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Präsentation, ausgearbeitete Fassung
Notfallsonographie
Nach der Präsentation von Prof. Dr. Ulrich Frey. 12 Lektionen, 60 Folien.
Abbildung aus Folie 1 der Präsentation.
Prof. Dr. Ulrich Frey, MHBA
Diese Lerneinheit führt den Inhalt der Präsentation als zusammenhängenden Text aus, ergänzt um Hintergrund und Erläuterungen. Die Bilder und komplexe Folien stehen an der passenden Stelle im Text. Wo die Folien fachlich zu korrigieren waren, ist der Text nach aktueller Evidenz richtiggestellt; eine Korrekturbox nennt die Abweichung und die Quelle. Der vollständige Folientext im Wortlaut folgt im letzten Abschnitt.
Warum Notfallsonographie: Bedeutung, Evidenz, Technik und Integration
Abbildung aus Folie 2 der Präsentation.
Die Notfallsonographie hat sich in Anästhesiologie und Intensivmedizin zu einem unverzichtbaren diagnostischen Werkzeug entwickelt. Ihr Wert liegt vor allem in zwei Eigenschaften: Sie ist sofort am Bett verfügbar, und sie kann lebensbedrohliche Zustände in wenigen Minuten erkennen oder ausschließen, bevor ein Patient für eine Computertomographie transportfähig wäre. Weil sie nicht invasiv ist und ohne ionisierende Strahlung auskommt, lässt sie sich beliebig oft wiederholen. Damit eignet sie sich auch zur Verlaufskontrolle, etwa nach einer Volumengabe oder einer Perikardpunktion, ohne den Patienten zusätzlich zu belasten.
Abbildung aus Folie 3 der Präsentation.
Die Evidenz für die Notfallsonographie ist inzwischen breit. Studien belegen ihre hohe diagnostische Genauigkeit bei der Beurteilung hämodynamischer Instabilität und ihrer Ursachen; ein Editorial in Anesthesia & Analgesia hat 2017 den Weg des Point-of-Care-Ultraschalls von einer neuen Technik zum routinemäßigen perioperativen Werkzeug beschrieben. Die Integration in die klinische Routine führt zu schnelleren Diagnosen und gezielteren Therapien und damit zu einer besseren Versorgung kritisch kranker Patientinnen und Patienten. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einer fokussierten Untersuchung, die eine konkrete Frage mit Ja oder Nein beantwortet, und einer vollständigen Echokardiographie, die eine Struktur umfassend beschreibt; die Notfallsonographie ist ihrem Wesen nach fokussiert.
Quelle: Ramsingh D, Gudzenko V, Martin RD. Point-of-Care Ultrasound: Novel Technology to Routine Perioperative Assessment Tool. Anesth Analg 2017;124(3):709–711.
Abbildung aus Folie 4 der Präsentation.
Technisch hat sich viel verändert. Hochauflösende tragbare Geräte ermöglichen präzise Diagnosen direkt am Patientenbett, und Doppler-Verfahren sowie die Kontrastmittelsonographie erweitern die Möglichkeiten erheblich. Die kontinuierliche Weiterentwicklung macht komplexe Diagnostik auch unter schwierigen Bedingungen möglich, im Schockraum ebenso wie im Rettungsdienst.
Abbildung aus Folie 5 der Präsentation.
Damit die Methode ihren Nutzen entfalten kann, braucht sie eine systematische Einführung. Strukturierte Protokolle und standardisierte Untersuchungsabläufe sichern Qualität und Reproduzierbarkeit; sie sorgen dafür, dass zwei Untersucher bei demselben Patienten dieselben Fragen in derselben Reihenfolge stellen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Kardiologie und Radiologie verstärkt den Nutzen, weil Befunde gemeinsam interpretiert und Grenzen des fokussierten Ansatzes erkannt werden.
Zum MitnehmenNotfallsonographie ist sofort verfügbar, wiederholbar und strahlenfrei. Sie beantwortet konkrete Fragen und ersetzt nicht die vollständige Echokardiographie. Ihr Nutzen hängt von strukturierten Protokollen und Ausbildung ab.
Lektion 2
Die zentralen Fragen und die drei Säulen
Folie 6: Zentrale Fragestellungen. Aus der Präsentation.
Bei hämodynamischer Instabilität soll die Notfallsonographie eine begrenzte Zahl klarer Fragen beantworten. Die Präsentation ordnet sie in eine Schnelleinschätzung des Patienten, die Suche nach einem Perikarderguss und damit nach einer Tamponade, die Einschätzung des Volumenstatus mit der Frage nach einer Hypovolämie sowie die Beurteilung von Thorax und Gefäßen mit der Suche nach Pneumothorax und Embolie.
Folie 7: Systematische Diagnostik. Aus der Präsentation.
Systematisch ergeben sich daraus acht Fragen nach den Ursachen hämodynamischer Instabilität. Vier betreffen das Herz: Liegt ein Perikarderguss vor, der als Tamponade sofort lebensbedrohlich sein kann? Wie ist die linksventrikuläre Funktion, also Kontraktilität und Pumpleistung? Gibt es Zeichen einer Rechtsherzbelastung, die auf eine Lungenembolie oder eine pulmonale Hypertonie hinweisen? Wie ist der Volumenstatus? Vier weitere betreffen Abdomen, Gefäße und Lunge: Gibt es freie intraperitoneale Flüssigkeit, also eine Blutung? Ist die Aorta betroffen, durch ein Aneurysma oder eine Dissektion? Liegt ein Lungenödem vor, und ist es kardial oder nicht kardial? Gibt es einen Pneumothorax, insbesondere einen Spannungspneumothorax?
Folie 8: TTE FAST Lunge. Aus der Präsentation.
Diese Fragen werden mit drei Säulen der Notfallsonographie beantwortet. Die transthorakale Echokardiographie beurteilt Herzfunktion und kardiale Pathologien. Die FAST-Untersuchung, „Focused Assessment with Sonography for Trauma“, beurteilt Abdomen und Thorax beim Trauma schnell auf freie Flüssigkeit. Die Lungensonographie erkennt pulmonale Pathologien und Flüssigkeitsansammlungen, vom Pleuraerguss über das Lungenödem bis zum Pneumothorax. Die folgenden Lektionen gehen diese Fragen der Reihe nach durch.
Zum MitnehmenAcht Fragen, drei Werkzeuge: Echokardiographie, FAST und Lungensonographie. Jede Frage wird mit Ja, Nein oder „nicht beurteilbar“ beantwortet, und das Ergebnis ändert die Therapie.
Lektion 3
Das RUSH-Konzept: Pumpe, Tank und Leitungen
Abbildung aus Folie 9 der Präsentation.
Das RUSH-Protokoll, „Rapid Ultrasound in Shock and Hypotension“, bietet einen strukturierten Ansatz für Schock und Hypotonie. Beschrieben wurde es 2010 von Perera, Mailhot, Riley und Mandavia in den Emergency Medicine Clinics of North America. Sein Grundgedanke ist ein einfaches Bild des Kreislaufs als hydraulisches System, das in drei aufeinander aufbauenden Schritten untersucht wird und in seiner Gesamtheit eine vollständige hämodynamische Beurteilung ermöglicht.
Abbildung aus Folie 10 der Präsentation.
Die systematische Anwendung führt zu einer strukturierten Diagnosefindung und damit zu einer zielgerichteten Therapie bereits in der Akutphase. Aus dem Muster der Befunde lassen sich die vier Schockformen unterscheiden: der hypovolämische Schock mit kleinem, hyperkontraktilem Herzen und kollabierender Hohlvene, der kardiogene Schock mit schlecht pumpendem, oft dilatiertem Ventrikel und gestauter Hohlvene, der obstruktive Schock mit Perikardtamponade, rechtsventrikulärer Dilatation bei Lungenembolie oder Spannungspneumothorax, und der distributive Schock, etwa in der Sepsis, mit hyperkontraktilem Herzen bei normaler oder kleiner Hohlvene.
Folie 11: Drei-Stufen-Ansatz. Aus der Präsentation.
Schritt 1, die Pumpe: Beurteilt werden Herzfunktion und Perikard. Schritt 2, der Tank: Beurteilt wird der intravaskuläre Volumenstatus, vor allem über die Vena cava inferior, ergänzt um Lunge und freie Flüssigkeit als mögliche „Lecks“ des Tanks. Schritt 3, die Leitungen: Untersucht werden die großen Gefäße, die Aorta auf Aneurysma und Dissektion und die Beinvenen auf eine tiefe Venenthrombose als Quelle einer Lungenembolie.
Abbildung aus Folie 12 der Präsentation.
Schritt 1: die Pumpe und das FEEL-Konzept
Die Beurteilung der Herzfunktion steht im Mittelpunkt der ersten Untersuchung. Im Extremfall, während einer Reanimation, kann eine fokussierte Echokardiographie im Sinne des FEEL-Konzepts, „Focused Echocardiographic Evaluation in Life Support“, in etwa 10 Sekunden entscheidende Hinweise liefern. Breitkreutz und Mitarbeiter haben das 2010 in einer prospektiven Studie in Resuscitation gezeigt. Die 10 Sekunden sind kein Zufall: Sie entsprechen der Pause für die Pulskontrolle, in der die Thoraxkompressionen unterbrochen werden dürfen. Gesucht werden in dieser kurzen Zeit reversible Ursachen wie Tamponade, massive Lungenembolie oder schwere Hypovolämie, und es wird erkannt, ob noch eine koordinierte Herzbewegung vorhanden ist.
Zum MitnehmenRUSH ordnet den Schock nach Pumpe, Tank und Leitungen und unterscheidet so hypovolämischen, kardiogenen, obstruktiven und distributiven Schock. In der Reanimation darf der Ultraschall die Kompressionspause nicht verlängern: 10 Sekunden, dann weiter drücken.
Lektion 4
Ausbildung, Kompetenz und das Konzept FoCUS
Abbildung aus Folie 13 der Präsentation.
Die fokussierte Echokardiographie wird nach klaren Lernzielen ausgebildet, die eine schrittweise Kompetenzentwicklung ermöglichen und sich an internationalen Standards orientieren; die Präsentation verweist auf eine Übersicht in Anesthesia & Analgesia von 2015. Die Umsetzung in die klinische Praxis erfordert kontinuierliche Schulung und regelmäßige Qualitätssicherung, weil eine falsche Diagnose mit großer Sicherheit gestellt gefährlicher ist als eine unsichere Frage, die an einen Erfahrenen weitergegeben wird.
Abbildung aus Folie 14 der Präsentation.
Kompetenz entsteht durch strukturierte Trainingsprogramme und die Supervision erfahrener Mentorinnen und Mentoren. Die Qualitätssicherung erfolgt über regelmäßige Evaluationen und die Dokumentation der Befunde, idealerweise mit gespeicherten Bildschleifen, die später überprüft werden können. So verbessert sich die diagnostische Genauigkeit fortlaufend, und Fehlinterpretationen fallen auf, bevor sie zu Fehlentscheidungen führen.
Abbildung aus Folie 15 der Präsentation.
Die Standardisierung der Ausbildung ist für die Qualitätssicherung essentiell. Strukturierte Curricula und definierte Mindeststandards, in Deutschland etwa die Zertifikate der Fachgesellschaften, sorgen für eine einheitliche Kompetenzentwicklung; zertifizierte Programme und regelmäßige Rezertifizierungen stellen sicher, dass die Kompetenzen dem aktuellen Stand entsprechen.
Abbildung aus Folie 16 der Präsentation.
FoCUS: Focused Cardiac Ultrasound
FoCUS ist ein gezielter Ansatz der kardialen Ultraschalldiagnostik, der speziell für die Notfall- und Intensivmedizin entwickelt wurde. Im Unterschied zur vollständigen Echokardiographie konzentriert sich FoCUS auf wenige klinische Fragen, etwa: Ist ein Perikarderguss vorhanden? Ist der linke Ventrikel grob normal, eingeschränkt oder hochgradig eingeschränkt? Ist der rechte Ventrikel dilatiert? Ist die Hohlvene weit oder eng? So ermöglicht FoCUS auch nicht kardiologisch spezialisierten Ärztinnen und Ärzten eine zuverlässige Beurteilung der Herzfunktion in kritischen Situationen und trägt zu einer schnelleren Diagnose bei. Seine Stärke ist zugleich seine Grenze: Was außerhalb dieser Fragen liegt, etwa Klappenvitien oder diastolische Funktion, gehört in die vollständige Echokardiographie.
Zum MitnehmenFoCUS beantwortet wenige, klar definierte Fragen. Ausbildung mit Supervision, dokumentierte Bildschleifen und regelmäßige Überprüfung sind Voraussetzung. Was FoCUS nicht beantwortet, geht an die vollständige Echokardiographie.
Lektion 5
Frage 1: Liegt ein Perikarderguss vor?
Abbildung aus Folie 17 der Präsentation.
Die Erkennung eines Perikardergusses gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Notfallsonographie. Ein hämodynamisch relevanter Erguss kann sich innerhalb von Minuten zu einer lebensbedrohlichen Tamponade entwickeln. Entscheidend ist dabei weniger die Menge als die Geschwindigkeit: Ein langsam wachsender Erguss dehnt das Perikard und kann mehr als einen Liter erreichen, bevor er den Kreislauf beeinträchtigt; eine akute Blutung, etwa nach Trauma oder Katheterintervention, kann schon mit 100 bis 200 ml eine Tamponade verursachen.
Abbildung aus Folie 18 der Präsentation.
Der subxiphoidale Vierkammerblick
Der subxiphoidale Vierkammerblick ist die Standardprojektion zur Beurteilung des Perikards. Die Sonde wird unterhalb des Xiphoids aufgesetzt und nach kranial und dorsal angekippt; die Leber dient als Schallfenster. Der Vorteil dieser Projektion ist, dass sie auch während einer Reanimation und bei beatmeten Patienten meist gelingt und die Thoraxkompressionen kaum stört.
Folie 19: Differentialdiagnose Perikarderguss. Aus der Präsentation.
Differentialdiagnose des echoarmen Randsaums
Ein echoarmer Saum um das Herz muss im klinischen Zusammenhang gedeutet werden, und die Präsentation nennt die typischen Konstellationen. Nach herzchirurgischen Eingriffen und Herzkatheteruntersuchungen, nach Trauma, bei Nierenversagen und bei Infektionen sind Perikardergüsse häufig. Die Folie stellt diesen Situationen Krankheitsbilder gegenüber, die mit Rechtsherzbelastung einhergehen, also Lungenembolie, rechtsventrikulärer Infarkt, pulmonale Hypertonie und Volumenüberladung, sowie Linksherzerkrankungen wie ischämische Herzerkrankung, dilatative Kardiomyopathie und Aorteninsuffizienz, außerdem die Sepsis. Sie alle verändern Größe und Füllung der Herzhöhlen und beeinflussen, wie ein Erguss hämodynamisch wirkt.
Differentialdiagnostisch wichtig sind zwei Verwechslungen. Epikardiales Fett erscheint als echoarmer, oft leicht körniger Saum, meist nur vorn und ohne diastolischen Kollaps der Herzhöhlen. Ein linksseitiger Pleuraerguss liegt im parasternalen Längsachsenschnitt hinter der Aorta descendens, ein Perikarderguss davor; diese Beziehung ist ein verlässliches Unterscheidungszeichen.
Abbildung aus Folie 20 der Präsentation.
Die Befunde müssen immer im klinischen Kontext gedeutet werden. Bei kritisch Kranken kann schon ein kleiner Erguss hämodynamisch relevant sein, besonders bei Hypovolämie oder bei lokalisierter Kompression nach herzchirurgischen Eingriffen. Entscheidend für die therapeutische Konsequenz ist die dynamische Beurteilung über den Herzzyklus: Zeichen der Tamponade sind der systolische Kollaps des rechten Vorhofs, der diastolische Kollaps des rechten Ventrikels, eine gestaute Hohlvene ohne Atemvariabilität und, im Doppler, eine ausgeprägte atemabhängige Schwankung der Einflussgeschwindigkeiten. Die Tamponade bleibt letztlich eine klinische Diagnose, die der Ultraschall stützt.
Abbildung aus Folie 21 der Präsentation.
Parasternale kurze Achse und apikaler Vierkammerblick
Der parasternale Kurzachsenblick ergänzt die subxiphoidale Beurteilung und erlaubt eine genauere Lokalisation und Quantifizierung des Ergusses rund um den Ventrikel.
Abbildung aus Folie 22 der Präsentation.
Die Charakterisierung eines Ergusses nach Echogenität, Lage und hämodynamischer Wirkung bestimmt das weitere Vorgehen. Echoreiche Ergüsse, mit Binnenechos, Fibrinfäden oder Gerinnseln, sprechen eher für Blut oder Entzündung, echoarme Ergüsse sind meist serös. Die Größe wird über die Breite des echofreien Raums in der Diastole geschätzt.
Abbildung aus Folie 23 der Präsentation.
Der apikale Vierkammerblick vervollständigt die Beurteilung und erlaubt zusätzlich, Herzfunktion und Wandbewegungen zu beurteilen.
Abbildung aus Folie 24 der Präsentation.
Erst die Kombination mehrerer Schnittebenen sichert eine vollständige Beurteilung des Perikards. Sie verhindert, dass lokalisierte Ergüsse oder Verklebungen übersehen werden, wie sie nach herzchirurgischen Eingriffen typisch sind. Die systematische Dokumentation aller Schnittebenen erlaubt eine genaue Verlaufsbeurteilung, etwa nach einer Perikardpunktion.
Zum MitnehmenSubxiphoidal beginnen, parasternal und apikal ergänzen. Nicht die Menge, sondern die Geschwindigkeit entscheidet über die Tamponade. Epikardiales Fett und Pleuraerguss sind die häufigsten Verwechslungen; der Pleuraerguss liegt hinter der Aorta descendens.
Lektion 6
Frage 2: Wie ist die linksventrikuläre Funktion?
Abbildung aus Folie 25 der Präsentation.
Die Beurteilung der linksventrikulären Funktion ist eine der häufigsten und wichtigsten Indikationen der Notfallsonographie. Sie erlaubt eine schnelle Einschätzung von Kontraktilität und Pumpleistung und unterscheidet damit den kardiogenen Schock von den übrigen Schockformen.
Abbildung aus Folie 26 der Präsentation.
Im Notfall erfolgt die Einschätzung visuell, über die globale und segmentale Wandbewegung und die geschätzte Ejektionsfraktion. Geübte Untersucher schätzen die Funktion in die Kategorien normal, leicht bis mittelgradig und hochgradig eingeschränkt mit einer Genauigkeit, die für Therapieentscheidungen ausreicht; exakte Messungen sind im Schock selten nötig. Regionale Wandbewegungsstörungen können auf eine Ischämie hinweisen, ein hyperkontraktiler kleiner Ventrikel auf Hypovolämie oder Vasodilatation.
Fallbeispiel: Reanimation bei ICD-Implantation
Die Präsentation schildert einen Patienten, bei dem es während einer geplanten ICD-Implantation zu einer Komplikation mit Kreislaufstillstand kam. Nach erfolgreicher Reanimation und Stabilisierung wurde sofort sonographisch die myokardiale Funktion beurteilt, um die hämodynamische Stabilität und die Prognose einzuschätzen. Der Fall zeigt die Bedeutung der sofortigen Echokardiographie nach einer Reanimation: Sie klärt, ob eine behandelbare Ursache vorliegt, etwa eine Tamponade durch eine Sondenperforation, und wie viel Pumpfunktion für die weitere Therapie zur Verfügung steht.
Typisch für diese Situation sind zwei Befundmuster, die sich sonographisch in Sekunden unterscheiden lassen. Eine Perforation der Herzwand durch die Elektrode führt zu einem rasch zunehmenden Perikarderguss mit Tamponade; sie verlangt die sofortige Entlastung durch Punktion oder chirurgisch. Eine global eingeschränkte Pumpfunktion nach Kammerflimmern und Reanimation dagegen verlangt Katecholamine, gegebenenfalls eine mechanische Kreislaufunterstützung, und eine Verlaufskontrolle, denn die myokardiale Funktion erholt sich nach erfolgreicher Reanimation häufig innerhalb von Stunden bis Tagen („myocardial stunning“).
Zum MitnehmenDie visuelle Einschätzung der Ejektionsfraktion reicht im Notfall. Nach einer Reanimation gehört die Echokardiographie an den Anfang, weil sie reversible Ursachen aufdeckt.
Lektion 7
Frage 3: Gibt es Zeichen einer Rechtsherzbelastung?
Abbildung aus Folie 28 der Präsentation.
Die akute Rechtsherzbelastung ist für die Diagnose lebensbedrohlicher Zustände wie der Lungenembolie oder einer akuten Rechtsherzinsuffizienz entscheidend. Der rechte Ventrikel ist dünnwandig und an einen niedrigen Druck gewöhnt; steigt die Nachlast plötzlich, dilatiert er, sein Schlagvolumen fällt, und das Septum wird zum linken Ventrikel hin verdrängt, dessen Füllung dadurch zusätzlich leidet.
Abbildung aus Folie 29 der Präsentation.
Die sonographische Beurteilung umfasst Größe, Funktion und Wandbewegung des rechten Ventrikels. Zeichen der Belastung sind ein rechter Ventrikel, der im apikalen Vierkammerblick so groß wie oder größer als der linke ist, eine abgeflachte oder zum linken Ventrikel hin durchgebogene Scheidewand, im Kurzachsenschnitt als „D-Zeichen“ sichtbar, eine verminderte Längsbewegung des Trikuspidalklappenrings (TAPSE) und eine gestaute Hohlvene. Die Präsentation stützt sich hier auf Laut und Mitarbeiter, Anesthesia & Analgesia 2013. Die Kombination mehrerer Parameter erlaubt eine Einschätzung des Schweregrads und der zugrunde liegenden Ursache; eine dicke Wand des rechten Ventrikels spricht dabei eher für eine chronische als eine akute Druckbelastung.
Abbildung aus Folie 30 der Präsentation.
Das McConnell-Zeichen
Das McConnell-Zeichen beschreibt ein besonderes Muster: Die freie Wand des rechten Ventrikels bewegt sich in ihrem mittleren Abschnitt kaum, während die Spitze normal kontrahiert. Dieses Muster gilt als typisch für die akute Lungenembolie.
Folie 31: Diagnostische Bedeutung. Aus der Präsentation.
Seine diagnostische Bedeutung liegt in der hohen Spezifität. In der Originalarbeit von McConnell (1996) lag die Sensitivität bei 77 % und die Spezifität bei 94 %. Spätere, größere Studien fanden eine deutlich geringere Sensitivität bei weiterhin hoher Spezifität. Das Zeichen kann daher bei passender Klinik die Entscheidung zu Antikoagulation oder Lyse unterstützen, sein Fehlen schließt eine Lungenembolie aber nicht aus. Zudem kommt es auch beim rechtsventrikulären Infarkt vor.
Korrektur gegenüber der FolieDie Folie nennt 77 % Spezifität und 70 % Sensitivität. Nach der Originalarbeit betrug die Sensitivität 77 % und die Spezifität 94 %.
Zum MitnehmenGroßer rechter Ventrikel, D-Zeichen, niedrige TAPSE und gestaute Hohlvene sprechen für eine akute Rechtsherzbelastung. Das McConnell-Zeichen ist spezifisch, aber wenig sensitiv, und es schließt nichts aus.
Lektion 8
Frage 4: Wie ist der Volumenstatus?
Abbildung aus Folie 32 der Präsentation.
Die Frage nach dem Volumenstatus gehört zu den häufigsten in der Notfallsonographie. Sie soll helfen, ohne invasive Messung zu entscheiden, ob ein Patient Volumen braucht oder ob weiteres Volumen schadet.
Folie 33: RUSH Schritt 2: Der Tank. Aus der Präsentation.
Im RUSH-Protokoll ist das der zweite Schritt, der Tank. Er wird vor allem über die Vena cava inferior beurteilt, deren Durchmesser und Atemvariabilität mit dem zentralvenösen, genauer dem rechtsatrialen Druck zusammenhängen.
Folie 34: Systematische Volumenbeurteilung. Aus der Präsentation.
Eine verlässliche Einschätzung stützt sich nie auf einen einzelnen Wert, sondern auf mehrere Befunde. Die Präsentation nennt drei: die Hohlvene mit Durchmesser und respiratorischer Variabilität, die Herzfunktion mit der Füllung beider Ventrikel, und die Lungensonographie mit dem Nachweis von Lungenödem oder Ergüssen. Ein kleiner, hyperkontraktiler linker Ventrikel mit systolisch fast aneinanderliegenden Wänden, der „kissing ventricle“, spricht für eine ausgeprägte Hypovolämie; B-Linien über der Lunge sprechen dagegen, weitere Flüssigkeit zu geben.
Abbildung aus Folie 35 der Präsentation.
Messung der Vena cava inferior
Gemessen wird im subxiphoidalen Längsschnitt, etwa 2 bis 3 cm vor der Einmündung in den rechten Vorhof beziehungsweise kurz hinter der Einmündung der Lebervenen. Beurteilt werden der Durchmesser und seine Änderung mit der Atmung.
Abbildung aus Folie 36 der Präsentation.
Die Präsentation ordnet die Befunde drei Zuständen zu: Hypovolämie bei einer Hohlvene unter 2,1 cm mit mehr als 50 % Kollaps, Normovolämie bei 1,5 bis 2,5 cm mit 25 bis 50 % Kollaps und Hypervolämie bei über 2,1 cm mit weniger als 25 % Kollaps.
EinordnungDie Hohlvene spiegelt den rechtsatrialen Druck, nicht den Volumenstatus oder die Volumenreagibilität. Nach der Empfehlung der American Society of Echocardiography entspricht ein Durchmesser bis 2,1 cm mit mehr als 50 % Kollaps beim Schnupfversuch einem Vorhofdruck von etwa 3 mmHg, über 2,1 cm mit weniger als 50 % Kollaps etwa 15 mmHg, dazwischen etwa 8 mmHg. Unter Überdruckbeatmung, bei erhöhtem Bauchdruck, bei Trikuspidalinsuffizienz und bei Sportlern ist die Hohlvene nur eingeschränkt verwertbar. Ob ein Patient auf Volumen reagiert, zeigen besser dynamische Tests wie das passive Beinheben mit Messung des Schlagvolumens.
Abbildung aus Folie 37 der Präsentation.
Leitlinienempfehlungen
Die Präsentation zitiert drei Empfehlungen der S3-Leitlinie Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen. Bei Intensivpatienten kann zur Untersuchung des Volumenstatus eine transthorakale Echokardiographie erfolgen (Empfehlung 1-9, Empfehlungsgrad 0). Bei unklarer hämodynamischer Instabilität, insbesondere bei vermuteter kardialer Ursache, soll eine Echokardiographie durchgeführt werden (Empfehlung 1-10, Empfehlungsgrad A). Die sonographische Messung der Vena cava inferior kann zur Diagnose eines Volumenmangels durchgeführt werden (Empfehlung 1-11, Empfehlungsgrad 0). Die Abstufung ist lehrreich: Stark empfohlen ist die Echokardiographie bei unklarer Instabilität, während der Hohlvene nur eine offene Empfehlung zukommt.
Quelle: DGAI. S3-Leitlinie Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen, AWMF 001-020 (Anästh Intensivmed 2014;55:671–678). Dieselbe Leitlinie empfiehlt, zur Steuerung der Volumentherapie bei beatmeten Intensivpatienten flussbasierte und dynamische Vorlastparameter wie Schlagvolumenvariation und Pulsdruckvariation den statischen Parametern vorzuziehen.
Zum MitnehmenDie Hohlvene schätzt den Vorhofdruck, sie beantwortet nicht, ob Volumen hilft. Volumenstatus immer aus Hohlvene, Herz und Lunge gemeinsam beurteilen; bei unklarer Instabilität ist die Echokardiographie stark empfohlen.
Lektion 9
Frage 5: Gibt es freie intraperitoneale Flüssigkeit?
Abbildung aus Folie 38 der Präsentation.
Der Nachweis freier Flüssigkeit im Bauchraum ist ein Kernbestandteil der Traumadiagnostik. Beim instabilen Traumapatienten bedeutet freie Flüssigkeit bis zum Beweis des Gegenteils eine aktive Blutung und damit meist die Indikation zu Operation oder Intervention.
Folie 39: FAST-Methodik. Aus der Präsentation.
Die FAST-Methode standardisiert die sonographische Erstuntersuchung und sucht freie Flüssigkeit an vier definierten Stellen. Im perihepatischen Raum liegt der Morison-Pouch zwischen Leber und rechter Niere, die häufigste Lokalisation freier Flüssigkeit, weil er in Rückenlage einer der tiefsten Punkte des Oberbauchs ist. Im perisplenischen Raum, dem Koller-Pouch zwischen Milz und linker Niere, zeigen sich linksseitige Verletzungen; hier sammelt sich Flüssigkeit oft zuerst oberhalb der Milz unter dem Zwerchfell. Im kleinen Becken ist der Douglas-Raum der schwerkraftabhängige Sammelort; eine gefüllte Blase dient als Schallfenster. Im Perikard wird eine Tamponade ausgeschlossen.
Die Untersuchung erfordert eine standardisierte Sondenposition und Schnittführung, damit alle Kompartimente vollständig beurteilt werden. Freie Flüssigkeit muss von physiologischen Strukturen wie Gallenblase, Darmschlingen mit Inhalt oder Gefäßen unterschieden werden, und die Lage des Patienten beeinflusst, wo sich Flüssigkeit sammelt. Die erweiterte Untersuchung, eFAST, bezieht beide Thoraxhälften auf Pneumothorax und Hämatothorax ein.
Folie 41: Integration in das RUSH-Protokoll. Aus der Präsentation.
Die FAST-Untersuchung fügt sich nahtlos in das RUSH-Protokoll ein und ergänzt die kardiale und vaskuläre Beurteilung um den Bauchraum. Sie ist in etwa 2 bis 3 Minuten durchführbar, liefert Entscheidungen mit direkter therapeutischer Konsequenz und lässt sich zur Verlaufskontrolle beliebig wiederholen. Ihre wichtigste Grenze: Eine negative FAST schließt eine Verletzung nicht aus, insbesondere nicht retroperitoneale Blutungen und Hohlorganverletzungen; bei klinischem Verdacht folgt die Computertomographie, beim stabilen Patienten ohnehin.
Zum MitnehmenMorison, Koller, Douglas, Perikard, dazu bei eFAST beide Thoraxhälften. Positive FAST beim instabilen Patienten heißt Blutung. Negative FAST schließt Retroperitoneum und Hohlorgane nicht aus.
Lektion 10
Frage 6: Ist die Aorta betroffen?
Abbildung aus Folie 42 der Präsentation.
Bei hämodynamischer Instabilität ist die Beurteilung der Aorta essentiell, um ein rupturiertes Aneurysma oder eine Dissektion zu erkennen. Beide sind selten, aber sie verlangen eine andere Therapie als alle übrigen Schockursachen und dulden keinen Aufschub.
Folie 43: RUSH Schritt 3: Evaluation der Leitungen. Aus der Präsentation.
Im RUSH-Protokoll ist das der dritte Schritt, die Leitungen. Untersucht werden die abdominelle Aorta mit Durchmesser und Wand, die thorakale Aorta mit der Frage nach einer Dissektion und die Räume um die Gefäße auf Hämatome oder freie Flüssigkeit.
Folie 44: Abdominelle Aortensonographie. Aus der Präsentation.
Die abdominelle Aorta wird in Quer- und Längsschnitt vom Zwerchfell bis zur Bifurkation dargestellt. Der Querschnitt dient der Messung des Durchmessers, der Längsschnitt der Beurteilung der Wand und der Suche nach einer Intimalamelle. Ein Durchmesser unter 3 cm gilt als normal, über 3 cm spricht man von einem Aneurysma. Ab etwa 5 cm steigt das Rupturrisiko deutlich; die elektive Behandlung wird meist ab 5,5 cm bei Männern und ab 5,0 cm bei Frauen empfohlen. Im Notfall zählt etwas anderes: Ein Aneurysma bei einem Patienten mit Schock und Bauch- oder Rückenschmerzen ist bis zum Beweis des Gegenteils rupturiert, auch wenn das Hämatom retroperitoneal liegt und sonographisch nicht sicher sichtbar ist.
Für die Dissektion der thorakalen Aorta ist die transthorakale Echokardiographie nur begrenzt sensitiv. Eine erweiterte Aortenwurzel, eine Intimalamelle, eine neue Aorteninsuffizienz oder ein Perikarderguss sind wichtige Hinweise; ihr Fehlen schließt eine Dissektion aber nicht aus. Die Diagnose sichert die CT-Angiographie oder die transösophageale Echokardiographie.
Zum MitnehmenAorta über 3 cm ist ein Aneurysma. Schock plus Aneurysma heißt Ruptur, bis das Gegenteil bewiesen ist. Der transthorakale Ultraschall kann eine Dissektion nahelegen, aber nicht ausschließen.
Lektion 11
Frage 7: Lungenödem und Stauungslunge, die B-Linien
Abbildung aus Folie 45 der Präsentation.
Die Lungensonographie ist zu einer der wichtigsten Anwendungen der Notfallsonographie geworden. Lange galt die Lunge wegen der Luft als für den Ultraschall unzugänglich. Heute weiß man, dass gerade die Artefakte, die an der Grenze von Luft und Gewebe entstehen, diagnostisch wertvoll sind. Mit ihnen lässt sich schnell zwischen kardialem und nicht kardialem Lungenödem unterscheiden.
Folie 46: Wegweisende Publikation. Aus der Präsentation.
Wegweisende Arbeiten haben die B-Linien-Sonographie als zuverlässige Methode zur Diagnose und Quantifizierung des Lungenödems etabliert und ihre Überlegenheit gegenüber dem konventionellen Röntgenbild gezeigt; grundlegend war die Beschreibung des „Kometenschweif-Artefakts“ durch Lichtenstein und Mitarbeiter 1997.
Abbildung aus Folie 47 der Präsentation.
Abbildung aus Folie 48 der Präsentation.
Was B-Linien sind
B-Linien sind senkrechte, helle Artefakte, die von der Pleuralinie ausgehen, ohne abzuschwächen bis zum Bildrand reichen und sich synchron mit der Atmung bewegen. Wo sie zahlreich auftreten, löschen sie die waagrechten A-Linien aus, die Wiederholungsartefakte der Pleuralinie in der normal belüfteten Lunge. Physikalisch entstehen B-Linien, wenn die subpleuralen Interlobulärsepten durch Flüssigkeit oder Fibrose verdickt sind: Der Schall trifft auf kleine Wasser-Luft-Grenzflächen und wird dort vielfach hin und her reflektiert. Wenige, einzelne B-Linien, vor allem basal, sind normal; viele B-Linien in mehreren Regionen beider Seiten sprechen für ein interstitielles Syndrom, beim Dyspnoepatienten meist für eine Lungenstauung.
Folie 49: Universelle Anwendbarkeit. Aus der Präsentation.
Die Methode ist außergewöhnlich vielseitig. Sie gelingt überall, auch unter extremen Umgebungsbedingungen, etwa in der Höhenmedizin zur Erkennung des Höhenlungenödems mit tragbaren Geräten. Sie gelingt jederzeit und erlaubt die kontinuierliche Überwachung, zum Beispiel während der Dialyse zur Steuerung der Ultrafiltration. Nach der zitierten Übersicht von Picano (European Heart Journal 2016) können auch nicht spezialisierte Untersucher sie schon nach etwa einer Stunde Training zuverlässig durchführen. Und das thorakale Schallfenster bleibt meist verfügbar, auch wenn eine Echokardiographie nicht gelingt.
Abbildung aus Folie 50 der Präsentation.
Quantifizierung
Für die Quantifizierung wird die Thoraxwand in Regionen eingeteilt. Die 28-Regionen-Methode teilt jede Thoraxhälfte in 14 Areale und ermöglicht eine genaue Zuordnung der B-Linien, deren Summe ein Maß für das extravaskuläre Lungenwasser ist.
Folie 51: Scoring-System für B-Linien. Aus der Präsentation.
Jede B-Linie ergibt einen Punkt. Nach dem Schema der Präsentation gelten 0 bis 5 Punkte als normal, 6 bis 14 als leichtes, 15 bis 30 als mäßiges und mehr als 30 als schweres Lungenödem.
Folie 52: Vereinfachtes 8-Zonen-Schema. Aus der Präsentation.
Für die Praxis hat sich ein vereinfachtes Schema mit acht Zonen durchgesetzt, vier auf jeder Seite. Untersucht werden vorn oben im 2. bis 3. Interkostalraum in der Medioklavikularlinie, vorn unten im 4. bis 5. Interkostalraum in der Medioklavikularlinie, seitlich oben im 4. bis 5. Interkostalraum in der vorderen Axillarlinie und seitlich unten im 6. bis 7. Interkostalraum in der mittleren Axillarlinie. Das Schema dauert etwa 3 bis 5 Minuten und korreliert gut mit aufwendigeren Scores. Als positiv gilt eine Zone meist bei drei oder mehr B-Linien, und ein Lungenödem wird angenommen, wenn mindestens zwei positive Zonen auf beiden Seiten vorliegen.
Folie 53: Wissenschaftliche Validierung. Aus der Präsentation.
Mehrere Studien zeigen einen engen Zusammenhang zwischen dem B-Linien-Score und etablierten Verfahren: eine hohe Übereinstimmung mit dem invasiv per Thermodilution gemessenen extravaskulären Lungenwasser, eine gute Übereinstimmung mit den natriuretischen Peptiden und eine hohe Empfindlichkeit für die Wirkung der Therapie im Verlauf (Jambrik 2010, Enghard 2015). Der letzte Punkt ist klinisch besonders nützlich: B-Linien verschwinden unter Diurese innerhalb von Stunden und sind damit ein Verlaufsparameter, den kein Röntgenbild in dieser Zeit liefern kann.
Folie 54: Klinische Korrelation. Aus der Präsentation.
Die Präsentation hebt hervor, dass die B-Linien-Sonographie subklinische Lungenödeme früh erkennt und dem Röntgenbild in der Sensitivität überlegen ist.
Korrektur gegenüber der FolieDie Folie nennt eine Sensitivität von 97 %, eine Spezifität von 95 % und eine Früherkennung 72 Stunden vor radiologischen Zeichen und zitiert dazu Gargani, Crit Care Med 2007. Diese Arbeit ist eine tierexperimentelle Studie zum frühen Lungenschaden beim Schwein; sie zeigt, dass B-Linien vor der Hypoxämie auftreten, liefert aber nicht diese Kennzahlen. Belastbare Kennzahlen liefert die Metaanalyse von Maw und Mitarbeitern (JAMA Network Open 2019) mit sechs Studien und 1 827 Patienten: Die Lungensonographie erreichte beim kardialen Lungenödem eine Sensitivität von 0,88 und eine Spezifität von 0,90, das Röntgenbild 0,73 und 0,90.
Zum MitnehmenB-Linien sind senkrechte, bis zum Bildrand reichende, atemsynchrone Artefakte. Viele B-Linien beidseits in mehreren Zonen bedeuten Lungenstauung. Sie reagieren auf Therapie innerhalb von Stunden und eignen sich deshalb als Verlaufsparameter.
Lektion 12
Die Pivetta-Studie und die B-Linien-Stressechokardiographie
Abbildung aus Folie 55 der Präsentation.
Die bekannteste klinische Studie zur Lungensonographie bei Luftnot stammt von Pivetta und Mitarbeitern (Chest 2015). In einer prospektiven, multizentrischen Kohortenstudie in sieben italienischen Notaufnahmen wurden Patientinnen und Patienten mit akuter Dyspnoe zunächst klinisch beurteilt und dann mit Lungensonographie untersucht. Als Referenz diente eine nachträgliche Expertenbewertung aller verfügbaren Daten. Die Frage lautete, ob die Kombination aus klinischer Einschätzung und Lungensonographie die akut dekompensierte Herzinsuffizienz besser von nicht kardialen Ursachen unterscheidet als die übliche Diagnostik.
Folie 56: Pivetta-Studie: Enddiagnosen. Aus der Präsentation.
Eingeschlossen wurden 1 005 Patientinnen und Patienten. Die Notärztin oder der Notarzt ordnete die Luftnot zweimal ein, zunächst nach der klinischen Beurteilung und dann nach der Lungensonographie; alle erhielten zusätzlich ein Röntgenbild des Thorax, und die endgültige Ursache wurde nach der Entlassung unabhängig aus der gesamten Krankenakte bestimmt. Akut dekompensierte Herzinsuffizienz und nicht kardiale Ursachen waren beide häufig, was die Schwierigkeit der Differentialdiagnose in der Notaufnahme unterstreicht.
Folie 57: Ergebnisse der Pivetta-Studie. Aus der Präsentation.Folie 58: Diagnostische Überlegenheit. Aus der Präsentation.
Das Ergebnis war eindeutig. Die um die Lungensonographie ergänzte Beurteilung erreichte eine Sensitivität von 97 % und eine Spezifität von 97,4 %. Die klinische Einschätzung allein kam auf 85,3 % und 90 %, das Röntgenbild allein auf 69,5 % und 82,1 %, die natriuretischen Peptide auf 85 % und 61,7 %. Die Ergänzung um die Lungensonographie ordnete fast jeden fünften Patienten richtiger zu als die Standarddiagnostik.
Korrektur gegenüber der FolieDie Folie nennt für die klinische Beurteilung allein 85 % Sensitivität und 63 % Spezifität, für Klinik plus Lungensonographie 97 % und 84 %. Nach der Originalarbeit lag die Spezifität der klinischen Beurteilung bei 90 % und die der kombinierten Beurteilung bei 97,4 %; die 61,7 % gehören zu den natriuretischen Peptiden.
Folie 59: Klinische Implementierung. Aus der Präsentation.
Die Studie hat wesentlich dazu beigetragen, die Lungensonographie als Standardverfahren in der Notfallmedizin zu etablieren. Die Präsentation nennt drei praktische Vorteile: eine schnellere Diagnose mit erheblicher Zeitersparnis gegenüber der konventionellen Diagnostik, eine frühere und gezieltere Therapie und damit eine bessere Versorgung, und eine höhere Kosteneffektivität, weil unnötige weiterführende Diagnostik entfällt.
Abbildung aus Folie 60 der Präsentation.
Innovative Anwendung: die B-Linien-Stressechokardiographie
Eine Erweiterung der klassischen Belastungsechokardiographie verbindet die Stresstestung mit der Lungensonographie. Unter Belastung steigt bei Patienten mit diastolischer Funktionsstörung der Füllungsdruck des linken Ventrikels, Flüssigkeit tritt ins Interstitium über, und neue B-Linien erscheinen. Die Präsentation skizziert die Entwicklung in vier Schritten: erste Beschreibungen der belastungsinduzierten B-Linien, die klinische Validierung mit dem Nachweis einer Korrelation zu invasiven Druckmessungen, die Integration in die Routinediagnostik bei Verdacht auf diastolische Herzinsuffizienz und die Weiterentwicklung für besondere Patientengruppen; sie zitiert dazu Agricola und Mitarbeiter (J Am Soc Echocardiogr 2006). Die Methode zeigt das anhaltende Entwicklungspotenzial der Ultraschalldiagnostik.
Zusammenfassung
Die Notfallsonographie beantwortet bei hämodynamischer Instabilität eine überschaubare Zahl von Fragen: Perikarderguss, Funktion des linken und rechten Ventrikels, Volumenstatus, freie Flüssigkeit, Aorta und Lunge. Strukturiert als RUSH-Protokoll mit Pumpe, Tank und Leitungen führt sie in wenigen Minuten zu einer Einordnung des Schocks. Ihre Aussagekraft hängt von Ausbildung und Übung ab, und sie ersetzt nicht die vollständige Echokardiographie oder die Computertomographie, wo diese nötig sind. Die Lungensonographie ist dem Röntgenbild bei der Erkennung des kardialen Lungenödems in der Sensitivität überlegen: In der Metaanalyse von Maw und Mitarbeitern (JAMA Network Open 2019) lagen Sensitivität und Spezifität des Ultraschalls bei 0,88 und 0,90, die des Röntgenbildes bei 0,73 und 0,90.
Zum MitnehmenIn der Pivetta-Studie erreichte die um die Lungensonographie ergänzte Beurteilung 97 % Sensitivität und 97,4 % Spezifität für die akute Herzinsuffizienz und war Klinik, Röntgen und Peptiden überlegen. Unter Belastung neu auftretende B-Linien zeigen einen steigenden Füllungsdruck.
Anhang
Folientext im Wortlaut
Der Text aller Folien, ungekürzt; geändert sind nur Zeilenumbrüche, Gedankenstriche und Kopfzeilen. Die Korrekturboxen stehen an den betroffenen Folien.
Folie 2: Bedeutung der Notfallsonographie
Die Notfallsonographie hat sich als essentielles diagnostisches Werkzeug in der
Anästhesiologie und Intensivmedizin etabliert. Ihre Bedeutung liegt in der sofortigen, bettseitigen Verfügbarkeit und der Möglichkeit, lebensbedrohliche
Zustände schnell zu identifizieren.
Als nicht-invasive, strahlungsfreie Methode ermöglicht sie eine kontinuierliche
Überwachung und wiederholte Untersuchungen ohne zusätzliche Belastung für den Patienten.
Folie 3: Evidenzbasierte Anwendung
Die wissenschaftliche Evidenz für die Notfallsonographie ist überwältigend. Aktuelle Studien belegen ihre hohe diagnostische Genauigkeit bei der Beurteilung hämodynamischer Instabilität und ihrer zugrundeliegenden
Ursachen.
Quelle: Anesthesia & Analgesia. 124(3):708, März 2017.
Die Integration der Sonographie in die klinische Routine führt zu schnelleren Diagnosen, gezielteren Therapien und letztendlich zu einer verbesserten Patientenversorgung im kritischen Bereich.
Folie 4: Technologische Entwicklung
Moderne Gerätetechnik
Hochauflösende portable Ultraschallgeräte ermöglichen präzise Diagnosen direkt am Patientenbett
Erweiterte Bildgebung
Doppler-Technologie und Kontrastmittelsonographie erweitern die diagnostischen Möglichkeiten erheblich
Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Ultraschalltechnologie macht komplexe Diagnostik auch unter schwierigsten Bedingungen möglich.
Folie 5: Klinische Integration
Die erfolgreiche Implementierung der Notfallsonographie erfordert eine systematische Herangehensweise. Strukturierte Protokolle und standardisierte Untersuchungsabläufe gewährleisten eine hohe Qualität und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Anästhesisten, Intensivmedizinern und anderen Fachbereichen verstärkt den Nutzen dieser
Technologie für eine optimale Patientenversorgung.
Folie 6: Zentrale Fragestellungen
Welche Fragen sollen durch die Notfallsonographie bei hämodynamischer Instabilität beantwortet werden?
Thorax & Gefäße
Pneumothorax und Embolie prüfen
Volumenstatus klären
Hypovolämie erkennen
Perikarderguss prüfen
Tamponade ausschließen
Schnelleinschätzung
Erstbeurteilung des Patienten
Folie 7: Systematische Diagnostik
Ursachen hämodynamischer Instabilität
01 02 Perikarderguss?
Linksventrikuläre Funktion?
Sofortige Erkennung einer Perikardtamponade als lebensbedrohliche Komplikation
Beurteilung der myokardialen Kontraktilität und Pumpfunktion
03 04 Rechtsherzbelastung?
Volumenstatus?
Detektion von Lungenembolie und pulmonaler Hypertonie
Einschätzung der intravaskulären Volumenbelastung
01 02 Intraperitoneale Flüssigkeit?
Aortenbeteiligung?
Nachweis von Blutungen oder Flüssigkeitsansammlungen
Ausschluss von Aortendissektionen oder Aneurysmata
03 04 Lungenödem/Stauungslunge?
Pneumothorax?
Differenzierung zwischen kardiogenem und nicht-kardiogenem Ödem
Schnelle Diagnostik eines Spannungspneumothorax
Folie 8: TTE FAST Lunge
Drei Säulen der Notfallsonographie
Transthorakale Echokardiographie
Focused Assessment with Sonography
Beurteilung der Herzfunktion und
Schnelle Beurteilung abdominaler und kardialen Pathologien thorakaler Traumata
Lungensonographie
Diagnostik pulmonaler Pathologien und Flüssigkeitsansammlungen
Folie 9: RUSH-Konzept
Rapid Ultrasound in Shock and Hypotension
Das RUSH-Protokoll bietet einen strukturierten Ansatz zur systematischen Evaluation von Schock und Hypotonie. Es gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Schritte, die eine umfassende Beurteilung der hämodynamischen Situation ermöglichen.
Referenz: Emerg Med Clin North Am. 2010 Feb;28(1):29-56.
The RUSH exam: Rapid Ultrasound in SHock in the evaluation of the critically ill. Perera P, Mailhot T, Riley D, Mandavia D.
Folie 10: RUSH-Protokoll Übersicht
Das RUSH-Protokoll systematisiert die sonographische
Evaluation kritisch kranker Patienten durch drei aufeinander aufbauende Komponenten, die eine vollständige hämodynamische Beurteilung ermöglichen.
Die systematische Anwendung dieses Protokolls führt zu einer strukturierten Diagnosefindung und ermöglicht eine zielgerichtete Therapie bereits in der Akutphase.
Folie 11: Drei-Stufen-Ansatz
1 2 3 Schritt 1: Die Pumpe
Evaluation der Herzfunktion und Perikardialraum
Schritt 2: Der Tank
Beurteilung des intravaskulären Volumenstatus
Schritt 3: Die Leitungen
Untersuchung der großen Gefäße und Flüssigkeitsverteilung
Folie 12: RUSH Schritt 1: Evaluation der Pumpe
Die Herzfunktionsbeurteilung steht im Mittelpunkt der initialen Evaluation. Bereits innerhalb von 10 Sekunden kann eine fokussierte Echokardiographie im Sinne des
FEEL-Konzepts (Focused Echocardiographic Evaluation in Life Support)
entscheidende diagnostische Hinweise liefern.
Im Extremfall kann die fokussierte TTE im Sinne des FEEL-Konzepts während einer Reanimation bereits in ca. 10 Sekunden wertvolle diagnostische Hinweise liefern
Quelle: Breitkreutz R et al. Focused echocardiographic evaluation in life support and peri-resuscitation of emergency patients: a prospective trial. Resuscitation
2010; 81: 1527–1533
Folie 13: Lernziele der Fokussierten Echokardiographie
Die strukturierte Ausbildung in der fokussierten Echokardiographie folgt klaren
Lernzielen, die eine schrittweise Kompetenzentwicklung gewährleisten. Diese
Ziele orientieren sich an internationalen Standards und evidenzbasierten
Richtlinien.
Quelle: Anesthesia & Analgesia 2015
Die Implementierung dieser Lernziele in die klinische Praxis erfordert eine kontinuierliche Schulung und regelmäßige Qualitätssicherung zur Gewährleistung optimaler Patientensicherheit.
Folie 14: Kompetenzentwicklung
Die Entwicklung echokardiographischer Kompetenzen erfordert eine systematische Herangehensweise mit strukturierten
Trainingsprogrammen und kontinuierlicher Supervision erfahrener Mentoren.
Die Qualitätssicherung erfolgt durch regelmäßige Evaluationen und die Dokumentation von Untersuchungsbefunden zur kontinuierlichen
Verbesserung der diagnostischen Genauigkeit.
Folie 15: Standardisierte Ausbildung
Die Standardisierung der Ausbildung in der Notfallsonographie ist essentiell für die Qualitätssicherung. Strukturierte Curricula und definierte Mindeststandards gewährleisten eine einheitliche Kompetenzentwicklung.
Zertifizierte Ausbildungsprogramme und regelmäßige Rezertifizierungen stellen sicher, dass die erworbenen Kompetenzen den aktuellen wissenschaftlichen
Standards entsprechen.
Folie 16: FoCUS: Focused Cardiac Ultrasound
FoCUS repräsentiert einen gezielten Ansatz der kardialen Ultraschalldiagnostik, der speziell für die Bedürfnisse der Notfall- und Intensivmedizin entwickelt wurde.
Im Gegensatz zur vollständigen Echokardiographie konzentriert sich FoCUS auf spezifische klinische Fragestellungen.
Die FoCUS-Methodik ermöglicht auch nicht-kardiologischen Spezialisten eine zuverlässige Beurteilung der Herzfunktion in kritischen Situationen und trägt zu einer schnelleren Diagnosefindung bei.
Folie 17: 1. Frage
Perikarderguss?
Die Erkennung eines Perikardergusses stellt eine der wichtigsten Aufgaben der
Notfallsonographie dar. Ein hämodynamisch relevanter Perikarderguss kann innerhalb von Minuten zu einer lebensbedrohlichen Perikardtamponade führen.
Folie 18: Subxiphoidaler 4-Kammer-Blick
1. SUBX 4C: Technische Durchführung
Der subxiphoidale 4-Kammer-Blick ist die Standardprojektion zur Perikardbeurteilung. Die Sonde wird unterhalb des Xiphoids positioniert und nach kranial-dorsal anguliert.
Folie 19: Differentialdiagnose Perikarderguss
Die Differentialdiagnose eines echoarmen Randsaums um das Herz erfordert die Berücksichtigung verschiedener klinischer Kontexte und pathophysiologischer Mechanismen.
Postoperative Situationen
Rechtsherzbelastung
Nach Herzchirurgie
Lungenembolie
Nach Herzkatheteruntersuchung
Rechtsventrikulärer Infarkt
Trauma
Pulmonale Hypertonie
Nierenversagen
Volumenüberladung
Infektionen
Linksherzpathologien
Ischämische Herzerkrankung
Dilatative Kardiomyopathie
Sepsis
Aorteninsuffizienz
Folie 20: Klinische Relevanz der Befunde
Die Interpretation der sonographischen Befunde muss immer im klinischen Kontext erfolgen. Ein geringer Perikarderguss kann bei kritisch kranken Patienten bereits hämodynamisch relevant werden.
Die dynamische Beurteilung während des Herzzyklus und die Korrelation mit hämodynamischen Parametern sind entscheidend für die therapeutische Konsequenz.
Folie 21: Parasternaler Kurz-Achsen-Blick
4. PSSAX: Erweiterte Diagnostik
Der parasternale kurze Achsenblick ergänzt die subxiphoidale Beurteilung und ermöglicht eine präzise Lokalisation und Quantifizierung des Perikardergusses.
Folie 22: Charakterisierung des Perikardergusses
Die Charakterisierung eines Perikardergusses hinsichtlich Echogenität, Lokalisation und hämodynamischer Auswirkung ist entscheidend für das weitere klinische Management.
Echoreiche Ergüsse weisen oft auf Blutungen oder Entzündungen hin, während echoarme Ergüsse meist seröser Natur sind. Die Größeneinschätzung erfolgt über die Ausdehnung des flüssigkeitsfreien Raums.
Folie 23: Apikaler 4-Kammer-Blick
5. A4C: Komplettierung der Diagnostik
Der apikale 4-Kammer-Blick vervollständigt die Perikardbeurteilung und ermöglicht zusätzlich die Evaluation der Herzfunktion und Wandbewegung.
Folie 24: Multiplanare Beurteilung
Die Kombination mehrerer Schnittebenen gewährleistet eine vollständige Beurteilung des Perikardialraums und verhindert das Übersehen lokalisierter Ergüsse oder Verklebungen.
Die systematische Dokumentation aller Schnittebenen ermöglicht eine präzise Verlaufsbeurteilung und die Einschätzung therapeutischer Interventionen.
Folie 25: 2. Frage
Linksventrikuläre Funktion?
Die Beurteilung der linksventrikulären Funktion ist eine der häufigsten und wichtigsten Indikationen für die Notfallsonographie. Sie ermöglicht eine schnelle
Einschätzung der myokardialen Kontraktilität und Pumpfunktion.
Folie 26: Funktionsbeurteilung im Notfall
Die visuelle Einschätzung der linksventrikulären Funktion erfolgt durch Beurteilung der globalen und segmentalen Wandbewegung sowie der Ejektionsfraktion.
Fallbeispiel
Patient nach Reanimation bei ICD-Implantation
Sofortige Beurteilung der Herzfunktion zur Einschätzung der hämodynamischen Stabilität und Prognose
Folie 27: Klinischer Fall: Reanimation bei ICD-Implantation
Dieser Fall demonstriert die kritische Bedeutung der sofortigen echokardiographischen Evaluation nach kardiopulmonaler Reanimation. Die schnelle
Beurteilung der Herzfunktion ermöglicht eine zielgerichtete weitere Therapie.
Ausgangssituation
Elektive ICD-Implantation mit intraoperativer Komplikation
Intervention
Sofortige Reanimationsmaßnahmen mit erfolgreicher Stabilisierung
Sonographische Evaluation
Beurteilung der myokardialen Funktion zur Prognosebewertung
Folie 28: 3. Frage
Rechtsherzbelastung?
Die Erkennung einer akuten Rechtsherzbelastung ist von entscheidender
Bedeutung für die Diagnose lebensbedrohlicher Zustände wie Lungenembolie oder akute Rechtsherzinsuffizienz.
Folie 29: Zeichen der Rechtsherzbelastung
Die sonographische Evaluation der Rechtsherzbelastung umfasst die Beurteilung der rechtsventrikulären Größe,
Funktion und der Wandbewegungsstörungen. Spezifische
Muster können auf eine akute Lungenembolie hinweisen.
Quelle: Laut et al. Anesth Analg 2013
Die strukturierte Beurteilung verschiedener echokardiographischer Parameter ermöglicht eine differenzierte Einschätzung des Schweregrades und der zugrunde liegenden Pathophysiologie.
Folie 30: McConnell-Zeichen bei Lungenembolie
Spezifisches Zeichen der akuten Lungenembolie
Das McConnell-Zeichen charakterisiert sich durch eine hypokinetische midpapilläre freie Wand des rechten Ventrikels bei erhaltener apikaler Kontraktilität.
Dieses Muster ist hochspezifisch für eine akute Lungenembolie.
Hypokinetische midpapilläre freie Wand
Erhaltene apikale Kontraktilität
Quelle: Laut et al. Anesth Analg 2013
Folie 31: Diagnostische Bedeutung
Das McConnell-Zeichen weist eine hohe Spezifität für die Diagnose einer akuten Lungenembolie auf und kann bei entsprechendem klinischen Verdacht die Indikation für eine sofortige antikoagulante oder thrombolytische Therapie unterstützen.
77% 70% Spezifität
Sensitivität
Für akute Lungenembolie
Bei schwerer Embolie
Quelle: Laut et al. Anesth Analg 2013
Einordnung (Fachgutachten 09/2026)In der Originalarbeit (McConnell 1996) lagen Sensitivität bei 77 % und Spezifität bei 94 %. Spätere Studien fanden eine deutlich geringere Sensitivität bei hoher Spezifität; das Zeichen kommt auch beim rechtsventrikulären Infarkt vor und schließt eine Lungenembolie nicht aus.
Folie 32: 4. Frage
Volumenstatus?
Die Beurteilung des Volumenstatus ist eine der häufigsten Indikationen für die Notfallsonographie. Sie ermöglicht eine nicht-invasive Einschätzung der intravaskulären Volumenbelastung und leitet therapeutische Entscheidungen.
Folie 33: RUSH Schritt 2: Der Tank
Der zweite Schritt des RUSH-Protokolls konzentriert sich auf die Beurteilung des intravaskulären Volumenstatus. Die
Evaluation erfolgt primär über die sonographische Messung der Vena cava inferior.
Diese Methodik hat sich als zuverlässiger
Parameter zur Einschätzung des zentralvenösen Drucks und damit des
Volumenstatus etabliert.
Folie 34: Systematische Volumenbeurteilung
Die systematische Beurteilung des Volumenstatus umfasst mehrere sonographische Parameter, die in ihrer Gesamtheit eine präzise Einschätzung der hämodynamischen Situation ermöglichen.
01 Vena cava inferior
Messung von Durchmesser und respiratorischer Variabilität
Die Messung der Vena cava inferior erfolgt im subxiphoidalen Sagittalschnitt etwa 2-3 cm vor der Einmündung in den rechten Vorhof. Die Beurteilung umfasst sowohl den Durchmesser als auch die respiratorische Variabilität.
Folie 36: Interpretation der IVC-Parameter
Die Interpretation der IVC-Messungen erfordert die Berücksichtigung sowohl des absoluten Durchmessers als auch der respiratorischen Kollapsibilität. Diese Parameter korrelieren mit dem zentralvenösen Druck.
Hypovolämie
Normovolämie
IVC < 2,1 cm mit >50% Kollaps
IVC 1,5-2,5 cm mit 25-50% Kollaps
Hypervolämie
IVC > 2,1 cm mit <25% Kollaps
Einordnung (Fachgutachten 09/2026)Die Vena cava inferior spiegelt den rechtsatrialen Druck, nicht den Volumenstatus oder die Volumenreagibilität. Nach der Empfehlung der ASE entspricht ein Durchmesser bis 2,1 cm mit mehr als 50 % Kollaps einem Vorhofdruck von etwa 3 mmHg, über 2,1 cm mit weniger als 50 % Kollaps etwa 15 mmHg. Unter Überdruckbeatmung ist die Kollapsibilität kaum verwertbar.
Folie 37: Leitlinienempfehlungen zur Volumendiagnostik
Die aktuellen Leitlinien zur intensivmedizinischen Versorgung geben klare Empfehlungen zur Anwendung der Ultraschalldiagnostik bei der Volumenstatusbeurteilung.
1 2 3 Empfehlung 1-9
GoR 0: Bei Intensivpatienten kann zur Untersuchung des Volumenstatus eine transthorakale Echokardiographie (TTE) erfolgen.
Empfehlung 1-10
GoR A: Bei Patienten mit unklarer hämodynamischer Instabilität (insbesondere wenn eine kardiale Ätiologie vermutet wird) soll eine Echokardiographie durchgeführt werden.
Empfehlung 1-11
GoR 0: Die sonographische Messung der Vena cava inferior kann bei Intensivpatienten zur Diagnose eines Volumenmangels durchgeführt werden.
Folie 38: 5. Frage
Intraperitoneale Flüssigkeit?
Die Detektion intraperitonealer Flüssigkeit ist ein kritischer Bestandteil der Traumadiagnostik und kann bei hämodynamischer Instabilität auf eine aktive Blutung hinweisen.
Folie 39: FAST-Methodik
Focused Assessment with Sonography for Trauma
Die FAST-Methode etabliert ein standardisiertes Vorgehen zur sonographischen Erstuntersuchung des Traumapatienten. Sie konzentriert sich auf die schnelle Detektion freier Flüssigkeit in vier definierten anatomischen Regionen.
Perihepatischer Raum
Perisplenic Raum
Morrison-Pouch als häufigste Lokalisation freier Flüssigkeit
Koller-Pouch zur Detektion linksseitiger Verletzungen
Kleines Becken
Perikardialraum
Pouch of Douglas als gravitationsabhängiger Sammelort
Ausschluss einer Perikardtamponade
Folie 40: FAST-Untersuchungstechnik
Die systematische Durchführung der FAST-Untersuchung erfordert eine standardisierte Sondenpositionierung und Schnittführung zur vollständigen Evaluation aller relevanten Kompartimente.
Die korrekte Interpretation der Befunde erfordert die Unterscheidung zwischen freier Flüssigkeit und physiologischen Strukturen sowie die Berücksichtigung der Patientenposition.
Folie 41: Integration in das RUSH-Protokoll
Die FAST-Untersuchung integriert sich nahtlos in das RUSH-
Protokoll und ergänzt die kardiale und vaskuläre Evaluation um die Beurteilung intraperitonealer Pathologien.
1 Sofortige Evaluation
Innerhalb von 2-3 Minuten durchführbar
2 Entscheidungshilfe
Direkte therapeutische Konsequenzen
3 Verlaufskontrolle
Wiederholte Untersuchungen zur Überwachung
Folie 42: 6. Frage
Aorta betroffen?
Die sonographische Beurteilung der Aorta ist bei hämodynamischer Instabilität essentiell zum Ausschluss lebensbedrohlicher Aortenpathologien wie
Aneurysmen oder Dissektionen.
Folie 43: RUSH Schritt 3: Evaluation der Leitungen
Der dritte Schritt des RUSH-Protokolls fokussiert auf die Beurteilung der großen Gefäße, insbesondere der Aorta. Diese Evaluation ist kritisch für die Detektion von Aneurysmen, Dissektionen oder anderen vaskulären Pathologien.
01 Aorta abdominalis
Beurteilung von Durchmesser und Wandverhältnissen
02 Aorta thoracalis
Ausschluss einer Aortendissektion
03 Perivaskuläre Räume
Detektion von Hämatomen oder freier Flüssigkeit
Folie 44: Abdominelle Aortensonographie
Die systematische sonographische Untersuchung der abdominellen Aorta umfasst sowohl transversale als auch longitudinale Schnittführungen zur vollständigen Beurteilung des Gefäßverlaufs und möglicher pathologischer Veränderungen.
Transversaler Schnitt
Longitudinaler Schnitt
Messung des Aortendurchmessers zur Aneurysmadiagnostik
Beurteilung der Wandstruktur und Intimaflaps
Normwerte: Aortendurchmesser < 3 cm gilt als normal. Ein Durchmesser > 3 cm wird als Aneurysma definiert, wobei ab 5 cm eine hohe Rupturwahrscheinlichkeit besteht.
Folie 45: 7. Frage
Lungenödem/Stauungslunge?
Die Lungensonographie hat sich zu einer der wichtigsten Anwendungen der
Notfallultraschalldiagnostik entwickelt. Sie ermöglicht die schnelle
Differenzierung zwischen kardiogenem und nicht-kardiogenem Lungenödem.
Folie 46: Wegweisende Publikation
Die folgende Landmarkpublikation hat die
Anwendung der Lungensonographie in der klinischen Praxis revolutioniert und ihre diagnostische Wertigkeit bei der
Beurteilung pulmonaler Pathologien etabliert.
Diese Studien haben die B-Linien-
Sonographie als zuverlässige Methode zur
Diagnose und Quantifizierung des
Lungenödems etabliert und ihre
Überlegenheit gegenüber der konventionellen Röntgendiagnostik demonstriert.
Folie 47: Was sind B-Linien?Folie 48: Definition der B-Linien
B-Linien sind charakteristische Ultraschallartefakte, die als vertikale, hyperechogene Linien erscheinen, die von der Pleura ausgehend bis zum
Ende des Bildschirms reichen und sich synchron mit der Atmung bewegen.
Morphologie
Vertikale hyperechogene Linien von der Pleura bis zum Bildschirmende
Dynamik
Synchrone Bewegung mit der Atmung
Löschen A-Linien
Verschwinden der horizontalen A-Linien bei vermehrten B-Linien
Folie 49: Universelle Anwendbarkeit
Die B-Linien-Sonographie zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit und einfache Anwendbarkeit aus. Diese Eigenschaften machen sie zu einem idealen Werkzeug für die Notfalldiagnostik.
Überall
Jederzeit
Anwendbar in extremen Umgebungsbedingungen,
Kontinuierliche Überwachung möglich, beispielsweise einschließlich der Höhenmedizin zur Detektion von während der Dialyse zur Titration der Ultrafiltration
Höhenlungenödem mit portable Geräten
Von jedem
An jedem
Bereits nach 1 Stunde Training von nicht-spezialisierten
Thorakales Schallfenster bleibt meist verfügbar, auch wenn
Untersuchern zuverlässig durchführbar
Echokardiographie nicht möglich ist
Quelle: Picano EHJ 2016
Folie 50: B-Linien Quantifizierung
Die systematische Quantifizierung der B-Linien erfolgt durch die Unterteilung der Thoraxwand in definierte Regionen. Diese standardisierte Herangehensweise ermöglicht eine objektive
Beurteilung des Lungenödems und seiner Verteilung.
Die 28-Regionen-Methode teilt jede Thoraxhälfte in 14 Areale und ermöglicht so eine präzise topographische Zuordnung der
B-Linien zur Quantifizierung des extravaskulären
Lungenwassers.
Folie 51: Scoring-System für B-Linien
Das systematische Scoring der B-Linien erfolgt durch die Zählung in jeder anatomischen Region. Dabei entspricht jede B-Linie einem Punkt, wodurch ein objektives Maß für die Schwere des Lungenödems entsteht.
0-5 6-14 Normal
Mild
Physiologischer Befund
Leichtes Lungenödem
15-30 >30 Moderat
Schwer
Mäßiges Lungenödem
Schweres Lungenödem
Folie 52: Vereinfachtes 8-Zonen-Schema
Für die klinische Praxis hat sich ein vereinfachtes 8-Zonen-Schema etabliert, das eine praktikable Balance zwischen diagnostischer Genauigkeit und zeitlicher Effizienz bietet.
Anterior Superior
2.-3. ICR, mittlere Klavikularlinie
1 2 Lateral Inferior
4 3 6.-7. ICR, mittlere Axillarlinie
Dieses Schema ermöglicht eine schnelle Beurteilung innerhalb von 3-5 Minuten und korreliert gut mit aufwendigeren Scoring-Systemen.
Anterior Inferior
4.-5. ICR, mittlere Klavikularlinie
Lateral Superior
4.-5. ICR, vordere Axillarlinie
Folie 53: Wissenschaftliche Validierung
Mehrere Studien haben die hohe Korrelation zwischen B-Linien-Score und etablierten Methoden zur Quantifizierung des extravaskulären Lungenwassers demonstriert.
Korrelation mit Thermodilution
Korrelation mit BNP/NT-proBNP
Verlaufsbeurteilung
Hohe Übereinstimmung mit invasiven Messverfahren
Gute Übereinstimmung mit kardialen Biomarkern
Sensitiv für Therapieresponse und Verlaufskontrolle
Quellen: Jambrik Z, et al. Ultrasound Med Biol 2010; Enghard P et al. Crit Care 2015
Folie 54: Klinische Korrelation
Die klinische Wertigkeit der B-Linien-Sonographie zeigt sich in ihrer Fähigkeit zur Früherkennung subklinischer Lungenödeme und ihrer überlegenen Sensitivität gegenüber der konventionellen Röntgendiagnostik.
97% 95% 72h
Sensitivität
Spezifität
Früherkennung
Für pulmonales Ödem
Gegenüber Röntgen-Thorax
Vor radiologischen Zeichen
Quelle: Gargani L et al. Crit Care Med 2007;35:2769–2774
Einordnung (Fachgutachten 09/2026)Die zitierte Arbeit (Gargani, Crit Care Med 2007) ist eine tierexperimentelle Studie zum frühen Lungenschaden beim Schwein. Die Werte für Sensitivität und Spezifität gegenüber dem Röntgen-Thorax stammen nicht aus ihr; tierexperimentell gestützt ist nur, dass B-Linien vor der Hypoxämie auftreten.
Folie 55: Pivetta-Studie: Studiendesign
Die prospektive, multizentrische Kohortenstudie von Pivetta et al. untersuchte die diagnostische Genauigkeit der Lungensonographie bei Patienten mit akuter Dyspnoe in der Notaufnahme.
01 Studientyp
Prospektive, multizentrische Kohortenstudie in 7 italienischen Notaufnahmen
Retrospektive Expertenbewertung aller verfügbaren Daten
Quelle: Pivetta E et al. Chest 2015;148:202–210
Folie 56: Pivetta-Studie: Enddiagnosen
Die Analyse der finalen Diagnosen zeigt die Verteilung der verschiedenen Ursachen akuter Dyspnoe und unterstreicht die Herausforderung der differentialdiagnostischen Abklärung in der Notaufnahme.
54% ADHF
Akute dekompensierte Herzinsuffizienz
46% Non-ADHF
Nicht-kardiale Ursachen
Quelle: Pivetta E et al. Chest 2015;148:202–210
Folie 57: Ergebnisse der Pivetta-Studie
Die Studie demonstrierte die überlegene diagnostische Genauigkeit der
Lungensonographie gegenüber der alleinigen klinischen Beurteilung bei der Differenzierung kardialer und nicht-kardialer Dyspnoe.
Die Integration der Lungensonographie in die klinische Evaluation führte zu einer signifikanten Verbesserung der diagnostischen Genauigkeit und kann somit zu einer optimierten Patientenversorgung beitragen.
Quelle: Pivetta E et al. Chest 2015;148:202–210
Folie 58: Diagnostische Überlegenheit
Die quantitativen Ergebnisse der Pivetta-Studie belegen die signifikante Verbesserung der diagnostischen Parameter durch die Integration der Lungensonographie in die klinische
Beurteilung.
Klinische Beurteilung allein
Sensitivität: 85%, Spezifität: 63%
Klinik + Lungensonographie
Sensitivität: 97%, Spezifität: 84%
Quelle: Pivetta E et al. Chest 2015;148:202–210
Folie 59: Klinische Implementierung
Die Ergebnisse der Pivetta-Studie haben wesentlich zur Etablierung der Lungensonographie als Standardverfahren in der Notfallmedizin beigetragen und zeigen die praktische Umsetzbarkeit im klinischen Alltag.
1 2 3 Schnelle Diagnostik
Erhebliche Zeitersparnis gegenüber konventioneller Diagnostik
Die B-Linien-Stressechokardiographie repräsentiert eine innovative Erweiterung der traditionellen Belastungsechokardiographie. Dieses Verfahren kombiniert die bewährte Stresstestung mit der modernen Lungensonographie zur Detektion belastungsinduzierter diastolischer Dysfunktion.
Konzeptentwicklung
Erste Beschreibungen der belastungsinduzierten B-Linien-Entstehung
1 2 Klinische Validierung
Nachweis der Korrelation mit invasiven Druckmessungen
Aktuelle Anwendung
Integration in die Routinediagnostik bei Verdacht auf diastolische Herzinsuffizienz
3 4 Zukunftsperspektiven
Weiterentwicklung für spezielle Patientengruppen und Indikationen
Quelle: Agricola E et al. J Am Soc Echocardiogr 2006;19:457–463
Diese innovative Methodik eröffnet neue diagnostische Möglichkeiten und zeigt das kontinuierliche Entwicklungspotential der Ultraschalldiagnostik in der modernen Medizin.
Nach der Präsentation von Prof. Dr. Ulrich Frey, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Schmerz- und Palliativmedizin, Marien Hospital Herne. Ausgearbeitete Fassung für das E-Learning, September 2026.