Bei Dialysepatienten fragt der Notarzt nach dem Dialyserhythmus und der letzten Dialyse, nach Trockengewicht und Restausscheidung, nach Art und Seite des Gefäßzugangs, nach Gerinnungshemmern, ausgelassenen Dialysen, Diätfehlern und Medikamenten. Am Shuntarm wird kein Blutdruck gemessen, nicht punktiert und nicht gestaut; punktiert wird er nur im Notfall, wenn kein anderer Zugang gelingt. Untersucht wird der Shunt durch Tasten des Schwirrens, Abhören des Strömungsgeräuschs und Inspektion auf Rötung, Schwellung und Blutung.
Akute Komplikationen der AV-Fistel sind Blutung aus einer Punktionsstelle oder einem Aneurysma, Verschluss durch Thrombose, Infektion und die Minderdurchblutung der Hand durch Steal. Eine Blutung wird mit direktem Druck gestillt, bei Versagen mit einem Tourniquet oberhalb. Als zweiter Zugang dienen zentrale Dialysekatheter, oft getunnelt; ihre häufigste Komplikation ist die Infektion bis zur Sepsis, daneben Thrombose und Fehlfunktion. Sie sind mit Heparin oder Citrat geblockt und werden präklinisch nur im äußersten Notfall genutzt, nachdem der Block abgezogen wurde.