| Inhalativ (Sevofluran) | Intravenös | |
|---|---|---|
| Geeignet, wenn | kein Zugang oder Punktion unzumutbar, kooperatives oder schlafendes Kind | Zugang liegt oder ist gut möglich; Aspirationsgefahr; ältere Kinder, die es wünschen |
| Nicht geeignet bei | Aspirationsgefahr, erwartet schwierigem Atemweg, Kreislaufinstabilität | fehlendem Zugang ohne vertretbare Punktion |
| Stärken | kein Stich im Wachzustand; Spontanatmung bleibt lange erhalten | schnell, gut steuerbar, sichere Reflexdämpfung (Propofol) |
| Risiken | Exzitation, Laryngospasmus, Atemwegsverlegung ohne Zugang | Injektionsschmerz, Apnoe, Blutdruckabfall |
Sevofluran-Einleitung Schritt für Schritt
- Voraussetzungen prüfen: kein erwartet schwieriger Atemweg, keine Aspirationsgefahr, stabiler Kreislauf, Material für einen intraossären Zugang in Reichweite.
- Maske aufsetzen mit hohem Sauerstoffanteil; ältere Kinder dürfen den Beutel „wie einen Luftballon“ aufblasen.
- Sevofluran entweder sofort hoch (Verdampfer 8 Vol.-%) oder in raschen Stufen steigern.
- Exzitation abwarten: unruhige Bewegungen, divergente, wandernde Augen, unregelmäßige Atmung. In dieser Phase keine Manipulation am Atemweg und keine Venenpunktion.
- Nach Bewusstseinsverlust die Konzentration am Verdampfer senken, Spontanatmung erhalten, wenn nötig vorsichtig assistieren (Beatmungsdruck niedrig, etwa bis 15 cmH₂O, damit keine Luft in den Magen gelangt).
- Erst wenn die Narkose tief ist (Augen zentral, Atmung regelmäßig und ruhig): Zugang legen, dann Atemweg sichern.
Intravenöse Einleitung
Propofol dämpft die Atemwegsreflexe besser als andere Hypnotika und eignet sich deshalb besonders vor der Larynxmaske. Kinder brauchen bezogen auf das Gewicht höhere Dosen als Erwachsene; die Fachinformation nennt für Kinder ab 8 Jahren etwa 2,5 mg/kg, jüngere Kinder benötigen oft mehr. Der Injektionsschmerz lässt sich durch eine große Vene und langsame Injektion vermindern.