Die schwere Präeklampsie zeigt einen Blutdruck ab 160/110 mmHg oder Organbeteiligung mit Kopfschmerz, Sehstörungen, Oberbauchschmerz, Lungenödem oder Krampfbereitschaft. Präklinisch werden Magnesiumsulfat zur Anfallsprophylaxe, etwa 4 bis 6 g langsam intravenös, und eine Blutdrucksenkung mit Urapidil, Labetalol oder oralem Nifedipin auf Werte unter 160/110, aber nicht unter etwa 140/90 mmHg gegeben; die Patientin liegt links, wird abgeschirmt und in ein Perinatalzentrum gebracht. Das HELLP-Syndrom mit Hämolyse, erhöhten Leberwerten und niedrigen Thrombozyten zeigt sich vor allem mit Schmerzen im rechten Oberbauch oder Epigastrium, Übelkeit, Erbrechen und Krankheitsgefühl, manchmal ohne Hypertonie.
Krampft eine Schwangere im späten Stadium, ist bis zum Beweis des Gegenteils eine Eklampsie anzunehmen. Behandelt wird mit Magnesiumsulfat, bei fehlender Verfügbarkeit mit einem Benzodiazepin, Sicherung von Atemweg und Oxygenierung, Linksseitenlage und anschließend Blutdrucksenkung; die ursächliche Therapie ist die Entbindung (siehe Hypertensive Notfälle).