Klinische Physiologie, Kachel 01 · Stufe PJ

Körperkompartimente

Intrazellulärraum, Interstitium und Plasma: die Räume, auf die sich jede Infusion, jede Elektrolytstörung und jedes Verteilungsvolumen bezieht.

Lernziele
  • Die Flüssigkeitsräume des Körpers mit ihren ungefähren Volumina benennen und die Barrieren zwischen ihnen zuordnen.
  • Erklären, warum die Ionenzusammensetzung von Intrazellulär- und Extrazellulärraum so unterschiedlich ist und welche Pumpe das aufrechterhält.
  • Den Unterschied zwischen Osmolalität und Tonizität an Infusionslösungen erläutern.
  • Aus der Kompartimentzugehörigkeit eines Stoffes sein Verteilungsvolumen und die Wirkung einer Infusion ableiten.
  • Typische klinische Fehlschlüsse zu Natrium, Kalium und Albumin vermeiden.

Zu dieser Lerneinheit

  1. Fünf Lektionen mit Tabelle der Infusionslösungen, Merksätzen, vier Aufgaben mit Lösungen 5 Übungsfragen in den Lektionen, einem klinischen Fall mit drei Fragen und einem Abschlussquiz.
  2. Die Zahlenangaben sind Näherungen für einen Erwachsenen von 70 kg.
  3. Die Regelung von Volumen und Osmolalität auf Organebene folgt in der Kachel Inneres Milieu.

Lektion 1

Warum das klinisch zählt

Wenn Sie 500 ml einer Lösung infundieren, entscheidet nicht die Menge, sondern die Verteilung über die Wirkung. Dieselben 500 ml bleiben als kolloidhaltige Lösung überwiegend intravasal, verteilen sich als isotone Vollelektrolytlösung im gesamten Extrazellulärraum und erreichen als freies Wasser auch den Intrazellulärraum. Wer die Kompartimente kennt, sagt Kreislaufwirkung, Ödembildung und Natriumverlauf vorher, statt sie hinterher zu erklären. Dieselbe Logik trägt in der Pharmakologie: Das Verteilungsvolumen eines Anästhetikums ist nichts anderes als die Frage, in welchen Räumen es sich löst.

Lektion 2

Die Räume und ihre Größen

Etwa 60 Prozent der Körpermasse eines Erwachsenen sind Wasser, bei Frauen und bei Adipositas anteilig weniger, beim Neugeborenen deutlich mehr. Von diesem Gesamtkörperwasser liegen rund zwei Drittel innerhalb der Zellen und ein Drittel außerhalb. Der Extrazellulärraum teilt sich wiederum auf: Der größere Teil ist Interstitium, der kleinere ist Plasma. Für einen 70 kg schweren Erwachsenen ergeben sich als Näherung etwa 42 Liter Gesamtkörperwasser, davon 28 Liter intrazellulär, 14 Liter extrazellulär, darin etwa 10,5 Liter Interstitium und 3,5 Liter Plasma. Dazu kommen kleine, aber klinisch wichtige transzelluläre Räume: Liquor, Kammerwasser, Gelenk-, Pleura- und Peritonealflüssigkeit sowie der Inhalt des Verdauungstrakts.

Zwischen den Räumen liegen Barrieren mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die Zellmembran trennt Intrazellulär- und Extrazellulärraum; sie ist für Wasser gut durchlässig, für Ionen dagegen nur über Kanäle und Transporter. Das Kapillarendothel trennt Plasma und Interstitium; es ist für Wasser und kleine Ionen frei durchlässig, hält jedoch Plasmaproteine weitgehend zurück. Aus diesem Unterschied entsteht der kolloidosmotische Druck, der Wasser in der Strombahn hält. Epithelien bilden die Grenze zur Außenwelt und zu den transzellulären Räumen; ihre Dichtigkeit bestimmen die Schlussleisten mit ihren Claudinen, wodurch ein Epithel je nach Aufgabe eher durchlässig oder eher dicht ist.

Gesamtkörperwasser 42 Liter, Erwachsener von 70 kgIntrazellulär 28 LiterExtrazellulär 14 LiterInterstitium 11 LiterPlasma 3 Liter
Abbildung 1: Die drei Räume im Größenvergleich. Die Strombahn, in die Sie infundieren, ist der kleinste Raum. Eigene Darstellung

Übung 2.1

Lektion 3

Warum die Zusammensetzung so unterschiedlich ist

Extrazellulär dominiert Natrium mit etwa 140 mmol pro Liter, begleitet von Chlorid und Bicarbonat. Intrazellulär dominiert Kalium mit etwa 140 bis 160 mmol pro Liter, begleitet von organischen Phosphaten und negativ geladenen Proteinen. Freies Calcium liegt im Interstitium bei etwa 1,3 mmol pro Liter, im Zytosol dagegen vier bis fünf Zehnerpotenzen niedriger. Diese Unterschiede sind kein Zufall, sondern das Ergebnis dauernder Arbeit: Die Natrium-Kalium-ATPase pumpt in jedem Zyklus drei Natriumionen nach außen und zwei Kaliumionen nach innen und verbraucht dafür ein Molekül Adenosintriphosphat. Calciumpumpen der Zellmembran und des endoplasmatischen Retikulums halten das Zytosol calciumarm.

Damit hat jedes Kompartiment eine Funktion. Der steile Natriumgradient ist eine Energiereserve, die sekundär aktive Transportvorgänge antreibt, etwa die Aufnahme von Glucose und Aminosäuren. Der Kaliumgradient bestimmt das Ruhemembranpotenzial. Der extrem niedrige zytosolische Calciumspiegel macht Calcium zum idealen Signalstoff: Schon ein kleiner Einstrom verändert die Konzentration um ein Vielfaches. Diese drei Punkte werden in den folgenden Unterkapiteln vertieft.

Übung 3.1

Lektion 4

Osmolalität, Tonizität und die Bewegung von Wasser

Wasser folgt dem osmotischen Gefälle. Entscheidend ist dabei nicht die Gesamtzahl gelöster Teilchen, sondern die Zahl der Teilchen, die die Membran nicht frei passieren können. Die Osmolalität des Plasmas beträgt etwa 290 mosmol pro Kilogramm Wasser und lässt sich näherungsweise abschätzen als zweimal die Natriumkonzentration plus Glucose plus Harnstoff, jeweils in mmol pro Liter. Harnstoff verteilt sich allerdings frei über die Zellmembran und trägt deshalb kaum zur Tonizität bei. Eine Harnstofferhöhung bei Niereninsuffizienz steigert die gemessene Osmolalität, verschiebt aber kein Wasser. Genau das meint die Unterscheidung von Osmolalität und Tonizität: Nur wirksame Teilchen bewegen Wasser.

Daraus folgt das Verhalten der gängigen Infusionslösungen. Isotone Vollelektrolytlösungen bleiben im Extrazellulärraum und verteilen sich dort im Verhältnis Interstitium zu Plasma von etwa drei zu eins; von einem Liter verbleiben also grob 250 ml intravasal. Glucose 5 Prozent ist bei Infusion isoton, doch nach Verstoffwechslung der Glucose bleibt freies Wasser übrig, das sich über alle Räume verteilt und deshalb kaum Kreislaufwirkung hat, wohl aber die Natriumkonzentration senkt. Hypertone Lösungen ziehen Wasser aus dem Intrazellulärraum und vergrößern den Extrazellulärraum überproportional. Kolloide bleiben zunächst weitgehend intravasal, solange die endotheliale Barriere intakt ist; bei entzündlich veränderter Barriere, etwa in der Sepsis, verlieren sie diesen Vorteil.

Tabelle 1: Osmolalität, Tonizität und die Bewegung von Wasser
LösungVerteilt sich inIntravasaler Anteil nach AusgleichTypische Anwendung
Vollelektrolytlösung, isotonExtrazellulärraumetwa ein ViertelErsatz extrazellulärer Verluste, Standardinfusion
Glucose 5 ProzentGesamtkörperwasseretwa ein Zwölftelfreies Wasser, Hypernatriämie, nicht zur Kreislaufstabilisierung
KolloidlösungPlasma, solange Barriere intakthoch, abhängig von Endothel und Glykokalixausgewählte Situationen, kritische Abwägung
Hypertone KochsalzlösungExtrazellulärraum, zieht Wasser aus Zellenübersteigt das infundierte Volumensymptomatische Hyponatriämie, Hirndruck

Übung 4.1

Lektion 5

Funktionelles Modell

Drei Fragen genügen, um die Wirkung einer Flüssigkeitsgabe vorherzusagen:

  1. Welche Teilchen trägt die Lösung, und passieren sie die Barriere? Nicht passierende Teilchen halten Wasser im Raum ihrer Verteilung.
  2. Welche Barriere ist intakt? Bei geschädigtem Endothel verlieren Kolloide ihre Bindungswirkung, bei geschädigter Zellmembran versagt jede Kompartimentlogik.
  3. Welcher Raum ist eigentlich leer? Blutverlust entleert das Plasma, Erbrechen und Diarrhö den Extrazellulärraum, Wasserverlust bei Fieber das Gesamtkörperwasser. Ersetzt wird der Raum, der fehlt.

Lektion 6

Klinische Übersetzung

Was verändert die Anästhesie?

  • Anästhetika und Sympathikolyse erweitern das venöse Reservoir. Das Plasmavolumen ist unverändert, doch der gefüllte Raum ist größer, weshalb der Patient hypovoläm wirkt, ohne Flüssigkeit verloren zu haben.
  • Positive Druckbeatmung erhöht den intrathorakalen Druck und verschiebt die Verteilung zwischen den Gefäßabschnitten, sichtbar an Schwankungen der arteriellen Druckkurve.
  • Chirurgisches Trauma, Entzündung und ausgedehnte Eingriffe erhöhen die Permeabilität des Endothels. Infundierte Flüssigkeit verteilt sich dann rascher ins Interstitium, der intravasale Anteil sinkt.
  • Lange Nüchternheit entleert vor allem den Extrazellulärraum. Isotone Vollelektrolytlösung ist dafür die passende Antwort, nicht freies Wasser.

Wann wird diese Physiologie klinisch sichtbar?

  • Postoperative Hyponatriämie nach Gabe hypotoner Lösungen bei gleichzeitig erhöhter Vasopressinfreisetzung durch Schmerz, Übelkeit und Operationsstress.
  • Ödeme trotz Hypovolämie bei Sepsis: Das Interstitium ist überfüllt, während das Plasma leer ist. Mehr Volumen füllt vorrangig den falschen Raum.
  • Scheinbare Hyperkaliämie bei Hämolyse der Blutprobe: Kalium stammt aus dem intrazellulären Raum der zerstörten Zellen, nicht aus dem Plasma des Patienten.
  • Rasche Kaliumverschiebungen durch Insulin, Beta-2-Sympathomimetika und Alkalose: Das Gesamtkörperkalium bleibt gleich, nur die Verteilung ändert sich.
  • Serumalbumin als Volumenmarker ist unzuverlässig, weil es sowohl durch Verdünnung als auch durch Umverteilung ins Interstitium fällt.
Vorsicht

Die Natriumkonzentration im Serum misst die Relation von Natrium zu Wasser, nicht den Natriumbestand. Eine Hyponatriämie kann bei zu viel Wasser, bei Natriumverlust und bei normalem Gesamtnatrium bestehen. Ohne Volumenstatus ist der Wert nicht interpretierbar.

Aktuelle Evidenz

Eine Metaanalyse einzelner Patientendaten aus sechs Studien mit 34 685 kritisch Kranken fand für balancierte Lösungen gegenüber isotoner Kochsalzlösung eine Krankenhaussterblichkeit von 16,8 gegenüber 17,3 Prozent, mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 0,9 für einen Nutzen. Beim Schädel-Hirn-Trauma war die Sterblichkeit unter balancierten Lösungen dagegen höher.1 Das ist plausibel, weil diese Lösungen leicht hypoton sind und damit das Hirnödem begünstigen können.

Für die Menge gilt: Eine restriktive Strategie mit 3,7 statt 6,0 Litern veränderte das behinderungsfreie Überleben nach einem Jahr nicht, erhöhte aber die akute Nierenschädigung von 5,0 auf 8,6 Prozent und die Wundinfektionen von 13,6 auf 16,5 Prozent.2 Die Empfehlungen zur beschleunigten Genesung nach Operationen raten deshalb ausdrücklich von der Nullbilanz ab und nennen eine leicht positive Bilanz als Ziel.3 Hydroxyethylstärke steht in der Europäischen Union nicht mehr zur Verfügung, die Zulassungen ruhen.4

Übung 6.1

Lektion 7

Typische Fehlannahmen

  • Ein Liter Infusion sei ein Liter Kreislauf. Bei isotoner Vollelektrolytlösung bleiben nach Ausgleich grob 250 ml intravasal.
  • Glucose 5 Prozent sei eine Volumenlösung. Nach Verstoffwechslung bleibt freies Wasser; die Kreislaufwirkung ist minimal, die Natriumsenkung real.
  • Hohe Osmolalität bedeute immer Wasserentzug aus der Zelle. Harnstoff und Ethanol erhöhen die Osmolalität, wirken aber nicht tonisch.
  • Kalium im Serum spiegele den Kaliumbestand. Nur etwa 2 Prozent des Gesamtkaliums liegen extrazellulär; Verschiebungen täuschen Bestände vor.
  • Interstitielles Ödem beweise Hypervolämie. Es beweist eine gestörte Verteilung, nicht ein zu großes Plasmavolumen.

Übung 7.1

Lektion 8

Klinischer Fall, Merksätze und Aufgaben

Fall 1: Erbrechen, Durst und ein irreführender Laborwert

Ein 61-jähriger Patient wird mit Ileus aufgenommen. Seit drei Tagen erbricht er, die letzten Stunden hat er nichts mehr getrunken. Er wiegt 80 kg, ist tachykard mit 112 Schlägen pro Minute, der Blutdruck beträgt 96 zu 58 mmHg, die Haut ist trocken. Labor: Natrium 148 mmol pro Liter, Kalium 3,1 mmol pro Liter, Chlorid 96 mmol pro Liter, Harnstoff erhöht, Blutzucker normal.

Fall 1, Frage 1

Fall 1, Frage 2

Fall 1, Frage 3

Merksätze

  • Zwei Drittel des Körperwassers liegen intrazellulär, ein Drittel extrazellulär, davon ein Viertel im Plasma.
  • Die Zellmembran ist wasserdurchlässig und ionenselektiv, das Endothel ist ionendurchlässig und proteinselektiv. Aus diesen beiden Sätzen folgt fast die gesamte Infusionslehre.
  • Nur wirksame Teilchen bewegen Wasser. Tonizität schlägt Osmolalität.
  • Ersetzen Sie den Raum, der leer ist, nicht den Raum, den Sie am leichtesten füllen können.
  • Natrium beschreibt Wasser, Kalium beschreibt Verteilung, Albumin beschreibt Barriere. Keiner der drei Werte beschreibt einen Bestand.

Aufgaben

Aufgabe 1: Warum reicht die Gabe von

Gegeben:
Ein Patient verliert perioperativ 1 000 ml Blut.

Frage:
Warum reicht die Gabe von 1 000 ml isotoner Vollelektrolytlösung nicht, um das Plasmavolumen zu ersetzen, und welche Menge wäre rechnerisch nötig?

Lösung

Vollelektrolytlösung verteilt sich im gesamten Extrazellulärraum, intravasal verbleibt grob ein Viertel. Rechnerisch wären daher etwa 3 000 bis 4 000 ml nötig, um 1 000 ml Plasmavolumen zu ersetzen. Praktisch ist diese Menge nicht sinnvoll, weil sie das Interstitium überfüllt und die Gerinnung verdünnt; bei relevantem Blutverlust ersetzen Sie deshalb Blutbestandteile und nicht nur Volumen.

Aufgabe 2: Welche Laborveränderung erwarten Sie, und

Gegeben:
Eine Patientin erhält postoperativ über 24 Stunden 3 000 ml Glucose 5 Prozent.

Frage:
Welche Laborveränderung erwarten Sie, und warum?

Lösung

Eine Hyponatriämie. Nach Verstoffwechslung der Glucose bleibt freies Wasser, das sich über das gesamte Körperwasser verteilt und die Natriumkonzentration senkt. Verstärkt wird der Effekt durch die postoperativ gesteigerte Vasopressinfreisetzung, die die renale Wasserausscheidung hemmt. Das ist einer der häufigsten vermeidbaren Elektrolytfehler auf Station.

Aufgabe 3: Warum führt eine Hyperglykämie von

Gegeben:
Die Angaben stehen in der Frage.

Frage:
Warum führt eine Hyperglykämie von 40 mmol pro Liter zu einer gemessenen Hyponatriämie, ohne dass ein Natriummangel vorliegt?

Lösung

Glucose ist bei Insulinmangel ein wirksames osmotisches Teilchen im Extrazellulärraum. Sie zieht Wasser aus den Zellen, verdünnt damit das extrazelluläre Natrium und senkt die gemessene Konzentration. Der Natriumbestand ist unverändert. Nach Korrektur der Glucose steigt das Natrium wieder an; das ist bei der Therapie einzuplanen, damit die Osmolalität nicht zu rasch fällt.

Aufgabe 4: Erklären Sie, warum im septischen

Gegeben:
Die Angaben stehen in der Frage.

Frage:
Erklären Sie, warum im septischen Schock große Volumenmengen zu ausgeprägten Ödemen führen, ohne dass der Kreislauf stabil wird.

Lösung

Die endotheliale Barriere und die Glykokalix sind geschädigt, der Reflexionskoeffizient für Proteine sinkt. Damit wandern Proteine und Wasser ins Interstitium, der intravasale Anteil der Infusion ist kleiner als im Gesunden und die kolloidosmotische Rückhaltekraft geringer. Gleichzeitig ist der Gefäßtonus als Stellglied ausgefallen. Volumen füllt deshalb überwiegend das falsche Kompartiment, während die Kreislaufstabilisierung Vasopressoren erfordert.

Aufgabenblock abschließen

Markieren Sie den Block als bearbeitet, wenn Sie alle Aufgaben gelöst und mit den Lösungen verglichen haben.

Abschlussquiz, etwa 8 Minuten

Abschlussquiz

Acht Fragen. Bestanden ab 80 %.

Zum Nachschlagen

Begriffe und Literatur

BegriffBedeutung
ExtrazellulärraumPlasma und Interstitium zusammen, etwa ein Drittel des Gesamtkörperwassers.
InterstitiumFlüssigkeitsraum zwischen den Zellen, der größere Teil des Extrazellulärraums.
OsmolalitätZahl aller gelösten Teilchen je Kilogramm Wasser, unabhängig von ihrer Membrangängigkeit.
TonizitätWirksame Osmolalität, also nur die Teilchen, die die Membran nicht frei passieren.
Kolloidosmotischer DruckVom Plasmaprotein erzeugter Druck, der Wasser in der Strombahn hält.
Transzelluläre RäumeLiquor, Kammerwasser, Gelenk-, Pleura- und Peritonealflüssigkeit sowie Darminhalt.
VerteilungsvolumenRechnerischer Raum, in dem sich eine Substanz verteilt; Grundlage jeder Dosierung.

Literatur

  1. Zampieri FG, Cavalcanti AB, Di Tanna GL et al. Balanced crystalloids versus saline for critically ill patients (BEST-Living): a systematic review and individual patient data meta-analysis. Lancet Respir Med. 2024;12(3):237-246. doi:10.1016/S2213-2600(23)00417-4
  2. Myles PS, Bellomo R, Corcoran T et al. Restrictive versus liberal fluid therapy for major abdominal surgery. N Engl J Med. 2018;378(24):2263-2274. doi:10.1056/NEJMoa1801601
  3. Gustafsson UO, Rockall TA, Wexner S et al. Guidelines for perioperative care in elective colorectal surgery: Enhanced Recovery After Surgery (ERAS) Society recommendations 2025. Surgery. 2025;184:109397. doi:10.1016/j.surg.2025.109397
  4. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Rote-Hand-Brief zu Hydroxyethylstärke-haltigen Infusionslösungen: Ruhen der Zulassungen. Bonn: BfArM; 2022. Abrufbar über die Risikoinformationen des BfArM.

Standardwerke

  • Silbernagl S, Despopoulos A, Draguhn A. Taschenatlas Physiologie. 9. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2018. Grundlagen und Zellphysiologie.
  • Pape HC, Kurtz A, Silbernagl S (Hrsg.). Physiologie. 9. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2019.
  • Boron WF, Boulpaep EL. Medical Physiology. 3. Auflage. Philadelphia: Elsevier; 2017.
  • Gropper MA, Cohen NH, Eriksson LI et al. (Hrsg.). Miller’s Anesthesia. 9. Auflage. Philadelphia: Elsevier; 2020.
  • Hall JE, Hall ME. Guyton and Hall Textbook of Medical Physiology. 14. Auflage. Philadelphia: Elsevier; 2021.

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