Zum E-Learning
Klinisches Wissen kompakt, praxisnah und interdisziplinär.
Dieses E-Learning bietet eine umfassende und praxisnahe Wiederholung der Anästhesie und Intensivmedizin, speziell konzipiert für Medizinstudierende in der klinischen Ausbildungsphase (PJ, Praktika, Vorbereitung auf das mündliche Staatsexamen). Ziel ist es, klinisch relevantes Wissen kompakt, strukturiert und interaktiv zu vermitteln, für eine optimale Vorbereitung auf Prüfungen und den ärztlichen Berufsalltag.
Was Sie erwartet
Das E-Learning führt systematisch durch alle wesentlichen Themenbereiche der modernen Anästhesiologie und Intensivmedizin, von den physiologischen Grundlagen bis zur klinischen Entscheidungsfindung am Patientenbett. Dabei steht die Verbindung von Theorie und Praxis im Vordergrund.
Ziel
Das E-Learning vermittelt klinisch relevantes Wissen zur Anästhesie, Intensiv-, Schmerz- und Palliativmedizin: verständlich, kompakt und prüfungsorientiert. Es dient der gezielten Vorbereitung auf Prüfungen und auf den ärztlichen Berufsalltag.
Es bereitet auch gezielt auf die Sommerakademie Notfallmedizin vor. Dort erwarten die Teilnehmenden realitätsnahe Simulationstrainings, präklinische Notfallszenarien und strukturierte Workshops in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Herne. Mehr Informationen unter notfallakademie-rub.de (Internetverbindung nötig).
Zielgruppe
Studierende der Humanmedizin ab dem 7. Semester, insbesondere im Praktischen Jahr (PJ) und in der Vorbereitung darauf, vor Famulaturen oder dem 2. Staatsexamen. Auch geeignet für junge Assistenzärztinnen und Assistenzärzte im Berufsstart.
Teilnahmebestätigung
Jede Lerneinheit endet mit einem Abschlusstest. Ab 80 % richtiger Antworten können Sie eine interne Teilnahmebestätigung drucken. Sie ist keine CME-Zertifizierung.
Über das Marien Hospital Herne
Als Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum bietet das Marien Hospital Herne praxisorientierte Lehre auf höchstem Niveau. Die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Schmerz- und Palliativmedizin engagiert sich aktiv in der medizinischen Ausbildung und Forschung, mit enger Verzahnung von Klinik und Lehre.
Präsentation zum Überblick
There Is No Glory In Prevention
Vorwort
Anästhesie ist nicht nur Pharmakologie, Technik und Leitlinien. Anästhesie ist angewandte Physiologie. Wer Physiologie versteht, erkennt Muster, bevor Monitore alarmieren. Wer sie fühlt, handelt früher, ruhiger und oft richtiger. Genau dafür ist diese Plattform entstanden.
Physiologie ist die Sprache, in der der Körper seine Regeln formuliert. Und diese Regeln sind erstaunlich elegant. Sie wirken überall: im wachen Menschen, im Schock, unter Narkose, bei Sepsis, beim Neugeborenen, beim Hochbetagten. Sie sind nicht trocken, wenn man sie als das liest, was sie sind: ein Betriebssystem, das in Echtzeit Stabilität organisiert, mit Sicherheitsmechanismen, Redundanzen und harten Grenzen. Anästhesie zwingt uns, dieses System bewusst zu stören. Wer dabei nur Rezepte auswendig kann, arbeitet im Nebel. Wer Prinzipien versteht, arbeitet mit Sicht.
Diese Plattform ist aus Gesprächen entstanden. Aus unzähligen Fragen von PJ-Studierenden, die nicht einfach „mehr Fakten“ wollten, sondern Orientierung: Warum passiert das gerade. Was ist das zugrunde liegende Gesetz. Was ist hier wirklich wichtig. Und wie kann ich mir das merken, ohne in Details zu ertrinken. Dazu kommen Anekdoten aus dem OP, aus der Prämedikation, aus dem Aufwachraum, von der Intensivstation, aus Lehrsituationen, in denen ein einziger physiologischer Gedanke plötzlich Ordnung in ein scheinbares Chaos gebracht hat.
Es geht hier bewusst nicht darum, das normale Buchwissen herunterzurattern. Es gibt hervorragende Standardwerke, die das besser und vollständiger tun. Diese Plattform will etwas anderes: Sie will Erkenntnisse aus der Natur auf die Wissenschaft übertragen. Physiologie beginnt nicht mit Definitionen, sondern mit Beobachtung. Was macht der Körper, wenn wir ihn in Ruhe lassen. Was macht er, wenn wir ihn stressen. Welche Kompromisse geht er ein, welche Prioritäten setzt er, welche Variablen schützt er zuerst. Anästhesie ist dann die Disziplin, in der diese Naturgesetze praktisch geprüft werden, manchmal brutal, oft lehrreich.
Darum findet man hier nicht nur Antworten, sondern Denkwege. Nicht nur „so macht man es“, sondern „so kann man es verstehen“. Viele Kurse sind so geschrieben, wie man am Patientenbett oder am OP-Tisch denkt: vom Problem zur Ursache, vom Signal zum Mechanismus, von der Maßnahme zur erwarteten Reaktion. Wenn das gelingt, wird Physiologie plötzlich nicht mehr schwer, sondern nützlich. Und manchmal sogar schön.
Diese Plattform richtet sich an alle, die Anästhesie nicht als Sammlung von Tricks begreifen wollen, sondern als präzise, verantwortungsvolle Anwendung biologischer Prinzipien. An PJ-Studierende, die nicht zufrieden sind, wenn man ihnen nur sagt, was sie tun sollen, sondern wissen wollen, warum. An Weiterbildungsassistentinnen und Weiterbildungsassistenten, die vom Schema zur Souveränität wollen. Und an erfahrene Kolleginnen und Kollegen, die sich daran erinnern möchten, dass hinter jedem Algorithmus ein Körper steht, der Regeln hat, die man verstehen kann.
Wenn nach der Bearbeitung der Kurse ein Monitorwert nicht mehr nur eine Zahl ist, sondern eine Geschichte über Fluss, Druck, Widerstand und Austausch. Wenn „Hypotonie“ nicht mehr ein Alarm ist, sondern eine Frage nach Volumen, Tonus, Pumpfunktion und Verteilung. Wenn Entscheidungen weniger nach Angst und mehr nach Mechanismus aussehen, dann hat diese Plattform ihren Zweck erfüllt.
Die Plattform ist wie der Kreislauf von innen nach außen aufgebaut: zuerst die Physiologie von Atmung und Kreislauf, dann die Anästhesie mit Allgemein-, Regional- und Kinderanästhesie, danach Intensiv-, Notfall-, Schmerz- und Palliativmedizin. Jede Lerneinheit ist einer Stufe zugeordnet, vom Praktischen Jahr bis zum fünften Weiterbildungsjahr, und nennt, ab wann sie vertieft wird. So wachsen die theoretischen Kompetenzen von Jahr zu Jahr. Die Inhalte der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen-Lippe sind den Lerneinheiten zugeordnet; was hier erarbeitet ist, lässt sich im elektronischen Logbuch abhaken (Seite Kompetenzen).
Physiologie ist keine Prüfung. Physiologie ist Freiheit.
Viel Freude beim Lernen.
Prof. Dr. med. Ulrich Frey
Marien Hospital Herne, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
Hinweise zur Nutzung
Das E-Learning gliedert sich in die Klinische Physiologie mit zehn Kacheln, die klinischen Fachmodule (Allgemein-, Regional-, Kinder- und geburtshilfliche Anästhesie im gemeinsamen Ordner Anästhesie, dazu Intensiv-, Notfall-, Schmerz- und Palliativmedizin sowie Weiterbildung) und die Masterclass; dazu kommt das Lesekapitel „There will be blood“ mit Geschichten ohne Tests. Jedes Modul hat Reiter für Lerneinheiten, Kompaktwissen, Medien und weitere Bereiche; Reiter ohne Inhalt werden nicht angezeigt. Einträge mit dem Vermerk „In Vorbereitung“ werden schrittweise ergänzt.
Die Lerneinheiten der Physiologie folgen derselben Architektur: Lernziele, klinische Relevanz, physiologischer Kern, Pitfalls, Merksätze, Aufgabenblock mit Lösungen und Kurzfazit. Übungen geben sofort Rückmeldung.
Video, Vortragsfolien und Downloads liegen in einem eigenen Medienpaket. Es wird in denselben Ordner entpackt wie die Plattform. Online-Präsentationen benötigen eine Internetverbindung.
Fortschritt und Notizen werden nur lokal in diesem Browser gespeichert. Unter Mein Fortschritt lässt sich der Stand sichern und übertragen.
© 2026 Ulrich Frey. Alle Rechte vorbehalten. Die Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine klinische Beurteilung, keine lokalen Standards und keine Leitlinien.