Schwierigkeit betrifft vier Techniken, die getrennt bewertet werden: Maskenbeatmung, Laryngoskopie und Intubation, supraglottischer Atemweg und chirurgischer Zugang. Einzelne Prädiktoren haben eine geringe Vorhersagekraft; die Kombination und die Anamnese früherer Probleme sind entscheidend.
| Technik | Hinweise |
|---|---|
| Maskenbeatmung | Bart, Adipositas, Zahnlosigkeit, Alter über 55, Schnarchen oder Schlafapnoe, Bestrahlung am Hals |
| Laryngoskopie | Mallampati III bis IV, Mundöffnung unter 3 cm, thyreomentaler Abstand unter 6 cm, eingeschränkte HWS-Reklination, fliehendes Kinn, frühere Schwierigkeit |
| Supraglottischer Atemweg | eingeschränkte Mundöffnung, Pathologie im Pharynx oder Larynx |
| Koniotomie | Adipositas, Hals nicht tastbar, Voroperation oder Bestrahlung, Tumor |
| Physiologisch schwierig | Hypoxämie, Schock, Azidose, Rechtsherzversagen, volles Magen: geringe Toleranz für Apnoe und Hypnotika |
Atemwegsplan
- Vor jeder Einleitung laut aussprechen: Plan A, B, C und D, wer was tut, wann gewechselt wird (DAS 2025: Vorbereitung und Teamkommunikation, kognitive Hilfen).
- Material am Platz: Videolaryngoskop mit hyperangulierten Spateln, Bougie und Führungsstab, supraglottische Atemwege der zweiten Generation, Bronchoskop, Koniotomieset.
- Bei erwarteter Schwierigkeit und erhaltener Spontanatmung: Wachintubation (fiberoptisch oder videolaryngoskopisch) mit Lokalanästhesie der Atemwege und titrierter Sedierung, unter High-Flow-Sauerstoff; Koniotomiestelle vorher markieren, Ultraschall hilft.
- Physiologisch schwieriger Atemweg: Kreislauf vorbereiten (Vasopressor, Volumen), Präoxygenierung mit NIV, reduzierte Hypnotikadosis.