 60 Jahren Influenza jährlich, Pneumokokken, Herpes zoster mit Totimpfstoff und COVID-19 jährlich; RSV ab 75 Jahren und ab 60 Jahren bei Risikofaktoren. Jede Impfung wird dokumentiert, im Impfausweis oder in einer Impfbescheinigung (§ 22 IfSG), und setzt eine Aufklärung voraus.