NARKO.LAB

EEG Bootcamp

Dieses Bootcamp trainiert nicht das Ablesen eines Indexwertes. Ziel ist die eigenständige Interpretation von Roh-EEG, Frequenzspektrum und Spektrogramm unter Einbeziehung von Anästhetika, Alter, klinischer Situation und technischen Artefakten. Der Schwerpunkt liegt auf Masimo SedLine und Narcotrend.

Module

  • 1EEG in 20 Minuten

    Der schnelle Einstieg und zugleich die Landkarte des Bootcamps. Was die frontale Ableitung misst und was nicht, die vier Frequenzbänder im Überblick, die drei Darstellungen Roh-EEG, Spektrum und Spektrogramm und ihre jeweiligen blinden Flecken. Dazu die Rechenschritte, aus denen ein Indexwert entsteht, und die Information, die dabei verloren geht.

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  • 2Frequenzen erkennen

    Delta, Theta, Alpha, Beta und die langsamen Oszillationen, jeweils am Roh-EEG erkannt und nicht am Zahlenwert. Warum die Amplitude täuscht und die Frequenz verlässlich ist. Die frontalen Alpha-Spindeln als Kernbefund der GABAergen Narkose und ihre Entstehung in thalamokortikalen Schleifen. Abschließend die Abgrenzung von Wachheit, Sedierung und chirurgischer Narkose an der Kurve.

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  • 3Vom Roh-EEG zum Spektrogramm

    Der Rechenweg von der Rohkurve zum Spektrogramm, Schritt für Schritt: Fensterung, Fouriertransformation, Leistungsdichte, Mittelung, Farbskala und Zeitachse. Was jede Stufe sichtbar macht und welche Information sie dabei verwirft. Das Density Spectral Array als dieselbe Darstellung unter einem älteren Namen. Abschließend die spektralen Eckfrequenzen, besonders SEF95, mit ihrem Nutzen im Verlauf und ihren technischen, pharmakologischen und methodischen Grenzen.

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  • 4EEG-Signaturen der Anästhetika

    Die EEG-Signaturen von Propofol, Sevofluran und den übrigen volatilen Anästhetika, Lachgas, Ketamin, Dexmedetomidin, Opioiden und Benzodiazepinen. Je Wirkstoff das Muster im Roh-EEG, das Muster im Spektrogramm, das Verhalten des Indexwertes und die klinische Konsequenz, zusammengefasst in einer Übersichtstabelle. Der Kernpunkt: Die Signatur folgt dem Wirkmechanismus und nicht der Substanzklasse auf dem Etikett.

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  • 5SedLine Masterclass

    Der SedLine-Bildschirm von der Elektrode bis zur Zahl: Aufbau der Stirnableitung mit sechs Elektroden und vier Kanälen, die seitengetrennte Darstellung mit Density Spectral Array und Spektralkanten, die Artefaktanzeige, der Suppressionsanteil und die Asymmetrie. Herkunft und Grenzen des Patient State Index, die schmale unabhängige Prüfbasis aus vier Arbeiten und die saubere Trennung zwischen Herstellerangabe und unabhängiger Evidenz.

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  • 6Narcotrend Masterclass

    Stadien A bis F, Narcotrend-Index, Cerebrogramm und die übrigen Trenddarstellungen, Elektrodenmontage und die Besonderheiten der Compact M. Der Unterschied zwischen Klassifikation und Messung, die Entwicklerliteratur mit zwei verschiedenen Erstautoren gleichen Nachnamens, die kritischen Arbeiten daneben und die Feststellung, dass zum Cerebrogramm keine Primärpublikation vorliegt.

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  • 7Artefakt Arena

    Die Störquellen des perioperativen EEG im Einzelnen: Muskelaktivität, Elektrokauter, chirurgische Kleingeräte, Schrittmacherimpulse, Reizstrom der Relaxometrie, Warmluftdecke, Bewegung und Lagerung sowie Elektrodenprobleme und hohe Übergangswiderstände. Je Störquelle das Erkennen am Roh-EEG, das Erkennen im Spektrogramm, die Wirkung auf den Indexwert und die Abhilfe. Der Kernpunkt: Belegbar ist die Richtung, nämlich dass Artefakte den Index typischerweise falsch erhöhen; eine Angabe in Indexpunkten ist nicht belegbar und wird nicht gemacht.

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  • 8Burst Suppression Lab

    Burst Suppression von der Entstehung bis zur Entscheidung: zelluläre und metabolische Grundlagen, das Erscheinungsbild im Roh-EEG und im Spektrogramm, die Suppression Ratio mit ihren drei Stellschrauben Schwelle, Mindestdauer und Mittelungsfenster sowie die Ursachen außer einer zu tiefen Narkose. Die Studienlage zu Suppression und postoperativem Delir wird zweiseitig und ausdrücklich als strittig dargestellt; dass es keine einheitliche quantitative Definition gibt, ist selbst gut belegt und steht ausdrücklich im Text.

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  • 9Alter und vulnerables Gehirn

    Warum derselbe Indexwert bei zwei Patienten nicht dasselbe bedeutet. Die altersabhängige Abnahme von frontaler Alpha-Leistung, Gesamtleistung und Amplitude, die eigenen Muster von Säuglingen und Kindern, der Einfluss von Vorschädigung und Komorbiditätslast sowie das niedrigamplitudige EEG als Normvariante. Der Ausdruck vulnerables Gehirn wird ausdrücklich als Arbeitsbegriff und nicht als validierter individueller Marker geführt. Abschließend die Ursachen eines unerwartet hohen und eines unerwartet tiefen Indexwertes mit den Merkmalen, die zwischen ihnen unterscheiden.

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  • 10Nozizeption, Arousal und EEG

    Alpha-Dropout, Beta-Arousal, Delta-Arousal und paradoxe Reaktionen im Roh-EEG und im Spektrogramm. Der Kernsatz der Einheit lautet: Das frontale EEG zeigt Arousal und nicht Nozizeption. Ausführlich behandelt werden die vier Erklärungen, die für einen Indexanstieg nach dem Hautschnitt nebeneinanderstehen, und das Merkmal, das zwischen ihnen unterscheidet. Nozizeptionsmonitore werden nur so weit behandelt, wie sie das EEG betreffen.

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  • 11Index versus Brain

    Woher ein Indexwert kommt und was er nicht leisten kann: die Rechenschritte von der Rohkurve bis zur Zahl mit der Information, die an jedem Schritt verloren geht, die Gründe für die zeitliche Verzögerung, die sigmoidale Dosis-Index-Beziehung und die Frage der neuronalen Trägheit beim Erwachen. Der Hauptteil stellt die klinischen Endpunktstudien zu Delir, Awareness und Anästhetikaverbrauch nebeneinander und benennt ausdrücklich, was belegt ist und was nicht. Der Satz „EEG-Monitoring verhindert Delir" überschreitet die Evidenz und kommt nicht vor.

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  • 12EEG Arena

    Vierundzwanzig Fälle in sieben Phasen, drei Schwierigkeitsgrade, freies Training mit Filtern, Kompetenzprofil und eine Abschlussprüfung aus zwanzig Fällen.

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  • Literatur

    Alle im Bootcamp verwendeten Quellen mit Typ, Zugang und Prüfstand. Letzte Literaturrecherche: 24.09.2026.