Was über das Fachwissen hinaus zur ärztlichen Weiterbildung gehört: Struktur der Facharztweiterbildung, Kommunikation und klinisches Denken, evidenzbasierte Medizin, Strahlenschutz und gute Vorträge.
Facharztweiterbildung
60 Monate in fünf Phasen, Standorte, Mentoring und Feedback, Einarbeitung, Vereinbarkeit mit Familie, Kompetenzmatrix und passende Inhalte im E-Learning.
Teilhabe und diagnostische Überschattung, Einwilligungsfähigkeit und unterstützte Entscheidung nach dem Betreuungsrecht, Trisomie 21, Zerebralparese, Muskeldystrophie Duchenne, Querschnitt und Autismus in der Anästhesie, Schmerzeinschätzung mit BESD-Rechner.
Grundlagen und STIKO-Empfehlungen, Impfung und Operation mit Abständen, Splenektomie, Tetanusprophylaxe mit Wegweiser, Nadelstich und Postexpositionsprophylaxe, Impfungen für Beschäftigte im Krankenhaus.
Begriffe und respektvolle Kommunikation, Selbstbestimmungsgesetz, Geschlechtsunterschiede in Pharmakologie, PONV mit Apfel-Rechner, Symptomen und Reanimation, Sugammadex und Verhütung, trans und intergeschlechtliche Menschen mit Hormontherapie und Voroperationen.
Formen und Hinweise von Gewalt, Hämatome bei Kindern mit TEN-4-FACESp-Prüfung, gestuftes Vorgehen nach § 4 KKG mit Wegweiser, Schweigepflicht bei Erwachsenen, gerichtsverwertbare Dokumentation, vertrauliche Spurensicherung, Gespräch und ältere Menschen.
Gesundheitsfolgen des Klimawandels und Hitze, Treibhauswirkung der Inhalationsanästhetika mit Rechner, Desfluran nach EU-Verordnung 2026, Lachgas, Energie und Material im OP, Hitze und perioperative Versorgung.
Pflichten nach § 9 BestG NRW, sichere Todeszeichen, Durchführung an der unbekleideten Leiche, Todeszeit nach Henßge mit Rechner, Todesart mit Wegweiser, Kausalkette und häufige Fehler, Tod nach ärztlichen Maßnahmen, Sektion und Totgeburt.
Selbstverwaltung und duale Finanzierung, DRG mit Erlösrechner, Pflegebudget und Hybrid-DRG, Kodierung, Krankenhausreform mit Leistungsgruppen und Vorhaltevergütung nach dem Anpassungsgesetz 2026, OP-Management, Personalbemessung und Qualität.
Transplantationsgesetz und Entscheidungslösung mit aktuellem Stand, Ablauf der Organspende, IHA-Diagnostik nach der 5. Fortschreibung mit Wegweiser, organprotektive Intensivtherapie mit Rechner, Anästhesie bei der Entnahme und bei transplantierten Patienten.
Gutachtenarten und Auftraggeber, Pflichten nach § 407a ZPO, Aufbau eines Gutachtens, Beweismaß mit Wegweiser, Arzthaftung nach §§ 630a bis 630h BGB mit Prüfschema, typische Vorwürfe in der Anästhesie, Schmerzbegutachtung und Unabhängigkeit.
Jahresplan PJ bis Weiterbildungsjahr 5, Zuordnung der WO ÄKWL zu den Lerneinheiten mit Logbuch-Export, PJ-Logbuch.
Zufällig gezogene Fragen aus den Abschlusstests und Übungen aller Lerneinheiten, mit Auswertung nach Modulen und Hinweisen zum Wiederholen.
Facharztprüfung: Fallbeispiele
Atemwegskrise bis CICO, maligne Hyperthermie, Anaphylaxie, Ileus mit Aspiration, Hüftfraktur mit Rivaroxaban und Aortenstenose, peripartale Blutung. Entscheiden wie in der Prüfung, mit Prüfergespräch.
Septischer Schock mit Relaparotomie, schweres ARDS mit Bauchlage, kardiogener Schock mit Kreislaufleistung, Hirndruck, Hyperkaliämie mit Nierenersatz, Varizenblutung. Entscheiden wie in der Prüfung, mit Prüfergespräch.
Opioidrotation bei Tumorschmerz, CRPS, Buprenorphin perioperativ, postpunktioneller Kopfschmerz, Luftnot und Rasseln in der Sterbephase, Therapiezieländerung nach Reanimation. Entscheiden wie in der Prüfung, mit Prüfergespräch.
Kommunikation und klinisches Denken
Indikation und Patientenwille als zwei Säulen, Rollen im Team, fehlende Einwilligungsfähigkeit, Dissens und Dokumentation.
Fehlerentstehung und Schweizer-Käse-Modell, Fehlerarten, Just Culture, CRM-Leitsätze und 10-für-10, geschlossene Kommunikation, ISBAR-Übergabe und Speak-up mit interaktiven Übungen, WHO-Checkliste, Arzneimittelsicherheit, CIRS, M&M, Meldewege, Simulation und Second Victim.
Sechs Anforderungen nach dem Patientenrechtegesetz, anästhesiologische Inhalte, Sonderfälle wie Notfall, Sprachbarriere und Minderjährige.
Schnelles und langsames Denken, typische Denkfehler und Gegenmittel, Fallbesprechung, Fehlermeldesystem und Debriefing.
Evidenzbasierte Medizin
Abschlusseinheit: Entwicklungsstufen und Empfehlungsstärken, Gültigkeit prüfen, Leitlinienlandkarte über alle Module mit Verweisen auf jede Lerneinheit, Weg zum Hausstandard.
Studie in zehn Minuten lesen, Effektmaße und NNT, Fallstricke von Subgruppe bis Nichtunterlegenheit, Journal Club in 30 Minuten.
PICO, gefilterte und ungefilterte Quellen, PubMed praktisch, Prüfkriterien und Umgang mit Sprachmodellen.
Wie Sprachmodelle funktionieren, warum sie halluzinieren und was dagegen hilft, Studienlage zu Dokumentation, SOP-Assistenz, Datenextraktion, Patienteninformation und Lehre, Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, KI-Verordnung, Datenschutz und ein sicheres Vorgehen bei der Einführung im Haus.
Vom Alltagsproblem zur Studie: Design, Genehmigung, Durchführung, Auswertung, Berichtsstandards, Autorschaft und Doktorarbeit.
Statistik und Studienbewertung
Datentypen und Beobachtungseinheit, Lage- und Streuungsmaße, Standardabweichung gegenüber Standardfehler, abhängige Messungen, fehlende Werte und der Methodenvergleich nach Bland und Altman. Mit Rechnern zu Standardfehler und Designeffekt.
Sensitivität, Spezifität, Vorhersagewerte und Likelihood-Ratios mit Konfidenzintervallen, Rechnen mit Odds, ROC-Kurve, Kalibrierung und die typischen Verzerrungen diagnostischer Studien. Mit Vierfeldertafel-Rechner, Prävalenz-Schieberegler und Beispielen aus Lungenultraschall, Kapnographie und Volumenreagibilität.
p-Wert und seine Fehldeutungen, Konfidenzintervall und klinische Relevanz, Fehler 1. und 2. Art, Power und Fallzahlplanung, Testauswahl, multiples Testen, Nichtunterlegenheit, Fragility Index und bayesianische Deutung großer Anästhesiestudien. Mit Rechnern für Fallzahl, familienweise Fehlerrate und Fragility Index.
Relative und absolute Risiken, NNT mit Zeitbezug und Basisrisiko, Odds Ratio, Hazard Ratio und Kaplan-Meier-Kurve. Mit Therapievergleichsrechner (Intervalle nach Log-Methode, Newcombe und Altman) und Beispielen aus Stop-or-Not, POISE-3 und REVISE.
Von der PICO-Frage zum passenden Design, Schutzmechanismen des RCT, Confounding, Immortal-time-Bias und Datenleckage, Metaanalyse mit Forest und Funnel Plot und GRADE bis zur Empfehlung. Mit interaktivem Heterogenitätsrechner und den Berichtsstandards CONSORT 2025, SPIRIT 2025, PRISMA 2020 und TRIPOD+AI.
Strahlenschutz
Strahlenarten, Zerfall, Wechselwirkung mit Materie, Dosisgrößen und Dosimetrie, biologische Wirkung und Risiko.
Baulicher, apparativer und persönlicher Strahlenschutz, Abstand, Abschirmung, Aufenthaltsdauer, Schutzkleidung und Verhalten im OP und in der Radiologie.
Rechtfertigende Indikation nach Strahlenschutzgesetz und -verordnung: wer sie stellt, wie sie dokumentiert wird, Alternativen und typische Fehler.
Strahlenschutzgesetz und -verordnung, Organisation, Grenzwerte, Kategorien beruflich exponierter Personen, Fachkunde und Aktualisierung, bedeutsame Vorkommnisse.
Vorträge halten
Vorbereitung, Aufbau, Foliengestaltung, Evidenz und Auftreten für Vorträge in der Weiterbildung.
Medien und Downloads
Zeitlicher Umfang, Inhalte und Ablauf der Weiterbildung, Abteilung für Schmerz- und Palliativmedizin.
Zehn Schritte von der Immatrikulation bis zur Publikation.